Der heilige Berg Fuji

Die bisherige Tour ist schon von mehreren Eindrücken geprägt. Doch die kommenden zwei Tage sollten den absoluten Höhepunkt bringen. Es soll nichts Geringeres als der Fuji-San, der heilige Berg der Japaner, bestiegen werden. Hierfür machen wir uns am Mittag vom Tokioter Busbahnhof auf um bis zur 5. Bergstation auf 2305 Meter zu fahren. Ein offizieller Aufstieg auf den Berg ist nur zwischen Anfang Juli und Ende August erlaubt. In den anderen Zeiträumen ist der Weg zu beschwerlich und die Berghütten werden zu der Zeit nicht betrieben.

An der 5. Bergstation angekommen macht sich unsere Gruppe bereit für den Aufstieg. Hierfür sollten aber einige Dinge vorher beachtet werden. Aufgrund der Höhe sollte man kleidungstechnisch nach dem Zwiebelschalenprinzip vorgehen. Seine Ausdauer und Kraft besonnen einteilen, was Besonderes auf knapp 4000 m Höhe wichtig ist. Darüber hinaus sollten alle nötigen Verpflegungsmaterialien (Riegel, Trinken usw.) vorher besorgt werden. Ein Kauf ist unterwegs möglich, aber zu überteuerten Preisen. Der produzierte Müll muss selbst gesammelt und wieder mit runtergebracht werden, da keine Mülleimer auf dem Weg vorhanden sind. Für Individualtouristen ist eine Reservierung für eine der Berghütten zwingend erforderlich. Ansonsten kann es zu der Zeit des offiziellen Aufstieges eng werden. Denn man sagt, dass jeder Japaner einmal in seinem Leben den Fuji-San erklommen haben sollte.

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Nach diesen ganzen Informationen wollen wir uns allmählich an den Aufstieg machen. Die ersten hundert Meter verlaufen noch recht sanft doch anschließend wird es immer steiler und sogar die ein oder andere Stelle muss erklommen werden. Je weiter der Aufstieg geht umso dünner wird nun auch die Luft. Wer diese Höhen noch nicht mitgenacht hat, wird zu Beginn erst einmal überrascht sein. Als ungeübter Bergsteiger komme ich doch recht gut voran und komme nach knapp 4 Stunden auf unserer Bergstation auf einer Höhe von 3000 Meter an. Die erste Anstrengung ist aber schon schnell verflogen als man die Aussicht erblickt. Mit der Zeit treffen auch meine Mitreisenden ein, so dass wir um 20 Uhr unser einfaches Abendessen einnehmen können. Kurz danach heißt es auch langsam zu Ruhe kommen. Dicht aneinander gereiht in Schlafsäcken heißt es ein paar Stunden Kraft sammeln. Denn um 0 Uhr klingelte schon der Wecker. Des heutigen Tages Ziel ist um 4 Uhr auf dem Gipfel des Berges um den Sonnenaufgang zu genießen.

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Kurz gewaschen und das Frühstück noch zu uns genommen und schon ging es weiter mit dem Aufstieg. In der vollkommenen Dunkelheit ist noch einmal ein wenig mehr Aufmerksamkeit gefordert. Doch die vielen Stirnlappen weisen einen recht gut den Weg. Man kann sich gar nicht vorstellen wie voll es schon um diese Zeit auf dem Berg ist. Alle Personen laufen quasi wie auf einer Perlenschnur aufgereiht hintereinander her. Da es aber wichtig ist seinen eigenen Rhythmus zu finden besteht auch die Möglichkeit auszuscheren. Doch dies erledigt sich meist nach wenigen Metern. Aufgrund der Höhe benötigt man öfter eine Pause und kurz danach reiht man sich meist wieder hinter den Personen ein, die man kurz vorher überholt hatte. Stück für Stück komme ich dem Gipfel näher und erreichte diesen auf knapp 3800 m dann kurz nach 3 Uhr. Bei dem Fuji San handelt es sich eigentlich um einen ruhenden Vulkan mit geringem Ausbruchsrisikos. Der letzte Ausbruch erfolgte 1707 und schleuderte eine Aschewolke bis fast nach Tokio, dem ehemaligen Edo. Daher erkundigte ich noch das Gebiet auf dem Gipfel mit dem Vulkankrater. Der anschließende Sonnenaufgang entschädigt natürlich für die kurze Nacht und den Aufstieg.

Auf einen anderen entspannteren Weg geht es danach wieder runter auf die 5. Station, wo sich unsere Gruppe versammelte. Hierfür sollte man rund 4 Stunden einplanen. Unsere Rückfahrt nach Tokio führte über Kamakura, wo wir den großen Buddha besichtigten. Er stammt aus dem Jahre 1252 und hat eine Höhe von 13,3 m, womit er der zweithöchste Buddha Japans ist. Sein Gewicht wird auf ca. 93 Tonnen geschätzt. Durch den Anstrengenden Aufstieg und der kurzen Nacht machten wir uns als bald auf nach Tokio. Doch die Megametropole begrüßte uns mit einem langen Stau. Wir nehmen quasi alles mit :-).

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