Die Hauptstadt Pjöngjang

Für den vierten Tag der Reise durch Nordkorea steht heute dessen Hauptstadt Pjöngjang im Mittelpunkt. Auf den Straßen der Stadt ist schon eine Menge los in dem sich morgendliche Sportgruppen sowie Übungsgruppen für die Feierlichkeiten versammeln. Für mich geht es vorbei am größten Stadion des Landes, dem Stadion 1. Mai mit einem Fassungungsvermögen von mehr als 100.000 Zuschauern in Richtung des Kumsusan Gedenkpalast.

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Fahnenappell am Morgen in der Hauptstadt

Hierfür ist elegante Kleidung vorgeschrieben. Vor Ort habe ich aber feststellen müssen, dass jeder Reiseleiter dies unterschiedlich für sich und seine Gruppe/ Touristen auslegt. Bevor es nun in den Gedenkpalast geht, mussten noch alle Gegenstände aus den Taschen usw. entfernt werden, damit befreit und nur selbst als Person hineingeht. Bei diesem Kumsusan Gedenkpalst handelt es sich um das Mousuleum von Kim Il Sung und Kim Jong Il in dem die einbalsamierten Leichnamen der beiden handelt. Wie überall in Sehenswürdigkeiten ist der Palast blitzblank und darf nur mit Schuhüberziehern betreten werden. Das betreten der Räumlichkeiten ist bestimmten Abläufen unterlegen. Dies beinhaltet ein andächtiges und schweigsames Verhalten sowie das dreimalige Verneigen vor den Leichnamen. Jeweils einmal von links, von rechts und vor seinen Füßen. In den Nebenräumen des Palastes sind internationale Geschenkgaben ausgestellt. Zum Abschluss führte noch ein Spaziergang über den großzügig  angelegten Platz des Palastes, welcher für Familienfotos sehr gerne genutzt wird.

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Mousuleum von Kim Il Sung und Kim Jong Il

Im nachfolgenden geht es in den nördlichen Teil Pjöngjangs, wo sich der Berg Taesong befindet, auf dem sich der Friedhof der Märtyrer der Revolution 1975 eröffnet wurde. Erreichen tut man diesen über mehr als 500 Granitstufen. Der Weg ist mit zahlreichen Bronzestatuen der Märtyrer bestückt, welche für ihr Land sich aufopferungsvoll in den Dienst gestellt haben. Von Oben hat man einen schönen Überblick über die gesamte Stadt.

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Friedhof der Märtyrer

Nach einem kurzen Aufenthalt geht es wieder zurück in das Stadtzentrum. Dort benutzen wir zum ersten Mal nicht das Auto als Fortbewegungsmittel, sondern die Metro. Sie besteht aus zwei Linien, welche von Nord nach Süd sowie von West nach Ost verlaufen. Die Metrostationen sind pompös gestaltet und erinnern an die von russischen Städten. Auf dem Bahnsteig konnte ich mich auch einmal mehrere Meter von meinem Reiseleiter entfernen und mich umsehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass mich ein Kind im Alter von 12 Jahren beobachtet und immer dort hinging, wo ich auch war. Nachdem wir einige U-Bahnen vorbeiziehen lassen haben, bestiegen wir diese. Dabei machte mein Reiseleiter darauf aufmerksam, dass diese Waggons aus Berlin stammen. Abgesehen davon merkte ich, dass der Junge vom Bahnsteig auch diesen Zug genommen hat. Hierzu stellte ich mir die Frage warum er ausgerechnet diesen wählt, wobei schon einige Bahnen vorher vorbei gefahren sind. Nachdem wir einige Stationen gefahren sind, stiegen wir am Triumphbogen aus. Und wer natürlich noch: der Junge. Diese machte sich dann auf seinen eigenen Weg und ich konnte den an sein Pariser Vorbild erinnernden Bogen besichtigen.

 

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Metro von Pjöngjang

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ehemalige U-Bahn Waggons aus Berlin in der Metro von Pjöngjang

Der Reiseleiter merkte an, dass dieser hier um 3 Meter höher ist. Der Triumphbogen erinnert an die Rückkehr vom General Kim Il Sung vom siegreichen Kampf um die Befreiung des Landes von den Japanern. Insgesamt ist er 60 Meter hoch und besteht aus 10 500 Granitblöcken und einem 27 Meter hohen Bogen. Auf der Außenseite sind Reliefs und Auszüge vom Lied von General Kim Il Sung angebracht. Eingeweiht wurde der Triumphbogen anlässlich des 70. Geburtstages von Kim Il Sung 1982.

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Triumphbogen nach Pariser Vorbild

Nachdem das Mittagessen in einem Restaurant eingenommen wurde, führte der Weg am Nachmittag zur letzten Station des heutigen Tages: dem Schülerpalast. Er befindet sich im südlichen Teils Pjöngjangs und ist als Sportstätte für Schulkinder des Bezirkes gedacht. Wir wurden von einer Schülerin begrüßt, die uns durch die Räumlichkeiten führte. Dabei besichtigten wir die Sporthalle, die musischen sowie künstlerischen Räume und durften einige, extra für uns einstudierte Vorführungen besichtigen. Dabei ist sehr auffallend, dass die Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren ihr Hobby bis an die Perfektion können. Sei es bei der Gestaltung des Bildes als auch bei der Tanzaufführung sowie dem Spielen der Instrumente. Die Arbeitsatmosphäre ist unglaublich konzentriert und leise. Dabei ist zu erwähnen, dass dieser Schülerpalast allen Kindern offen steht. Zum Ende darf die Verneigung vor dem großartigen Führer nicht fehlen, der dieses Gebäude hat errichten lassen.

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