lebendige Geschichte auf den Teufelsinseln von Französisch Guyana

Es ging immer weiter  Richtung Festland dem südamerikanischen Kontinent entgegen. Der letzte Stopp davor fand auf der Iles du Salut (Ile Royale) auch Teufelsinsel genannt statt. Diese liegt 15 km vor der Küste Französisch Guyanas. Bekannt wurde die Insel für die Deportation von Sträflingen und Regimegegner, bis die Strafkolonie nach dem zweiten Weltkrieg aufgehoben wurde. Doch die meisten Gefangenen starben bereits im ersten Jahr an Gelbfieber, Malaria, Skorbut, Unterernährung, wurden wahnsinnig oder verübten Selbstmord.

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Ile de Salut (Teufelsinsel)

Inzwischen ist aus dem 28 ha großen berüchtigten Eiland eine friedliche, mit Kokospalmen überzogene Tropeninsel und blühenden Sträuchern geworden und nimmt der Insel so den Gefägnischarakter, obwohl sie die Zentrale der Strafkolonie beherbergt.  Hier herrscht fortan der grüne Tourismus: im tiefen Urwald für Abenteuerlustige, an Stränden und in Naturreservaten.

Für Geschichtsinteressierte verspricht ein Ausflug auf die Iles de Salut einen tiefen Einblick in die berüchtigten französischen Strafkolonien vergangener Jahre. Auf der Insel ist eine Führung weder vorgeschrieben noch notwendig und die Wege sowie Bauten sind gut beschriftet.

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am Eingangsschild der Teufelsinsel

Direkt vom Anleger erreicht man über steile Stufen die ehemalige Villa des Direktors, welches heute ein Museum ist. Auf dem Plateau ist die restaurierte Kirche mit Wandmalereien von Gefangenen zu besichtigen.

Die frühere Kaserne ist heute in ein Hotel mit einem Restaurant und eine Boutique umgewandelt worden und liegt rund 66 Meter hoch. Alle wichtigen Personen der damaligen Zeit, wie Direktor, Ärzte und deren Familien wohnten hier. Von der überdachten Terrasse inmitten blühender Sträucher hat man einen Blick auf die unzugängliche Ile du Diable. Die Ile de Salut kann auf einem schönen teilweise unbefestigten Pfad mit stetem Blick auf den Atlantischen Ozean leicht zu Fuß umrundet werden.

 

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ehemalige Kaseren, Heute ein Hotel mit Restaurant

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Blick auf die unzugängliche Ile du Diable

 

Von der ehemaligen Kaserne gelangt man weiter westlich zu den vielen Überresten der damaligen Gebäuden. Zuerst passiert man auf der linken Seite das Ärzte- sowie Pfarrhaus. Folgt man dem Weg direkt weiter, sticht das impulsante Krankenhaus mit dem dahinterliegenden Leuchtturm hervor. Nach der  Besichtigung der Gebäude kann man noch weiter gerade aus zum Kinderfriedhof gehen.

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ehemalige Krankenhaus

Wer sich aber entschließt schon vorhher nach rechts abzubiegen, gelangt zu den Häusern der Aufseher sowie dem sehr beeindruckenden Gefängnis- und Zellentrakt. Wer in dem Gebäude und den Zellen wandelt, bekommt eine lebhafte Vorstellung, was zu der damaligen Zeit hier geschehen sein muss.

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Gefängnis- und Zellengebäude

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Eingang zum Zellentrakt

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Innenansicht einer Zelle

 

Auf der gesamten Insel fasziniert einen die Flora und Fauna. Man kann verschieden Vögel als auch Säugetiere sehr nahe kommen. Vor allem mit den Kapuziner- und Totenkopfäffchen kann man auf Tuchfühlung gehen.

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auf Tuchfühlung mit der Tierwelt

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faszinierende Tierwelt

 

Mein Fazit:

Schon der Blick vom Schiff auf die Insel versprüht eine Vorfreude auf die Erkundung. Die alten Häuser und zerfallene Bauten gewähren einen Einblick in die frühere Zeit. Durch das teilweise Begehen dieser denkwürdigen Orte, macht die Erforschung der Insel noch lebhafter und versetzt einen in die düstere Zeit zurück. Darüber hinaus macht es Spaß die Flora und Fauner der Insel zu erkunden. Die Teufelsinseln sind auf alle Fälle ein Besuch von mehreren Tagen lohnenswert. Vor allem für Familien mit Kindern lädt die Insel zum Erkunden ein.

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