Zu Besuch bei Pippi Langstrumpf in Stockholm

07.06.2018

Kurz vor 09:00 bewunderten wir von unserer Balkonkabine die Einfahrt in die Schären. Für mich eine der schönsten Hafeneinfahrten meiner bisherigen Touren.
Unser Schiff legte am Nordhafen an, daher empfiehlt es sich nicht, Stockholm zu Fuß zu erkunden. Von der Reederei wurden wie zuvor Shuttlebusse in die Stadt angeboten.

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Schären

Erneut hatten wir unseren Ausflug mit einer Stadtrundfahrt und dem Besuch des Vasa Museums bereits vor Reiseantritt gebucht. Kurzfristig teilte man uns mit, dass der Ausflug nun nicht mehr in deutscher Sprache durchgeführt wird, sondern in Englisch.
Da meine Frau damit nicht einverstanden war, unternahm ich die heutige Tour alleine.

Am Morgen fand ich mich dann beim Reisebus ein, wo bereits unser Reiseleiter für den Tag wartete. Die Gruppe war recht klein, worüber ich sehr überrascht war.
Während der Stadtrundfahrt entdeckten wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der schwedischen Hauptstadt. Der junge Reiseleiter war sehr kompetent und gestaltete den gesamten Ausflug mit seinen Anmerkungen äußerst interessant.
Ich persönlich würde die Stadt als weltoffene Metropole bezeichnen. Die Einheimischen sind sehr freundlich und aufgeschlossen und die Stadt wirkt sehr lebendig.

Impressionen Stockholms

Bei der Stadtrundfahrt fuhren wir zunächst zum Wahrzeichen der Stadt: dem Rathaus. Hier findet jedes Jahr nach der Nobelpreisverleihung das Bankett statt. Im Anschluss fuhren wir vorbei am Königlichen Schloss im Renaissance- und Barockstil. Die Altstadt erkundeten wir zu Fuß. Unser Reiseleiter gestaltete den Aufenthalt mit vielen Anekdoten sehr angenehm und zeigte uns auch die kleinsten Besonderheiten. Auch für Stockholm wird häufig die Bezeichnung „Venedig des Nordens“ verwendet. Die Vielzahl an Wasserstraßen und die schönen Parkanlagen machen die Stadt besonders attraktiv. In der Stadtrundfahrt war auch der Eintritt in die Riddarholmskyrkan enthalten.
Mein Highlight war der Stadtteil Gamla stan, der als Szeneviertel gilt.

Impressionen Stockholms

Das  maritime Vasa Museum hat mir besonders gut gefallen. Vor Ort kann man das Kriegsschiff Vasa besichtigen, das auf seiner Jungfernfahrt im Jahre 1628 gesunken ist. Zahlreiche Details, wie Modellbauten, Kanonen oder reproduzierte farbige Schiffsfiguren in Originalgröße nehmen den Besucher mit auf eine Zeitreise. Die vielen Infotafeln geben eine authentische Einblicke über den Bau und das dramatische Ende der Vasa.

im Museum

Einen Besuch des klimatisierten Museums würde ich jedem Stockholmbesucher unbedingt empfehlen. Allein der Anblick des riesigen Schiffes ist beeindruckend. Aufgrund der vielen kleinen Details bekommt man einen sehr guten Überblick und das gesamte Museum ist so gestaltet, dass man den Ausflug durchaus auch mit Kindern unternehmen kann.
Besonders über die Anzahl der Besucher war ich erstaunt. Ich hatte mit größeren Menschenmengen gerechnet und war positiv überrascht.

Details der Vasa

Nicht weit entfernt von mir, auch auf der Halbinsel Djurgården hielt sich der Rest der Familie im Kindermuseum Junibacken auf. Letztendlich hatte meine Frau sich angeschlossen, da sie den Tag nicht alleine auf dem Schiff verbringen wollte. Schlussendlich war sie dann doch sehr froh über den Besuch. Ab hier wird meine Frau ihre Erlebnisse teilen!

Kindermuseum Junibacken

Das Museum ist der schwedischen Kinderliteratur gewidmet, insbesondere der Autorin Astrid Lindgren und gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Dementsprechend trifft man hier Figuren wie Pippi Langstrumpf, Ronja Räubertochter oder Karlsson vom Dach. Für den kleinen Oskar war das ein Highlight unserer Reise. Aber auch für uns Erwachsene war es eine tolle Erfahrung sich in die Welt dieser Kindergeschichten zu versetzen. Direkt beim Betreten des Museums fühlt man sich wie in einer anderen Welt. Da wäre man gerne selber wieder Kind! Der Märchenzug „Sagotåget“ ist besonders legendär. Wir wollten diese wunderbare Fantasiewelt gar nicht mehr verlassen! Ein Besuch in der Villa Kunterbunt durfte natürlich nicht fehlen. Hier befinden sich ein Restaurant, ein Buchladen und ein kleines Theater. Wir hatten vollkommen die Zeit vergessen, aber unsere Reiseleitung holte uns zurück in die Realität und nahm uns mit zum Schiff. Unser kleiner Oskar nutzte den Aufenthalt, um das gesamte Gelände zu erkunden und die vielen Spiel- und Tobemöglichkeiten zu nutzen. Da ist ja klar, wer am Ende des Tages total müde ins Bett fiel!
Einziger Nachteil waren die Zahlungsmöglichkeiten, da wir leider keine Kronen bei uns hatten und auch nicht mit EC-Karte bezahlen konnten. Somit gab es leider kein Eis für unseren Oskar.

20180607_201452_der kleine Oskar verabschiedet sich von Stockholm

Am Nachmittag trafen wir uns alle wieder auf dem Schiff und tauschten uns über die verschiedenen Ausflüge aus. Wieder beisammen, genossen wir noch einmal den Ausblick auf die Schären beim Auslaufen.

Ein besonders schöner Abschluss war der tolle Sonnenuntergang, der den gesamten Himmel orange färbte.

Jörg und Margitta Arndt

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