Welterbe-Blog

Der Suezkanal

Mit dem heutigen Tag geht es immer weiter Richtung Europa. Nur noch der Suezkanal trennt uns vom Mittelmeer. Pünktlich um 3 Uhr unsere MS Albatros am südlichen Ende des Suezkanals und wartet auf seine Einreihung in den Konvoi. Kurz nach 5 Uhr war es dann soweit und die Fahrt durch den Suezkanal konnte beginnen. dabei durfte unser Schiff an der Spitze fahren.

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Sonnenaufgang beim Start

Die Abstände zwischen den einzelnen Schiffen betragen ca. 1,5 Seemeilen. Während am Anfang der Durchfahrt vom Süden in den Norden die Landschaft meist aus Sand bestand, so änderte sie sich allmählich. Immer weiter gegen Norden wird sie grüner und kleiner Städten tauchen am Wegesrand auf. Zwischen durch wird noch die Sueskanal Brücke durchquert, welche über den Suezkanal gespannt ist. Wenn man das nördliche Ende des Suezkanals erreicht, so trifft man auf den Hafen Port Said. Hier nahmen wir Gäste eines Überlandausfluges vom Schiff wieder auf und machten uns nun auf ins Mittelmeer.

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Sueskanal Brücke

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Der schleusenlose Suezkanal hat eine Gesamtlänge von 171 km. Er ist 100 bis 160 m breit und hat eine Tiefe von 11 bis 15 m. Befahren wird der Kanal in Konvois von 20 und mehr Schiffen. Hierbei fahren die Passagierschiff meist an vorderer Stelle. Die Konvois starten 2 mal täglich in Suez (südliches Ende) und Port Said (nördliches Ende). Hierbei fahren alles Schiffe mit einem Lotsen. Ägypten verwaltet die Wasserstraße und ist die drittgrößte Deviseneinnahmequelle des Landes. Die Durchfahrt beträgt ca. 12 Stunden.

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Port Said

 

Mein Fazit:

Die Landschaft links und rechts ist nicht besonders erwähnenswert, aber es ist doch mal sehr interessant eine Fahrt durch den Suezkanal mitzuerleben.

 

 

Sharm el-Sheikh/ Ägypten

Sharm el-Sheikh liegt auf der Sinai-Halbinsel am Roten Meer mit Blick auf die Straße von Tiran an der Mündung des Golfes von Aqaba. Die strategische Bedeutung führte zu seiner Umwandlung von einem Fischerdorf in eine wichtige Hafen- und Marinebasis für Ägypten. Seit 1982 unternahm die ägyptische Regierung eine Initiative, um die weitere Entwicklung der Stadt zu fördern. Ausländische Investoren trugen zu einer Flut von Bauprojekten bei, sodass es zu einem Tourismuszentrum mit rund 70.000 Einwohnern heran wuchs. Entlang der Küste vor der Stadt befinden sich mehrere bedeutende Tauchgebiete. Um das empfindliche Ökosystem im Roten Meer zu schützen, wurde an der südlichsten Spitze der Sinai –Halbinsel der Ras-Mohammed Nationalpark eingerichtet, der nur mit offizieller Genehmigung betreten werden darf.

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Moschee in Sharm el-Sheikh

Das Stadtzentrum von Sharm el-Sheikh ist ca. 2 km vom Hafen entfernt. Hält man sich am Ausgang nordöstlich, gelangt man an der Küste, welche von Hotels mit deren Stränden gesäumt ist, ins Zentrum. Hier befindet sich der Old Market (Alter Markt) welcher verschiedene Gastronomin und Einkaufsmöglichkeiten bietet, sowie eine riesige Moschee, welche aber nicht von innen besichtigt werden kann. Ansonsten lädt Sharm el-Sheikh und seine Umgebung zu Wassersportangeboten und Baden ein.

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Old Market in Sharm el-Sheikh

Nach einem kleinen Spaziergang über den Old Market und der Besorgung von Kleinigkeiten, machte ich mich aufgrund der zuvor zwei langen und anstrengenden Ausflügen wieder zum Schiff.

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Rund um den Old Market

Mein Fazit:

Wer Wassersport und Baden mag, ist hier gut aufgehoben. Ansonsten hat die Stadt nicht viel zu bieten.

Die heilige Stadt Jerusalem – Eilat/ Israel

Der heutige Hafen Eilat in Israel liegt nur 10 km von Aqaba entfernt. Dennoch benötigten wir mehrere Stunden um dort hinzukommen. Aufgrund der politischen Situation ist es notwendig, ein wenig auf dem Meer zu kreuzen, bevor in Israel angelegt werden konnte.

Israel ist vor allem für seine Vergangenheit bekannt. Das in der Bibel als Ort, wo Milch und Honig fließt, beschrieben Land, fasziniert Besucher von heute nicht nur durch die Vielfalt von Völkern, Sitten und Religionen, sondern auch durch seine abwechslungsreiche Landschaft. Im Herzen der facettenreichen Nation erhebt sich aus den goldenen Hügeln von Judäa die alte Stadt Jerusalem, die die Menschen unweigerlich in ihren Bann zieht und für Juden, Muslime und Christen eine geheiligte Stätte darstellt. Vom Schiff aus wurde ein Ausflug in diese Stadt angeboten. Auch die 14 Stunden schreckten mich nicht ab, diesen Ausflug zu buchen.

Schon in der Frühe um 6:30 Uhr begann der Ausflug. Als erstes mussten wir die Einreiseformalitäten, durch persönliches Erscheinen bei den Behörden sowie umfangreiche Sicherheitskontrollen hinter uns bringen. Diese dauerten ca. 1 Stunde und im Anschluss konnte es endlich losgehen. Durch eine abwechslungsreiche Landschaft von Wüste und Bergen aus Sandstein über das Tote Meer und durch das Westjordanland, erreichten wir nach 4 ½ Stunden Fahrzeit Jerusalem. Schon am Eingang zur Stadt spürte man das besondere Flair.

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Vom Ölberg mit Blick auf Jerusalem

Wir durchfuhren das muslimische Viertel und machten unseren ersten Stopp auf dem Ölberg. Von hieraus genießt man einen atemberaubenden Ausblick auf die Altstadt, den Felsendom und den Tempelberg. Vor allem der älteste und wohl größte jüdische Friedhof der Welt liegt hier einem zu Füßen. Am Unteren Hang des Berges befinden sich mehrere neuere Sakralbauten, so die russisch-orthodoxe Kirche der Maria Magdalena mit den sieben Zwiebeltürmen und das Mariengrab. Gegenüber befindet sich der Garten Gethsemane, wo Jesus seine letzten Stunden verbrachte. Dies sollte unser nächster Stopp sein. Nach Besichtigung des Gartens und der Kirche ging es nun in die Altstadt von Jerusalem. Diese gehört seit 1981 zum UNESCO Welterbe, aber steht seit 2007 auf der roten Liste. Die mächtigen Mauern sehen fast so wie im 16. Jh. aus und besitzen 8 Tore.

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Park Gethsemane

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Kirche am Park Gethsemane

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Eingang zur Altstadt von Jerusalem

Zu Beginn des Rundganges durchliefen wir das armenische Viertel.  Die Armenier leben seit dem 4. Jh. hier und waren die erste Nation, welche offiziell das Christentum angenommen hatten. Nach einer kleinen Stärkung ging es weiter ins christliche Viertel, wo sich die Via Dolorosa befindet. Diese bedeutendste heilige Stätte des Christentums, welche aus den 14 Stationen des Leidenswegs Christi besteht, schlängelt sich durch die Altstadt bis zur Grabeskirche, wo sich die 5 letzten Stationen befinden. Diesen Weg gingen wir ein kleines Stück nach und stießen dann auf die Grabeskirche, welche 614 von den Persern niedergerissen und in den Glaubenskriegen mehrmals aufgebaut und wieder zerstört wurde. Das Innere spiegelt die Glaubensvielfalt von 6 Konfessionen wieder.

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Via Dolorosa

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Via Dolorosa

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Grabeskirche

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Innenansicht der Grabeskirche

Von dort aus machten wir uns weiter auf in das jüdische Viertel. Hier wohnen viele Rabbiner mit ihren Familien sowie Jeschiwa Studenten. Dort erreichten wir nach einer Sicherheitskontrolle die Westmauer. Sie ist das letzte  Überbleibsel des zweiten Tempels. An der davon übrig gebliebenen Mauer, auch als Klagemauer bezeichnet, beten Juden aus aller Welt. Frauen auf der linken und Männer auf der rechten Seite. Männer sowie Besucher, die direkt an die Klagemauer möchten, müssen eine Kippah tragen.

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Klagemauer

Zum Schluss geht es noch vorbei am Felsendom mit der silbrigen Kuppel gekrönte El-Aqsa-Moschee, welche im 8. Jh. errichtet wurde. Anschließend nahem wir unseren Rückweg in Angriff und kamen nach knapp 4 Stunden wieder in Eilat bei unserer MS Albatros an.

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El-Aqsa-Moschee

 

Mein Fazit:

An diesem besonderen Ort merkt man die Weltreligionen hautnah und kann die Geschichte sehr schön nachvollziehen. Die Besonderheit von Jerusalem wird einem vor allem durch die hohen Sicherheitskontrollen und –vorkehrungen bewusst. Die Besuche der geschichtsträchtigen Orte waren sehr beeindruckend und man bekommt Lust mehr über diese Stadt zu erfahren. Abgerundet wurde der Besuch mit dem überwältigenden Ausblick vom Ölberg.

Ein Besuch von Jerusalem ist absolut Pflicht und das natürlich für mehrere Tage, um alles noch besser kennenzulernen. Darüber hinaus muss ich sagen, dass dieses Land sehr aufregend ist und man gerne mehr darüber erfahren möchte.

Die Felsenstadt Petra – Aqaba/ Jordanien

Der Golf von Aqaba ist eine schmale Verlängerung des Roten Meeres zwischen der ägyptischen Sinai Halbinsel im Westen und Saudi Arabiens im Osten. Am Nordende liegt Aqaba, Jordaniens einziger Seehafen. Die Stadt erstreckt sich vor einer imposanten Gebirgskulisse. Nur 10 km entfernt liegt der israelische Ort Eilat. Die Grenze der beiden Länder verläuft entlang der Senke des Wadi Araba durch eine bis ans Tote Meer reichende Wüstenlandschaft. Einst war Aqaba durch seinen Fischbestand ein Handelsknotenpunkt, doch heute hat es sich zu einem Industriezentrum entwickelt, in dem rund 200.000 Einwohner leben. Neben vielen Sehenswürdigkeiten in und um Aqaba wie zum Beispiel das Wadi Rum oder der Aqaba Marine Park stand für mich fest, dass ich die Felsenstadt Petra besuchen möchte, welches seit 1986 zum UNESCO Welterbe zählt.

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Fahrt durch die Berge und Wüste Jordaniens

Diese liegt rund 100 km nordöstlich von Aqaba und erreichten wir nach gut 2 Stunden Fahrzeit. Die antike Felsenstadt der Nabatäer stand vom 2. Jh. v. Chr. bis zum frühen 4. Jh. n. Chr. in voller Blüte. Der reiche und mächtige Volksstamm kontrollierte damals die Handelswege zwischen Südarabien und dem Mittelmeerraum. Übriggeblieben sind bis heute von diesem großen Reich Hunderte von prächtigen Höhlengräbern und Tempeln, von denen die meisten in die rosaroten Sandsteinwände gehauen wurden.

Vom Besucherzentrum aus geht es über einen Schotterweg in Richtung der Felsenstadt. Nach ca. 500 Meter auf diesem Weg findet man auf der rechten Seite ein kleines Unterstellhäuschen. Dort kann man eine Pferdekutsche buchen.  Platz ist in dieser für 2 Personen plus dem Fahrer. Die Bezahlung ist Verhandlungssache. Hierbei kann ein Richtpreis von 30,- € für 2 Personen Hin- und Rückfahrt zzgl. 5,- € Trinkgeld angenommen werden. Für die Rückfahrt wird mit dem Fahrer, welcher an seiner Kutsche eine Nummer hat, eine Zeit ausgemacht. Wie der Endpunkt bei der Hinfahrt ist auch der Startpunkt für die Rückfahrt direkt am Schatzhaus. Die Fahrweise der Fahrer ist nichts für empfindliche Mägen und man muss sich ordentlich festhalten, damit man nicht rausfällt. Besonders abzuraten ist vom Reiten mit den Maultieren wie Pferde, Esel oder Dromedare, obwohl diese im Eintrittspreis enthalten sind.

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Pferdekutschen in Petra

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Schotterweg zum Eingang des Engpass Bab as-Siq

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Gräber und Triklinium am Rande des Schotterweges

Nun aber zurück zu den sportlichen Besucher von Petra, die den gesamten Weg zu Fuß bestreiten wollen. Vom Pferdekutschhäuschen sind es noch einmal knapp 1 km bis zum langen Engpass Bab as-Siq. Auf dem Weg dorthin findet man die ersten Gräber und Triklinium bevor links und rechte nebeneinem die Felswände in den Himmel ragen. Der Gang wird immer enger und die Felsen kommen einem bedrohlich nahe. Im Zusammenspiel mit der Sonne ergeben sich wunderbare Motive. Sogar die Pferdekutschen kommen hier gerade so durch.

Nach ca. 500 Meter sticht auf einmal das berühmte und wunderschön erhaltene Schatzhaus hervor. Dieser beeindruckende Anblick lässt einen den Atem stocken. Die prächtige Fassade ist mit Säulen, Skulpturen und einer Urne geschmückt. Der Innenraum wirkt durch seinen Sandstein schlicht und war früher ein Begräbnistempel.

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Schatzhaus

Von hier aus geht rechts neben dem Schatzhaus die Schlucht weiter hinunter. Auf der linken Seite findet man eine Felsformation, welche man auch hinaufklettern kann. Dies sollte man unbedingt nutzen, da man von hier aus einen tollen Überblick auf die Schlucht hat. Besonders das Theater, welches mehreren tausend Besuchern Platz bot sowie die mächtigen Bauten am Felsabhang, die sogenannten Königsgräber, welcher aus dem Urnengrab, den Seidengrab und den Palastgrab besteht, stechen einem hier ins Auge. Der Weg dorthin führt über Schotter- und Sandwege sowie Treppenstufen der damaligen Zeit mit unterschiedlichen Höhen.

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auf dem Weg zur Sclucht mit dem Theater und Königsgräbern

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Aussicht vom Fels auf das Theater

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das Theater

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Königsgräber

Für den Rückweg sollte man unbedingt beachten, dass der Weg, so wie man in die Schlucht läuft auch wieder zurück bestritten werden muss. Was man am Anfang nicht direkt wahrnimmt, ist das es ziemlich steil war und somit der Rückweg noch ein wenige anstrengender wird als der Hinweg. Am Besucherzentrum wieder angekommen ging es mit dem Bus zurück nach Aqaba.

Mein Fazit:

Die Felsenstadt Petra muss man besucht haben. Der Engpass Bab as-Siq an sich ist beeindrucken und wenn am Ende das Schatzhaus in die Höhe ragt, bleibt einem der Atem weg. Auch beim Theater und den Königsgräbern gibt es eine Menge zu entdecken. Vor allem wenn man sehr gut zu Fuß ist und  klettern mag, ist das ein Muss. Wer als die Felsenstadt in seiner ganzen Vielfalt entdecken möchte, sollte sich hierfür unbedingt mindestens 3 Tage zeitnehmen.

Hurghada / Ägypten

Nach insgesamt unfreiwilligen 7 Seetagen am Stück, erreichten wir am heutigen Tage unseren Ersatzhafen Hurghada in Ägypten. Da wir aus dem Gebiet von Mauritius, La Reunion, Seychellen und Madagaskar (wo wir wegen des Pestausbruches nicht angelegt haben) kamen, versagte uns die Gesundheitsbehörde des Omans das Anlegen. So fuhren wir also direkt von den Seychellen nach Hurghada. Dies ist das größte ägyptische Touristenzentrum am Roten Meer. Neben den 160.000 Einwohnern kommen jedes Jahr rund 4 Mio. Besucher in diese Stadt. Vor allem für Wassersportler ist dieser Ort sehr interessant.

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Schon beim Verlassen des Schiffes merkte man die hohen Sicherheitsvorkehrungen. Jeder Passagier wurde mehrmals durchleuchtet und abgetastet bevor es zu den Bussen ging. Am Hafenausgang besteht die Möglichkeit nach links, auf der Haupteinkaufsstraße Sheraton Road, welche parallel zur Küste verläuft, in den moderneren Teil von Hurghada zu gehen. Hier findet man Restaurants, Cafés und verschiedene Einkaufsmöglichkeiten sowie die El Mina Moschee.

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Eingang zum Red Sea Aquarium in Hurghada

Wer dagegen am Hafenausgang nach rechts abbiegt, gelangt in die Altstadt. Hier befinden sich eine Vielzahl an Geschäften und Einkaufszentren, Souks (Märkte), traditionelle Teehäuser und die koptische Kathedrale St. Shenouda sowie das Red Sea Aquarium.

Nachdem die Sicherheitskontrollen in 1 Stunde abgeschlossen wurden, war dies auch das erste Ziel unseres Ausfluges. In dem Aquarium findet man die verschiedensten Fische die im Roten Meer vorkommen. Neben Moränen, Steinfisch und Minihaien beeindruckte das kleine Aquarium mit einer bunten Vielfalt an farbenfrohen Fischen. Besonders beim Steinfisch muss man sehr genau hinschauen um diesen zu entdecken.

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Innenansicht der koptischen Kathedrale St. Shenouda in Hurghada

Im Anschluss führte unser Weg nur wenige Minuten weiter zur koptischen Kathedrale St. Shenouda.  Rund 20 % der Ägypter gehören dieser Religion an. Hierzu erzählte unser Guide viele wissenswerte Informationen. Durch die Erläuterungen konnte man sich einige dieser mit Sicherheit gut merken. Nach der Besichtigung der Kirche ging es nun in den neueren und moderneren Teil der Stadt. Besonders hier merkt man, dass die Stadt am Wachsen ist. Viele der Gebäude sind noch nicht fertig und stehen im Rohbau dort. Je nachdem wie das Geld verfügbar ist, erzählte uns der Guide, werden die Häuser fertig gebaut. Auch die Infrastruktur ist am Entstehen, so dass die Straßen teilweise noch nicht vorhanden sind. Wir machten nun einen Stopp an einer Papyrus Manufaktur. Hier erfuhren wir mehr über die Entstehung dieser. Für den, der Interesse hatte, bestand auch die Möglichkeit das ein oder andere zu erwerben.

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El Mina Moschee in Hurghada

Vor dort ging es weiter in die El Mina Moschee, welche im Jahre 2012 fertig gestellt wurde und ein schönes Beispiel moderner arabischer Baukunst verkörpert. Wie in vielen religiösen Stätten müssen einige Bekleidungshinweise beachtet werden. So müssen in dieser Moschee Schultern, Beine und Knie sowie die Haare bei Frauen bedeckt sein. Das Betreten der Moschee fand barfuß bzw. in Socken statt.

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Innenansicht der El Mina Moschee in Hurghada

 

Auch hier erläuterte unser Guide einiges über die Kultur und brachte uns die Sitten und Gebräuche näher.

Zum Abschluss des Ausfluges schlenderten wir durch die Einkaufsstraße Sheraton Road, bevor es wieder zum Schiff zurückging.

 

Mein Fazit:

Wenn man in Hurghada ankommt, merkt recht deutlich, dass man in einer Touristenhochburg ist. Viele kleinere und größere Hotels, welche größtenteils an dem 20 km langen Strand liegen, säumen die Stadt. Überall in Hurghada spürt man den arabischen Einfluss, sieht und merkt man das Wachsen der Stadt. Besonders der Wassersport und das Baden stehen hier auf dem Programm, aber auch kulturinteressierte finden die eine oder andere Sehenswürdigkeit. Wer also ein Mix von beiden sucht, ist hier gut aufgehoben.

Die Inselwelt der Seychellen

Die Route im Indischen Ozean führt weiter Richtung Norden. Hier stößt man mitten im endlosen Ozean auf Inseln mit einem dichten Urwald, feinem Sandstrand mit Kokospalmen und wunderbar bizarren Granitfelsen. Unsere MS Albatros hat die Seychellen erreicht. Diese Inseln besitzt eine beeindruckende Anzahl an Naturschutzgebieten. Mehr als 50 % aller Pflanzen- und Tierarten sind endemisch, d. h. sie kommen also nur hier vor. Die Seychellen haben zwei Wahrzeichen. Zum einen findet man hier die Aldabra Riesenschildkröte sowie die nur hier wachsende Kokosnuss „Coco de mer“, die wegen ihrer Form an einen Popo erinnert.

 

 

Tag 1 –> La Digue

La Digue ist mit 2200 Einwohnern die viertgrößte Insel der Seychellen und kann mit dem Schnellboot sowie Hubschrauber erreicht werden. Kennzeichnend für diese Seychelleninsel sind ihre riesigen Granitformationen, die zum Meer mit den weißen Stränden  hin abfallen. Hier bewegt man sich mit dem Fahrrad, dem Ochsenkarren oder zu Fuß. Alles ist in ca. einer Stunde erreichbar.

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Inselkarte von La Digue

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La Passe auf der Insel La Digue

Vom Schiff aus erreichte ich per Tenderboot den kleineren Ort La Passe. Gleich am Ausgang des Steges findet man auf der rechten Seite die Touristeninformation sowie kleinere Touranbieter, Fahrradverleihe und Souvenirstände. Ich machte mich aber per Fuß auf, diese Insel zu erkunden und bog direkt rechts ab. Dieser Weg führte direkt auf die berühmteste Bucht der Insel, Anse Source d’Argente, welche man von den typischen Postkartenbildern der Seychellen kennt. Nach ca. 1,5 km bzw. 1 Stunde Weg erreicht man aber erst einmal die Domaine de l’union, welcher durchquert werden muss, um an den Strand zu kommen. Auf diesem Gut findet man einen riesigen Kokospalmenwald, eine Korbfabrik, eine Vanilleplantage, eine traditionelle Schiffswerft und einen verlassenen Friedhof. Um diesen sowie den Strand besuchen zu können, muss umgerechnet ein Eintritt von 10 € bezahlt werden.

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Eingang zur Domaine de l’union

Ich folgte daher den Weg weiter ins Inselinnere. Auf den endlosen gut asphaltierten Weg kann man viele Tiere und Pflanzen beobachten, welche in ihrer Form und Farbe faszinierend sind. Durch den größten Teils autofreien Verkehr macht es Spaß die Insel auf gemütliche Art und Weise zu erkunden. Nach knapp 6 km also umgerechnet 3 Stunden hatte ich die Insel gegen den Uhrzeigersinn erkundet.

Lohnenswert und die beste Möglichkeit zum Baden besteht an der Bucht Anse Severe, da hier die Strömung am geringsten ist. Sie befindet sich am Nordwesten der Insel und erreicht man nach ca. 1 km von La Passe aus. Hierzu biegt man am Hafeneingang einfach nach links ab. Ein BBQ Mittagessen des Schiffes rundete den Strandaufenthalt dort ab.

 

 

Tag 2 –> Mahe

Heute ging es auf die Hauptinsel der Seychellen. Auf Mahe mit der Hauptstadt Victoria leben rund 90 % der Einwohner des Landes. Sie ist 155 qkm groß und beheimatet den größten Gipfel des Landes, den 905 m hohen Morne Seychellois. Victoria befindet sich im Osten des Landes und ist eine modern entwickelte kleine Stadt, in welcher 22000 Einwohner leben. Vom internationalen Flughafen aus werden 50 internationale Verbindungen pro Woche abgewickelt. Das überschaubare Zentrum breitet sich rund um den Freedom Square aus.

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Clock Tower am Freedom Square in Victoria auf der Insel Mahe

Ich buchte für heute eine Ganztagestour, welche die komplette Insel beinhaltet. Zu Beginn der Tour machten wir uns vom Hafen aus auf, welcher nur wenige Fußminuten vom Stadtzentrum Victorias entfernt ist. Den ersten Stopp legten wir im Botanischen Garten ein. Bei einem Rundgang erklärte uns die lokale Reiseleiterin die Entstehung der nur hier wachsenden Coco de mer. Diese sieht wie ein Popo aus und kann bis zu 40 kg schwer werden. Der Kaufpreis für so eine Kokosnuss liegt bei rund 300 €. Neben dieser speziellen Kokosnuss findet man hier viele interessante und farbenfrohe Pflanzen. Allgemein ist die Pflanzen- und Tierwelt auf den Seychellen schon alleine ein Besuch wert.

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Botanischer Garten von Victoria auf Mahe

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Palme der Coco de Mer

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Rote Ananas auf den Seychellen

Von hier aus ging es dann weiter in das Stadtzentrum von Victoria. Dort besichtigten wird den berühmten Clock Tower auf dem Freedom Square, der 1903 als Nachbildung von Little Ben gebaut wurde. Bei einem Besuch des Selwyn Clarke Market, der in einer modernen Halle untergebracht ist die an eine chinesische Pagode erinnert, sahen wir diverse Obst- und Gemüsesorten sowie frischen Fisch und Souvenirs. Von dort aus ging es durch die Church Street zur Cathedral oft he Immaculate Conception (Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis). Die Türen und Tabernakel stammen von einem einheimischen Künstler. Gleich nebenan ist das Capuchin House (Haus der Kapuziner) ein wuchtiger Bau mit zahlreichen Balkonen und Arkaden.

Mit dem Bus ging unsere Tour nun ins Landesinnere zum Morne Nationalpark. Über eine kurvenreiche Strecke erklomm der Bus die 300 Höhenmeter. Die Strecke ist gesäumt von Gärten mit Mango-, Papaya- und Brotfruchtbäumen. An den Flanken des Sans Soucis liegt die Mission Lodge, auch als Vanns Town bekannt, einer der historischsten und bedeutsamsten Stätten der Seychellen. Die einstige Farm wurde im späten 19. Jh. von Missionaren in ein Internat für die Kinder von befreiten Sklaven umgewandelt. 1984 wurde es zum Nationaldenkmal erklärt. Darüber hinaus hat man von hier aus einen fantastischen Ausblick auf das Meer. Nur wenige Minuten von dort entfernt befindet sich die Tea Factory, wo neben Tea auch Kaffee verarbeitet wird.

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Eingang zur Mission Lodge

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Überreste der Mission Lodge

Über die Westküste der Insel vorbei an wunderschönen Stränden und Buchten sowie unterschiedlichen Plantagen und Dörfern geht es in den Süden nach Takamaka. Dort nahmen wir unser kreolisches Mittagessen ein und konnten darüber hinaus den herrlichen Strand zu einer kurzen Erfrischung im Meer zu nutzen. Die Fahrt setzten wird dann an der Küstenstraße im Osten weiter fort und gelangten zu der 1870 gegründeten kleinen Plantage Domaine de Val de Pres im Herzen des Craft Village, einem Kunsthandwerksdorf. Dort besichtigten wir den Speisesaal, den Salon und die restaurierten Zimmer des Herrenhauses. Über Victoria ging es wieder zur MS Albatros.

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Herrenhaus auf der Plantage Domaine de Val de Pres im Craft Village

 

Tag 3 –> Silhouette

Am 3. Tag erreichten wir die Insel Silhouette, die drittgrößte Insel der Seychellen. Sie ist 20 qkm groß und beheimatet ca. 130 Einwohner. Wie auch die meisten anderen Inseln ist sie nur schwer zugänglich. Sie ist reich an Naturschönheiten und ist zu 93 % ein Nationalpark. Im Landesinneren findet man seltsam wuchernde Bäume und Pflanzen. Zum Beispiel die fleischfressende Nepenthes pervillei, die nur hier vorkommt. Sie fängt und verdaut Insekten, die als zusätzlicher Dünger dienen. Darüber hinaus kann man auch die Schraubenpalme, Rotholz-, Zopf- und Kapuzinerbäume finden. Aber auch Badefans kommen an den vielen Stränden auf ihre Kosten.

 

Tag 4 –> Praslin

Am letzten Tag auf den Seychellen ging es auf die zweitgrößte Insel des Landes. Praslin ist rund 40 km von der Hauptinsel entfernt und kann wie die anderen Inseln per Boot, Helikopter und Flugzeug erreicht werden. Die Landschaft besteht vorwiegend aus Hügeln, Tälern und von Dschungel bedeckten Ebenen. An der Küste öffnen sich paradiesische Buchten mit weißen Sandstränden und überwältigenden Meeresgründen. Ihren Namen hat sich nicht von Anfang an. Sie hieß vorher Palmeninseln, weil hier im Vallee de Mai der größte Bestand der berühmten Coco de Mer vorkommt.

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Coco de Mer

Mit dem Tenderboot setzte ich nach Baie St. Anne über. In dem kleinen Ort gibt es ein paar Geschäfte sowie Verleihstationen. Von hier aus nahm ich das Hauptziel des Tages, den Nationalpark Vallee de Mai, in Angriff, welches von der UNESCO zum Welterbe erklärt worden ist. Seit 1966 werden hier nur noch einheimische Gewächse gezüchtet und gepflegt. In dem Park schlängen sich Pfade, vor allem aus Jahrmillionen alten Granitblöcken, durch ein Gewirr aus Lianen, Bananenstauden, Zimtbäume, Akazien, Bambus, Takamakas, Jack- und Kapuzienerbäume. Darüber hinaus findet man hier auch die seltene Meereskokospalme sowie die Seychellennusspalmen, deren gefächerte Wedel herrlich anzusehen sind. Aber auch die Tierwelt ist vielfältig vertreten. Dabei konnte ich den seltenen schwarzen Papagei sichten.

Nach diesem wunderschönen Spaziergang durch den Nationalpark machte ich noch einen Abstecher zur Cote d’Or an den Anse Volbert, der im Norden der Insel liegt. Dieser Strand besticht mit einem weißen sehr feinen Sand und türkisklaren Wasser.

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Anse Volbert auf Praslin

Darüber hinaus lohnt sich auch ein Besuch des bekanntesten Strand der Insel, dem Anse Lazio, welcher nordwestlich auf der Insel liegt.

 

Mein Fazit:

Die Seychellen sind ein bezauberndes Fleckchen auf dieser Erde. Besonders Freunde des Badens und Schnorcheln werden sich hier pudelwohlfühlen. Jede Insel hat zahlreiche Strände mit weißen Sand und klaren Wasser zu bieten. Aber auf Grund der Ebbe und Flut sowie der Korallenriffe.

Mauritius

Ein Katzensprung von La Réunion entfernt befindet sich die Insel Mauritius. Hier machen wir unweit der Waterfront von Port Louis fest. Die Insel zeichnet sich vor allem durch seine unzähligen Zuckerrohrfelder und endlosen weißen Sandstränden aus. Die 2000 qkm Insel ist mit knapp 1,3 Mio. Einwohner das am dicht besiedelteste Gebiet der Erde. Die meisten Bewohner der Insel sind Nachkommen von Indern, die nach Abschaffung der Sklaverei hierher geholt wurden. Neben einer chinesischen Gemeinschaft gibt es noch Kreolen, Afrikaner, Franzosen und Madagassen. Wie zu erkennen ist, leben die verschiedensten Religionen hier friedlich zusammen.

 

Tag 1

Zu Beginn meines Aufenthalts auf Mauritius besuchte ich die Hauptstadt Port Louis. Bekanntestes Wahrzeichen der Stadt ist das Blue Penny Museum, welches an der Caudan Waterfront liegt. Hier werden einige der seltensten Briefmarken ausgestellt. Zum einem der Blaue Mauritius, nach dem das Museum benannt ist, sowie der orange-rote One Penny Orange Red. Läuft man die Waterfront weiter findet man ein hochmodernes Gesicht mit Restaurants, Hotels, Kinos, Läden und ein Freizeitzentrum vor.

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Waterfront Port Louis

Von hieraus erreicht man nach kurzen Fußweg den Marche central. Neben verschiedenen Spezialitäten findet man Obst und Gemüse sowie diverse Souvenierstände. Ein Besuch hier ist Pflicht. Besonders wer das Handeln mag, kommt hier auf seine Kosten.

Östlich der Stadt lohnt sich noch ein Besuch der britischen Wehranlage La Citadelle. Von hier aus hat man einen tollen Panoramablick auf die Stadt Port Louis. Vor allem lässt sich von dort auch die bekannte Pferderennbahn besichtigen. Neben der Stadt Port Louis zeichnet sich die Insel durch die alten Kolonialhäuser aus. Eines davon mit seinem schönen Garten besichtigte ich ein paar Kilometer außerhalb der Stadt.

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Panoramablick von der Wehranlage La Citadelle auf Port Louis

 

Tag 2

Wie jede Insel hat auch Mauritius auf der Landschafts- und Naturseite eine Menge zu bieten. So besuchte ich heute die Ile aux Aigrettes. Diese Insel ist von Port Louis quer durch die Hochebene des Landes in ca. 1 h zu erreichen. Es wurde zum Naturschutzgebiet erklärt, mit dem Ziel, diese wieder in den ursprünglichen Zustand zu versetzen, um einige besondere Tierarten wie der Aldabra-Riesenschildkröte zu schützen. Neben dieser Schildkröte, welcher man sehr nahe kam, konnten noch einige Vogelarten sowie die schöne Natur bewundert werden.

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Ile aux Aigrettes

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Riesenschildkröte auf der Ile aux Aigrettes

Von dort aus ging es weiter in die Stadt Mahebourg. Hier stand ein Besuch des Nationalmuseums an, welches in dem aus dem 18. Jh. stammenden französischen Kolonialgebäude untergebracht ist. Es schildert die wichtigsten Epochen der Kultur- und Sozialgeschichte der Insel. Angefangen von der Entdeckung durch die Niederländer, der französischen Besiedlung, dem napoleonischen Kriegen und der englischen Herrschaft. Viele Gegenstände stammen aus gesunkenen Schiffen.

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Nationalmuseum in Mahebourg

Auf dem Rückweg quer durch Zuckerrohrplantagen stand noch ein Besuch einer Rumdestillerie an. Hier werden neben dem Rum in verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Vanille, Kokosnuss, Kaffee usw. auch Zuckerrohr produziert. Diese konnte natürlich ausführlich verkostet werden.

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vorbei an Plantagen zur Rumdestillerie

 

Tag 3

Für einen Aufenthalt im indischen Ozean darf natürlich auch ein Tag am Strand nicht fehlen. Daher führte mich der Weg heute auf die traumhafte Insel Ile des Deux Cocos. Diese befindet sich auch am südöstlichen Ende Mauritius. Nach einer knappen Stunde Fahrt von der Hauptstadt ging es mit einem kleinen Motorboot auf die Insel. Hier begrüßte mich ein strahlend blauer Himmel mit Sonnenschein, was den Tag natürlich abrundete. Mehr möchte ich dazu nicht schreiben und einfach Bilder sprechen lassen.

 

Mein Fazit:

Wie auch La Réunion hat Mauritius vielfältige Seiten. Von einer schönen, weltoffenen Hauptstadt über eine bezaubernde Landschaft bis hin zu perfekten Stränden ist für jeden Besucher was dabei. Diese Insel muss man gesehen haben.