Das Kumgangsan Gebirge

Geweckt wird man hier nicht mit Vogelgezwitscher, sondern mit Propagandadurchsagen von den Straßen. Für mich geht es heute mit den Reiseleitern weiter in den Südosten der Demokratischen Republik, wo wir eine Wanderung durch das Kumgangsan Gebirge vornehmen. Wer einmal in das Land reist, sollte sich unbedingt das Gebirge anschauen. Erwähnenswert ist der Ort in der Hinsicht, dass es die einzige Möglichkeit ist von Südkorea direkt nach Nordkorea zu Reisen. Die Einreise erfolgt per Schiff und unterliegt einer strengen Einreiseprozedur. Möglich machte diese eine Vereinbarung zwischen dem damaligen Hyundai-Chef Ju-Yung Chung und dem Staatschef Kim Jong Il. Das Kumgangsan Gebirge gilt als das landschaftlich schönste auf der koreanischen Halbinsel. Insgesamt säumen über 12 000 Bergspitzen das Gebirge.

Die höchste Erhebung ist der Piro Berg mit 1639 Meter. Auf unserer Wanderung erblicke ich bei schönsten Sonnenschein und blauen Himmel zahlreiche historische Tempel. Nach der Rückkehr stärkten wir uns mit den Lunchpaketen und machten uns auf den Rückweg nach Pjöngjang. Aufgrund der großen Entfernung legten wir in eine Übernachtungspause im Masik Pass Ski Resort ein. Wie mein Reiseleiter sagte ist es ein 7 Sterne Hotel. Die Ausstattung war vom feinsten und bis jetzt die beste Übernachtung die ich bis jetzt hatte. So ein riesiges und luxeriöses Hotel hat man selten für sich alleine.

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Bevor wir uns am vorletzten Tag weiter Richtung Pjöngjang auf machten, unternahmen wir noch eine kleine Wanderung auf den teilweise mit schneebedeckten Hänge des Skiressort. Ausgepowert erreichten wir den Startpunkt der Piste und hatten einen traumhaften Blick über die Bergspitzen des Gebirges. Wieder am Hotel angekommen setzten wir nun unsere Fahrt nach Pjöngjang fort. Bevor wir wieder in der Hauptstadt ankommen machten wir östlich noch einen Halt bei dem Tongmyong Grab. Wie der lokale Guide erläutert erinnert dieses Grab an König Tongmyong, dem Gründer der Koguryo-Dynastie die 277 vor Christus bis 668 nach Christi Geburt das Land regierte. Das Gelände umfasst 220 Hektar auf dem Reiter- und Tierskulpturen, drei Tempel mit Buddhastatuen sowie ein viereinhalb Meter hoher Grabhügel steht. Die Grabstätte steht sogar auf der UNESCO Welterbeliste.

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