Japanische Burgen und Ryokan

Wir bewegen uns heute von der Kansai Region nach Gifu im Zentrum der Insel Honshu. Sie ist eine der wenige Gebieten, die keine Küste haben. So geht es mit dem Reisebus in die gleichnamige Stadt, in der wir die Burg besichtigen werden. Sie steht auf dem Berg Kinka, welcher mit einer Seilbahn verbunden ist. So heißt es ab in die Gondel und hoch zur Burg die 1956 erbaut wurde. Der vierstöckige Stahlbeton zeigt den Übergang vom Mittelalter bis in die frühere Neuzeit. Daher ist dieser Bau mit den architektonischen Techniken für die japanische Geschichte bedeutsam. Aufgrund seiner strategischen Lage, auf 329 m, galt sie früher als uneinnehmbar.

 

Bevor es weitergeht, nehmen wir noch eine kleine Mahlzeit zu uns. Bei einem typischen japanischen Mittagessen steigt langsam die Vorfreude auf die Hauptstadt. Aber bevor diese besichtigt wird, fahren wir in die 30 km südlich gelegene Stadt Nagoya. Die viertgrößte Stadt des Landes ist eher eine Industriestadt mit wenigen Sehenswürdigkeiten. Bekannt ist sie vielmehr in Verbindung mit der Nachbarstadt Toyota, wo der gleichnamige Autohersteller seinen Firmensitz hat. Das mit abstand sehenswerte in Nagoya ist die dortige Burg.

Nagoya wurde im 16. Jahrhundert gegründet ist war eine typische Burgenstadt. Die 1532 erbaute Burg war früher auch einmal Sitz des Herrscher Toyotomi. Sie konnte sich bis zum 2. Weltkrieg halten bis diese komplett zerstört wurde. Doch im jahre 1959 wurde die Burg wieder errichtet und gilt als schönes Beispiel für die Burgenarchiitektur japans. Das Zentrum bildet der 48 m hohe Donjon in der vom ersten bis zum fünften Stock dieverse Kunstschätz der Feudalzeit ausgestellt werden, die vor den Flammen gerettet werden konnten. Wer bis zum siebten Stock geht hat einen schönen Ausblick über die Stadt Nagoya.

 

Am Nachmittag hast es weiterfaht mit dem Bus nach Hamamatsu wo wir unsere Unterkunft für die kommende Nacht beziehen. Hierbei handelt es sich um kein typisches Sternehotel sondern um ein traditionelles Ryokan. Sobald man die Unterkunft betritt fühlt man sich um einige Jahrhunderte in der Zeit zurückversetzt. Das Zimmer besteht aus Schiebetüren aus Reispapier, Tatamimatten und Futon. Nach einer kurzen erfrischung gab es auch schon das Abendessen. Dabei gab es eine besondere Kleidungsvorschrift: Kimono. Alle Reiseteilnehmer nutzen die zur Verfügung gestellten Kleidungsstücke. Nachdem das Essen mit Stäbchen eingenommen wurde und der ein oder andere Sake (Reisschnaps) zur Verdauung getrunken war, zogen sich die meisten in ihr Zimmer zurück. Hier wurde auch schon das Bett auf den Tatamimatten vorbereitet. Diese interessante Übernachtungsmöglichkeit bleibt einem noch lange in Erinnerung.

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