Die heilige Stadt Jerusalem – Eilat/ Israel

Der heutige Hafen Eilat in Israel liegt nur 10 km von Aqaba entfernt. Dennoch benötigten wir mehrere Stunden um dort hinzukommen. Aufgrund der politischen Situation ist es notwendig, ein wenig auf dem Meer zu kreuzen, bevor in Israel angelegt werden konnte.

Israel ist vor allem für seine Vergangenheit bekannt. Das in der Bibel als Ort, wo Milch und Honig fließt, beschrieben Land, fasziniert Besucher von heute nicht nur durch die Vielfalt von Völkern, Sitten und Religionen, sondern auch durch seine abwechslungsreiche Landschaft. Im Herzen der facettenreichen Nation erhebt sich aus den goldenen Hügeln von Judäa die alte Stadt Jerusalem, die die Menschen unweigerlich in ihren Bann zieht und für Juden, Muslime und Christen eine geheiligte Stätte darstellt. Vom Schiff aus wurde ein Ausflug in diese Stadt angeboten. Auch die 14 Stunden schreckten mich nicht ab, diesen Ausflug zu buchen.

Schon in der Frühe um 6:30 Uhr begann der Ausflug. Als erstes mussten wir die Einreiseformalitäten, durch persönliches Erscheinen bei den Behörden sowie umfangreiche Sicherheitskontrollen hinter uns bringen. Diese dauerten ca. 1 Stunde und im Anschluss konnte es endlich losgehen. Durch eine abwechslungsreiche Landschaft von Wüste und Bergen aus Sandstein über das Tote Meer und durch das Westjordanland, erreichten wir nach 4 ½ Stunden Fahrzeit Jerusalem. Schon am Eingang zur Stadt spürte man das besondere Flair.

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Vom Ölberg mit Blick auf Jerusalem

Wir durchfuhren das muslimische Viertel und machten unseren ersten Stopp auf dem Ölberg. Von hieraus genießt man einen atemberaubenden Ausblick auf die Altstadt, den Felsendom und den Tempelberg. Vor allem der älteste und wohl größte jüdische Friedhof der Welt liegt hier einem zu Füßen. Am Unteren Hang des Berges befinden sich mehrere neuere Sakralbauten, so die russisch-orthodoxe Kirche der Maria Magdalena mit den sieben Zwiebeltürmen und das Mariengrab. Gegenüber befindet sich der Garten Gethsemane, wo Jesus seine letzten Stunden verbrachte. Dies sollte unser nächster Stopp sein. Nach Besichtigung des Gartens und der Kirche ging es nun in die Altstadt von Jerusalem. Diese gehört seit 1981 zum UNESCO Welterbe, aber steht seit 2007 auf der roten Liste. Die mächtigen Mauern sehen fast so wie im 16. Jh. aus und besitzen 8 Tore.

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Park Gethsemane

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Kirche am Park Gethsemane

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Eingang zur Altstadt von Jerusalem

Zu Beginn des Rundganges durchliefen wir das armenische Viertel.  Die Armenier leben seit dem 4. Jh. hier und waren die erste Nation, welche offiziell das Christentum angenommen hatten. Nach einer kleinen Stärkung ging es weiter ins christliche Viertel, wo sich die Via Dolorosa befindet. Diese bedeutendste heilige Stätte des Christentums, welche aus den 14 Stationen des Leidenswegs Christi besteht, schlängelt sich durch die Altstadt bis zur Grabeskirche, wo sich die 5 letzten Stationen befinden. Diesen Weg gingen wir ein kleines Stück nach und stießen dann auf die Grabeskirche, welche 614 von den Persern niedergerissen und in den Glaubenskriegen mehrmals aufgebaut und wieder zerstört wurde. Das Innere spiegelt die Glaubensvielfalt von 6 Konfessionen wieder.

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Via Dolorosa

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Via Dolorosa

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Grabeskirche

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Innenansicht der Grabeskirche

Von dort aus machten wir uns weiter auf in das jüdische Viertel. Hier wohnen viele Rabbiner mit ihren Familien sowie Jeschiwa Studenten. Dort erreichten wir nach einer Sicherheitskontrolle die Westmauer. Sie ist das letzte  Überbleibsel des zweiten Tempels. An der davon übrig gebliebenen Mauer, auch als Klagemauer bezeichnet, beten Juden aus aller Welt. Frauen auf der linken und Männer auf der rechten Seite. Männer sowie Besucher, die direkt an die Klagemauer möchten, müssen eine Kippah tragen.

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Klagemauer

Zum Schluss geht es noch vorbei am Felsendom mit der silbrigen Kuppel gekrönte El-Aqsa-Moschee, welche im 8. Jh. errichtet wurde. Anschließend nahem wir unseren Rückweg in Angriff und kamen nach knapp 4 Stunden wieder in Eilat bei unserer MS Albatros an.

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El-Aqsa-Moschee

 

Mein Fazit:

An diesem besonderen Ort merkt man die Weltreligionen hautnah und kann die Geschichte sehr schön nachvollziehen. Die Besonderheit von Jerusalem wird einem vor allem durch die hohen Sicherheitskontrollen und –vorkehrungen bewusst. Die Besuche der geschichtsträchtigen Orte waren sehr beeindruckend und man bekommt Lust mehr über diese Stadt zu erfahren. Abgerundet wurde der Besuch mit dem überwältigenden Ausblick vom Ölberg.

Ein Besuch von Jerusalem ist absolut Pflicht und das natürlich für mehrere Tage, um alles noch besser kennenzulernen. Darüber hinaus muss ich sagen, dass dieses Land sehr aufregend ist und man gerne mehr darüber erfahren möchte.

One Comment on “Die heilige Stadt Jerusalem – Eilat/ Israel

  1. Danke !

    „Christ ist erstanden!
    Freude dem Sterblichen,
    Den die verderblichen,
    Schleichenden, erblichen
    Mängel umwanden…“

    Gefällt mir

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