Sao Tome & Principe

Mit dem Erreichen des Äquators und dem Routenverlauf entlang der westafrikanischen Küste wurden auch die Sicherheitsvorkehrungen auf dem Schiff erhöht. Diese geschieht, weil in diesem Fahrtgebiet mit Piratenangriffen  zu rechnen ist. Aus diesem Grunde wurde auch unsere Fahrroute angepasst. Und zwar sollten wir erste den Hafen von Limbe in Kamerun ansteuern. Doch aufgrund zu großer Bedrohung durch Piraten wurde dieser Halt nach Kribi im Süden des Landes verlegt. Nur wenige Tage später musste auch der Ersatzhalt dort abgesagt werden.

Dementsprechend steuerten wir unser übernächstes Ziel auf Sao Tome früher an. Statt der zwei Tage besuchten wir diese Insel nur einen Tag um den anschließenden Fahrplan wieder einhalten zu können.

Sao Tome gehört zu der Inselgruppe Sao Tome und Príncipe, welche rund 300 km westlich von Gabun liegt. Sie ist 846 qkm groß und nimmt so den größten Teil der 1001qkm der gesamten Inselgruppe ein. Sie besticht durch üppiger Tropenvegetation, unberührter Landstriche und türkisfarbigen Kraterseen. Erst 1987 wurden die Tore für den Tourismus geöffnet. Aufgrund der abgeschiedenen Lage kommen nur knapp 30.000 Touristen jährlich auf diese Inselwelt. Die 187.000 Einwohner leben vor allem vom Anbau von Kaffee, Kokosnuss, Palmöl, Vanille und Kakao. Hier wird unter Kennern der wohl beste Kakao der Welt angebaut. Dementsprechend hat dieser auch seinen Preis.

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Blick auf Sao Tome

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Platz vor der Festung

Für mich hieß es nun erst einmal Umsteigen in das Tenderboot. Auf der Landseite angekommen erstreckt sich im Nordosten der Stadt am Ende der Ave Marginal 12 Julho das Fort de Sao Sebastiao. In der Festung hat das Nationalmuseum seine  Sitz, welche die Erinnerung an den Sklavenhandel aufrechterhält. Neben der Thematisierung des Sklavenhandels sind hier auch Barockstatuen und Mobiliar aus den Luxusvillen der Plantagenbesitzer ausgestellt.

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Fort de Sao Sebastiao

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Innenleben

Von hier aus kann man entlang der Ave Marginal 12 Julhobis in das Stadtzentrum spazieren und kommt am Gerichtshof sowie dem Kulturzentrum vorbei. Weitere Highlights auf dem Weg zum Unabhängigkeitsplatz sind der rosafarbene Präsidentenplast und die imposante Kathedrale Sao Tome dessen Bau 1576 begonnen und 1958 angeschlossen wurden. Der rundum verlaufende Fries aus portugiesischen Fließen wurde 1970 beendet. Nicht weit entfernt befindet sich der Unabhängigkeitsplatz von Sao Tome. Von dort kann man zwei lokale Märkte erkunden, der Mercado Municipial und der Mercado Novo. Das Fotografieren sollte so gut wie möglich unterlassen werden. Wer höfflich fragt, kann dennoch ein Schnappschuss machen.

Neben der gleichnamigen Hauptstadt bietet die Insel herrliche Strände und Tauchgründe. Hier ist die Welt unter Wasser quasi noch unberührt, da auf den Ökotourismus gesetzt wird. Aber auch das Landesinnere fasziniert durch seine paradiesische Natur mit intakten Urwäldern wie einige Mitreisende berichteten.

Wer schon viel auf der Welt gesehen hat, kann diese Urlaubswelt ansteuern. Ansonsten finde ich, dass der lange Anreiseweg sich nicht lohnen würde.

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