Welterbe pur in Nara und Arashijama

Die Kansai Region hat eine Menge an interessanten Städten wie zum Beispiel Nara zu bieten. Mit der Regionallinie geht es in die 40 Kilometer nördlich von Kyoto gelegenen Ort, welcher auch als Wiege Japans bezeichnet wird. Nara war bis zum Ende des 8. Jahrhunderts die erste kaiserliche Hauptstadt. Die Stadt besticht durch seine Mischung aus Dorfflair, Park und seinen unzähligen Sehenswürdigkeiten, wovon einige zu den UNESCO Weltkulturerben gehören. Vom Bahnhof geht es moderat hoch und vorbei an dem Kofukuji Tempel der 710 erbaut wurde. Er sollte als Gegenspieler zum Todaiji Tempel stehen wurde aber im Laufe der Jahrhunderte mehr und mehr zerstört. Heute steht nur noch die fünfstöckige Pagode aus dem Jahre 1426. Von hieraus geht es weiter in den angrenzenden Nara Park, der die Stadtmitte bildet. Auf dem über 8 qkm großen Gelände befinden sich zahlreiche Tempel und Museen die die japanische Geschichte beleuchten. Neben diesen Sehenswürdigkeiten ist der Park auch für seine 1200 zahmen Rehe und Hirsche bekannt und wird auch Hirschpark genannt. An Ständen können Besucher Futter für die Tiere kaufen und sie aus ihren Händen essen lassen. Dabei sollte man aber achtgeben, da die Tiere auch unbeobachteten Moment nutzen. Mit diesem tollen tierischen Erlebnis geht es weiter durch den Park zum Todaiji Tempel.

Beeindruckend wirkt hier die große Haupthalle mit ihren Ausmaßen von 57 m länge, 50 m breite sowie 49 m höhe und ist damit das größte Holzgebäude der Welt.  Für dessen Bau im Jahre 728 wurden 26 000 Bäume genutzt. In mitten der Haupthalle befindet sich eine große bronze Buddha-Statue (die Nara Daibutsu) mit einer Höhe von 16,2 m und einem Gewicht von 25 Tonnen. Auffallend sind die unterschiedlichen Farbverläufe des Buddhas, was auf die Brände und Rekonstruktion zurückzuführen sind. Das älteste Bestandteil ist 1250 Jahre alt. Weiterhin befinden sich in der Halle kleinere Buddhas mit einer Höhe bis zu 3 Metern, wirken aber je nach Blickwinkel gleichgroß mit dem großen Buddha. Neben einer Miniaturnachbildung des Todaiji Tempels, welches von Straftätern angefertigt werden musste, befindet sich auch eine Säule mit einer Öffnung. Wer sich durch die Säule schlängelt, der soll dem Glauben nach ein gutes Jahr haben und der Erleuchtung ein Stück näher kommen.

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Neben der Haupthalle befinden sich auf dem Gelände zwei weitere kleinere Hallen, welche Buddha Skulpturen beheimatet und für Festivals genutzt werden. Von dort hat man einen schönen Blick über Nara.

 

Am nächstem Tag ging es in den westlichen Teil des Großraumes Kyotos. Vom Hauptbahnhof geht es mit der JR Linie nach Arashijama. Die Gegend wurde schon sehr früh um 800 n. Ch.  durch seine schöne Natur und Landschaft bewundert und ist heute einen Anziehungsort für Touristen als auch Einheimische. Daher sollte man ziemlich zeitig dort ankommen um die großen Besucheranstürme zu entkommen. Vor allem sollten das Wochenende als auch Feiertage vermieden werden.

Vom Bahnhof aus machen wir uns durch die engen Gassen auf den Weg zum Bambuswald. Dort angekommen wird man von Beginn an in seinen Bann gezogen. Die über zehn Meter hohen Bambusbäume lassen einen ziemlich klein vorkommen. Der Weg führt mitten durch den Wald und die Bambussereihen sich dicht an einander. Wenn das Wetter an dem Tag mitspielt ergeben sich tolle Farbspiele und Fotomotive für den Besucher. Nachdem wir den sprichwörtlichen Märchenwald durchschritten haben, gelangen wir zum Tenryu Tempel.

Er ist einer der fünf großen Zentempel von Kyoto und erlangte seine Bedeutung im 14. Jahrhundert. Durch seine Gartenarchitektur schmiegt er sich hervorragend in die Landschaft ein und gilt als Meisterwerk des Karesansui Stils. Wie viele Sehenswürdigkeiten in Kyoto gehört auch dieser Tempel zum UNESCO Weltkulturerbe. Der 1339 Tempel gibt einen schönen Blick auf den Berg Arashijama, welchen wir als nächste in Angriff nehmen werden.

Über die Togetsukyo Brücke gelangen wir an den Fuße des besagten Berges. Diese ist bei vielen viel mehr unter dem Namen Affenberg bekannt. Seit 1954 sind hier 150 Makaken Affen heimisch welche von der Forschungsabteilung der Universität von Kyoto gefüttert und beobachtet werden. Aufgrund der Gewöhnung an Menschen, sollte man sich die Hinweisschilder zu Beginn durchlesen. Da heißt es, das sie nicht gefüttert und berühret sowie der Augenkontakt vermieden werden sollte.Der Aufstieg zum Berg dauert je nach körperlicher Verfassung und Wahl des Weges um die 20 bis 30 Minuten. Oben angekommen, hat man einen tollen Blick über die Stadt Kyoto. Nachdem man den Ausblick genossen hat steht auf dem Berg ein Gehege, von welchem man aus die Affen füttern kann. Das Futter kann man dort für ca. 100 Yen erwerben. Hier könnte man sich einige Stunden aufhalten und die Atmosphäre genießen. Vor allem für Kinder ist diese Attraktion eine tolle Gelegenheit die Affen näher zu kommen.

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Wieder am Fuße des Affenberges angekommen geht es über die Hauptstadße vorbei an dieversen Läden und Restaurants zurück zum Bahnhof.

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