
Wir befinden uns weiterhin auf den Azoren. Unser Schiff fuhr in der Nacht zur Nachbarinsel Sao Miguel, welche die größte Insel ist der Azoren ist und von 150.000 Einwohner bewohnt wird. Wir machen im Hafen von Ponta Delgada fest. Die Hauptstadt der Azoren liegt in einer ausgedehnten Bucht an der Südküste, am Fuß sanfter Hügelkuppen. Blühende Gärten, enge Gassen, Paläste mit schmiedeeisernen Balkonen und Plätzen mit Mustern aus schwarz-weißen Pflastersteinen verleihen ihr einen besonderen Charme.

Blick auf Ponta Delgada

Landschaft von Sao Miguel

durch die Dörfer der Insel
Mein Augenmerk richtet sich auf die Umgebung der Stadt. So verlassen wir Ponta Delgada auf einer Küstenstraße und passieren malerische Dörfer auf den Weg nach Sete Cidades. Auf einem der höchsten Punkte der Insel legen wir eine Fotopause mit Blick auf den Lago Santiago ein.

Lago Santiago

Blick in den Krater
Weiter geht es in Richtung des Kraterrands des erloschenen Vulkans, von wo man einen herrlichen Blick auf die Zwillingsseen genießen kann, von denen der eine durch die Reflexion des Himmels blau und der andere durch die üppig bewachsenen Kraterwände grün erscheint.

Blick auf die Zwillingsseen

Landschaft um die Zwillingsseen

Landschaft um die Zwillingsseen
Im Anschluss passieren wir den gleichnamigen Ort, welcher auf einer Höhe von 260 m im Inneren der vulkanischen Caldeira am Rande des Sees gelegen ist. Den Abschluss bildet eine landschaftlich reizvolle Rückfahrt nach Ponta Delgada in ein Hotel. Hier wurden wir zu einer Kostprobe von ausgewählten Wein- und Käsesorten der Region eingeladen.

Park der Kirche von Sete Cidades

Kirche von Sete Cidades

Altar der Kirche von Sete Cidades

heillige Statuen vor der Kirche

Wein- und Käseprobe im Hotel Azor
Mein Fazit:
Die Landschaft, als auch das Erscheinen der Dörfer, unterscheidet sich zu denen der Insel Faial. Die Zwillingsseen sowie der Krater sind besonders sehenswert, welche unbedingt bei einem Besuch auf dem Plan stehen sollte. Die schmackhaften Weine und der Käse der Region sollten unbedingt einmal probiert werden.
Nach vier Tagen auf See erreichen wir die Azoren. Der erste Stopp erfolgt auf der Insel Faial mit der Stadt Horta. Der Hafen liegt geschützt in einer weitläufigen Bucht. Die Tradition will es, dass Mannschaften, die hier vor Anker gehen, ein Andenken hinterlassen. So sind die Mole und Kais mit hunderten Malereien mit den Namen von Schiffen aus der ganzen Welt versehen.

Malerei an den Molen und Kais

Felsenlandschaft der Insel
Die Insel ist nicht wirklich groß, so dass eine Inselrundfahrt eine gute Möglichkeit bietet, diese kennenzulernen. Vom Hafen ging es zum Aussichtspunkt Espalamaca, wo eine Maria Statue über die Stadt Horta wacht. Von dort hat man einen fantastischen Blick auf das Örtchen sowie dessen Hafen.

Blick auf Horta

Maria Statue auf dem Espalamaca
Für uns ging es nun ins Landesinnere der Insel. Den Mittelpunkt bildet der im Durchmesser 1,5 km breite Vulkankrater Cabeco Gordo, den wir nach gut 30 Minuten Fahrzeit erreichen. Durch einen kleinen Tunnel, welchen man zu Fuß bestreitet, führt direkt an den Karterrand. Bei guter Sicht kann man in diesen hineinschauen und dessen üppige Vegetation bestaunen. Leider verhinderte der Nebel auf gut 900 Metern Höhe den Einblick.

Eingang zum Kraterrand des Cabeco Gordo

Blick in dem Krater des Cabeco Gordo

So sieht der Kraterrand bei gutem Wetter aus
Über die Westküste geht es an der grünen satten Landschaft und kleineren Dörfer, wie zum Beispiel Praia do Norte, wo wir einen kurzen Zwischenstopp einlegten, vorbei an den westlichsten Punkt von Faial. Dort hat man einen Ausblick auf den Vulkan Capelinhos. Der Vulkan ist 1957/58 ausgebrochen und ist vor der Küste aus dem Atlantik „emporgestiegen“. Seine Aktivität dauerte damals etwa 14 Monate, und die neugeschaffene Insel wuchs im Laufe der Jahre mit der Küste von Faial zusammen.

Weg zum Ausblickspunkt auf dem Vulkan Capelinhos

Blick auf den Vulkan Capelinhos

Erinnerungsstein

Landschaft am Vulkan Capelinhos
Entlang der Südküste vorbei an Windmühlen und üppiger Vegetation geht es zurück in den Hafen von Horta.

Durch die Dörfer der Insel

Landschaft auf Faial
Mein Fazit:
Die Insel Horta ist noch nicht so touristisch überlaufen wie einige andere Inseln im Atlantik. Daher kann man hier die Ruhe und vor allem die Natur genießen. Ihre kleinen beschaulichen Dörfer lassen einen wie in Bayern vorkommen. Besonders für Radsportler als auch Wanderer ist dieser Ort besonders geeignet.
St. George’s war die frühere Hauptstadt der Bermuda und wurde 1612 gegründet. Sie ist eine gut erhaltene Kolonialstadt mit bezaubernden Gasse. Die Altstadt sowie die Verteidigungsanlagen zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die MS Albatros liegt westlich vom Stadtzentrum, in das man in wenigen Minuten spazieren kann. Gleich zu Beginn des Rundgangs kann man das World Heritage House finden das direkt am Hafenterminal liegt. Das Haus gibt Informationen über die Ernennung im Jahre 2000 zum Welterbe.

Eingangsschild

Water Street
Am besten setzt man seinen Weg entlang des Ufers fort, wo man direkt auf die Water Street gelangt. Nach einigen Metern vorbei an farbenfrohen Häusern und einigen Souvenirläden ist auf der linken Seite bei der Nr. 22 das „Tucker House Museum“ zu finden. In dem Haus aus dem 18. Jh., welches aus Kalkstein erbaut wurde, wird das Leben auf den Bermudas aus diesem Jahrhundert nachgestellt. Wer den Weg weiter fortsetzt, gelang am Ende zum Nationalmuseum der Bermudas. Es ist in einem Gebäude des 17. Jh. untergebracht und erlebte während des Amerikanischen Bürgerkrieges seine Blütezeit, als es Stützpunkt der konföderierten Staaten Amerikas diente. Gleichzeitig ist man auch direkt auf dem Hauptplatz des Ortes, dem Kings Square.

Tucker Haus

Eingangsschild Tucker House
Dieser ist das Herz von St. George’s. Hier befinden sich das Rathaus (Town Hall) von 1782 und das 1776 errichtet Gebäude der Bank of Butterfield, eines der ältesten Banken der Bermudas. Darüber hinaus sind hier das Besucherinformationszentrum und einige Zeugnisse aus vergangenen Zeiten zu finden. Hinter der Town Hall ist das Old State House zu erblicken, welches von 1620 bis 1815 Sitz des Parlaments von Bermuda war. Dies ist das erste nur aus Stein erbaute Gebäude der Kolonie aus dem Jahre 1620.

King’s Square

Town Hall

Zeugnisse aus vergangenen Zeiten

Old State House
Über eine kleine Brücke am Hafen gelangt man auf die Ordnance Island. Blickfang ist hier die Nachbildung der Deliverance, die von den Schiffbrüchigen der Sea Venture aus dem Wrack ihres Schiffes gebaut wurde. Sie lief 1609 vor Bermuda auf Grund. Gleich gegenüber befindet sich die Bronzestatue des Gründers der Kolonie, George Somers, welche 1984 errichtet wurde.

Ordnance Island

Bronzestatue George Somers

Nachbildung der Deliverance
Wer noch weitere Sehenswürdigkeiten des Ortes finden will, sollte am besten sich vom Kings Square auf die Hauptstraße, der York Street, begeben. Wer diese Straße nun bergauf gegen Norden verfolgt, gelangt an die „Unfinished Church“. Von dort kann man weiter bergauf laufen und auf die andere Küstenseite von St. Georges kommen bzw. hat von oben einen guten Überblick auf das Örtchen.

Unfinished Church

Innenansicht der Unfinished Church
Aber auch der Rückweg zum Stadtzentrum bzw. zum Schiff bietet noch einige schöne Gebäude. Dafür benutzte ich wieder die York Street, welche diesmal bergab führte und bog nach 100 Metern in die Church Lane. Neben einigen kleineren Kirchen sticht vor allem die St. Peter’s Kirche hervor. Sie ist eine der ältesten anglikanischen Kirchen außerhalb von England. Eine ältere Kirche wurde bereits 1612 an dieser Stelle geweiht und war mit Palmblättern überdacht. Über die Jahrhunderte besserte man das Gotteshaus aus und vergrößerte es. Ein Rundgang über den angrenzenden Friedhof erinnert laut Inschriften auf den Grabsteinen an Kriege, Epidemien und Schiffsunglücke.

Kirche entlang der Church Lane

St. Peter’s Kirche

Friedhof der St. Peter’s Kirche
Am Ende der Kirche gelangt am auf der anderen Seite wieder auf die York Street. Das letzte lohnenswerte Ziel für den heutigen Spaziergang befindet sich in der Queens Street, welche von der York Street abgeht, wenn man ihr stadtauswärts folgt. Und zwar ist dort die Bermuda Perfumery. In dem prächtigen Gebäude aus dem 18. Jh. wird aus Blumen und Grünem der Insel Parfüms, Seifen, Duschgels und Cremes hergestellt. Um wieder auf das Schiff zurück zu gelangen, halten wir uns einfach gegen Süden und laufen direkt auf den Hafen zu. Diesen folgen wir nun, da das Schiff schon in direkter Sichtweite ist.

Blick stadtauswärts York Street

Bermuda Perfumery

Eingang zur Bermuda Perfumery

MS Albatros in Sichtweite
Mein Fazit:
Bei strahlenden Wetter lädt die Stadt St. George’s mit seinen bunten Häusern und den azurblauen Wasser zum Schlendern ein. Es gibt tolle restaurierte Kolonialhäuser zu bestaunen. Vor allem die engen Gassen und das Ambiente lassen einen wie in der Karibik vorkommen, von der man immer träumt. Durch seine Lage mitten im Atlantik sind aber die Preise dementsprechend hoch.
Nach dem Besuch vom Kuba geht es für die MS Albatros nun weiter in der Karibik. Hier landen wir heute auf der Inselgruppe der Turks und Caicos Inseln die heute zum Britischen Überseegebiet gehören. Sie legen zw. dem Südostzipfel der Bahamas und nördlich der Dominikanischen Republik. Unser Schiff legt den Anker vor Grand Turk, welches als eines der weltbesten Taucherparadise gilt und ein Eldorado für Sportfischer ist. Die Turkinseln bestehen aus 12 Inselchen und sind bedeuten kleiner als die Caicos.

Ankunft auf Grand Turk
Ich besuche mit dem heutigen Tag zum zweiten mal diese Insel. Aus der früheren Erfahrung weis ich, dass es auf Grand Turk die Sehenswürdigkeiten sehr rar gesäht sind. So kommen wir wie damals im Süden der Insel an, wo sich das Grand Turk Cruise Centre befindet. Hier kann man bei diversen Einkaufsmöglichkeiten Souvenirs erstehen. Darüber hinaus lädt der Governor’s Beach zum Faulenzen vor den großen Kreuzfahrtschiffen, ein. Diese Möglichkeit nutze ich natürlich wieder, da es nur ein Katzensprung vom Schiff an diesen Strand ist. Dabei komme ich auch am bedeutendste Denkmal der kleinen Insel vorbei. Und zwar steht hier die amerikanische Weltraumkapsel, die 1962 mit John Glenn an diesem Ort anlandete.

Touristenzentrum am Hafenterminal

amerikanische Weltraumkapsel mit John Glenn
Nach einem kurzen Badeaufenthalt kehre ich zum Schiff zurück. Trotzdem möchte ich die Gelegenheit nutzen, die wenigen Sehenswürdigkeiten dieser Insel Vorzustellen. Dabei beziehe ich mich auf Bilder von November 2015.

Willkommen auf der Insel

Eine gute Möglichkeit die wenige Kilometer entfernte Hauptstadt Cockburn Town der Insel zu Besuch besteht darin mit einer vom Kreuzfahrtterminal startende Bimmelbahn wie man sie von Warnemünde kennt zu fahren. Dabei macht man an einem See, welcher für die Salzgewinnung genutzt wird, halt.

Bimmelbahn

Salzsee

Kirche am Salzsee
Über die gut aspahltierten Straßen kommt nach Cockburn Town auf die Duke Street. An dieser Straße sind einige kleine Hütten sowie der sehr überschaubare Marktplatz zu finden. Hier legen wir einen Stopp ein um in den wenigen Geschäften zu stöbern. Von dort geht es über die Front Street mit seinen Holz- und Kalksteinhäusern entlang des Ufers zurück zum Kreuzfahrtterminal.

Hauptplatz von Cockburn Town

entlang der Straße
Wieder am Hafen angekommen, stand anschließend ein Ausflug vom Schiff an, welcher die Unterwasserwelt der Region näher bringt. Hierzu steigen wir an der Pier in ein Boot um, dass einige Kilometer auf die See fährt. Dort wartet auch schon ein Glasunterseeboot. Nach dem wir auf dieses umgestiegen sind, ging es mit diesem in die Tiefe. So konnten die Tiere sowie die Riffe bewundert werden.

Glasboot

Unterwasserwelt der Turks

bunte Fische
Mein Fazit:
Die Hauptstadt hat nicht viel zu bieten. daher kann man sich grundsätzlich auf den Wassersport, welcher hier in dieversen Formen angeboten wird nutzen. Natürlich kann man hier auch einen ganz entspannten Badeaufenthalt verbringen.
Aufgrund von Planungsschwierigkeiten wurde der Wechselhafen des letzten Teilabschnittes von Kuba nach Mexiko verlegt. So machte die MS Albatros heute in Progreso, der Hafenstadt im mexikanischen Bundestaat Yucatan, fest. Sie hat rund 40.000 Einwohner. Unter der Woche herrscht hier Ruhe. Erst am Wochenende, wenn viele Leute aus dem rund 35 km entfernten Merida, ihr Häuschen hier aufsuchen, kommt ein wenig Leben auf. Die Stadt an sich hat nicht viel zu bieten und wird meist als Durchlaufstation für den Besuch der Maya Ruinenstädten in der Umgebung genutzt.

Willkommen in Progreso/ Mexiko
So entschied ich mich heute die Maya Ruinenstätte Chichén Itzá kennenzulernen. Diese liegt rund 150 km von Progreso entfernt. Nach gut 2 ½ Stunden Fahrzeit erreichen wir die Ruinenstätte.

Unterwegs nach Chichen Itza

Unterwegs zu der Mayastätte
Die beeindruckende Mayastadt wurde neben zwei großen Cenoten errichtet, die die Wasserversorgung gewährleisteten. Ihre Blütezeit erreichte Chichen Itza zwischen dem 8. und 11.Jh. und war eines der bedeutendsten Machtzentren auf der Halbinsel Yucatan. Die Stadt wird seit 1988 auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste geführt und beeindruckt heute durch gut erhaltene Bauwerke, die großzügige Stadtplanung, den komplexen Symbolismus sowie der ausgesprochene Schönheit der Skulpturen und Reliefs.

UNESCO Welterbe

ich vor dem Mayatempel

die Schlange als Symbol

Blick auf die Ballsportanlage von Chichen Itza

Innenraum der Ballsportanlage von Chichen Itza
Besonders sehenswert sind vor allem die Kukulkan Pyramide, der Kriegertempel und der Ballspielplatz. Das Observatorium steht für die außerordentlichen Errungenschaften und Kenntnisse der Maya in der Astronomie. Durch schmale Fensterschlitze dringen nur zweimal im Jahr die Sonnenstrahlen für einige Sekunden ins Innere des Gebäudes. Auf diese ebenso einfache wie zuverlässige Weise bestimmten die Maya den Kalender.

Der Kriegertempel

ehemalige Säulenhalle

Die Sternwarte

Die Kirche
Die Eindrücke und Erlebnisse konnten beim Mittagessen und der anschließenden Rückfahrt zum Schiff verarbeitet werden.
Mein Fazit:
Ein faszinierender Besuch dieser Mayastätte. Wie bei vielen dieser Hinterlassenschaften kann man sich mit seinen Gedanken in die damalige Zeit versetzen und ein wenig nachfühlen, was zu dieser Zeit dort geschehen sein muss. Auf einer Rundreise kann man noch tiefer in die Vergangenheit der Maya blicken und dabei auch das Land Mexiko mit seiner Kultur kennenlernen. Dies ist unbedingt empfehlenswert.
Zurück im Atlantik und damit auch der Karibik steuerte die MS Albatros heute die Cayman Inseln an. Hier werfen wir den Anker vor Grand Cayman. Mit den Tenderbooten gelangt man an Land. Ich hingegen zog es vor auf dem Schiff zu bleiben. Zum einen kenne ich die Insel aus dem Jahre 2015 als ich im November mit der AIDA dort war und zum anderen gab es einiges zum Blog aufzuarbeiten.

Anfahrt auf Cayman Island
Daher berichte ich aus meinen Erfahrungen aus der damaligen Zeit. Mit dem Tenderboot bzw. dem Kreuzfahrtschiff liegt man direkt vor dem Stadtzentrum. Neben diversen Einkaufsmöglichkeiten sowie Bars und Restaurants sind vor allem die Gebäude mit den Briefkastenfirmen zu erkunden.

Häuser in der Hauptstadt
Mit einem Ausflug vom Schiff oder den vor Ort zur Verfügung stehenden Taxis kann man die Ost- bzw. die Westseite der Insel erkunden. Mich führte es im Jahre 2015 zur Westseite. Auf dem Weg dorthin kommt man am Hause des Gouverneurs vorbei, welcher für einen kurzen Fotostopp allemal wert ist.

Haus des Präsidentens
Folgt man weiter den Weg in westliche Richtung kommt man in dem Ort Hell an. Dies bedeutet nichts weniger als Hölle. Von dem hier stehenden Postamt kann man sogar Briefe in die Heimat verschicken. Selbstverständlich habe ich mir diesen kleinen Spaß nicht entgehen lassen. Wer erhält schon einmal Post aus der Hölle. Aber nicht nur das ist in diesem kleinen Ort lohnenswert. Direkt hinter dem Postamt, ist ein riesiges Feld mit spitzen und schwarzen Kalkstein zu entdecken. Der Blick auf dieses Feld lässt einen, wie auf einem anderen Planet vorkommen.

Postamt im Ort Hell

Gesteinsformationen in Hell
Im Anschluss ging es weiter zur Schildkrötenfarm. Hier werden die Tiere in diversen Becken gepflegt bzw. aufgezogen und auf die Freiheit vorbereitet. Wer möchte, kann die jüngeren Tiere auch einmal berühren und sogar hochheben.

auf der Schildkrötenfarm
Nach diesem schönen Aufenthalt geht es nun an das Ufer der Westküste. Hier steigen wir in ein Motorboot um. Dies brachte uns damals mit anderen Ausflugsteilnehmer zur Stingray City. Hier hat man die Möglichkeit direkt mit Stachelrochen zu tauchen. Erfahrene Guides locken die Tiere, mit denen man dann auf Tuchfühlung gehen kann, an. Ganz mutige können diese auch anfassen oder sogar küssen. Es brauchte am Anfang ein wenig Überwindung zu den Tieren ins Wasser zu steigen. Doch wer sich ruhig und bedacht verhält, kann ein einmaliges Erlebnis genießen. Im Anschluss legte man sich wieder trocken und per Boot und Bus ging es wieder zurück zum Schiff.

auf dem Weg zu Stingray City

Rochen soweit das Auge reicht

Mutprobe

Unsere Gruppen zw. den Rochen
Mein Fazit:
Die Cayman Islands sind durchaus ein Besuch wert. Wer die weite Anreise nicht scheut und überwiegend einen Strandurlaub bevorzugt, ist hier hervorragend aufgehoben. Neben einer Inselerkundung besteht die Möglichkeit der Wassersportaktivitäten. Kreuzfahrer können einen tollen Tag erleben. Für jeden steht hier ein unterschiedliches Wasser(sport)erlebnis zur Verfügung.
Weiter in Kuba unterwegs erreichen wir heute den Ort Cienfuegos. Sie ist die sechstgrößte Stadt Kubas und die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Die Stadt wurde 1819 von Franzosen an der Südküste gegründet. Der historische Teil von Cienfuegos wurde 2005 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Auch hier stehen 2 Tage zur Verfügung um die Stadt und seine Umgebung kennenzulernen.
Tag 1
Vom Hafen geht es nach Cienfuegos auf dessen Prachtstraße dem Paseo del Prado, der die Stadt teilt und sich bis zum Ende der Halbinsel erstreckt. Hier spazieren wir durch die Altstadt und dessen Gassen sowie den Park Jose Marti. Um diesen Park gruppieren sich das Teatro Tomas Terry aus dem Erbe des venezolanischen Zuckerbarons, das 1890 im neoklassizistischen Stil erbaut wurde sowie der klassizistische Bau der Provinzregierung dem Palacio del Gobierno.
Im Anschluss besichtigten wir den Palacio de Valle, eine ehemalige prunkvolle Residenz eines reichen kubanischen Kaufmanns. In den 1950er Jahren diente es als Casino des ehemaligen Diktators Fulgencio Batista, bevor es in ein Hotel gehobenen Standards umfunktioniert wurde.

Hotel gegenüber des Palacio de Valle

Palacio de Valle

Seitenansicht Palacio de Valle

Casino von Cienfuegos


Aussicht auf den Hafen vom Casino Cienfuegos
Tag 2
Tag Nummer zwei geht heute in das rund eine Stunde entfernte Trinidad. Die Stadt wurde 1515 vom spanischen Eroberer Diego Velazquez unter dem damaligen Namen Villa de la Santisima Trinidad gegründet. Sie gilt als Stadt, in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Sie besitzt noch den Charme wie vor 40 Jahren und wurde 1988 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Auf ganz Kuba ist es die drittälteste Stadt.

die Straßen von Trinidad

Das Leben wie vor Jahrzehnten
Der Rundgang in Trinidad führt durch die alten, mit Kopfsteinpflaster versehenen Straßen der Innenstadt. Der Plaza Mayor bietet mit seinen Palmen einen majestätischen Rahmen für die daneben liegende Iglesia Parro quial de la Santisima Trinidad (Kirche der Dreifaltigkeit) und den aristokratischen Häuser aus dem 18. Jh. Der Palacio Brunet birgt heute das Museum Romantico, in dem das Mobiliar der Zuckermagnaten des 19. Jh. ausgestellt ist. Nach einem kurzen Besuch des Museums kosten wir in einer typischen kubanischen Bar eine Spezialität der Region. Ein kubanischer Rum mit Honig und Zitrone, der während der Kolonialzeit den Sklaven zur Stärkung für die harte Arbeit in den Zuckerrohrplantagen gereicht wurde.
Weiter geht es für uns an die Nordwestseite des Platzes, wo das Museum de Arqueologia Guamuhaya Funde aus der Zeit der Urvölker beherbergt. Im Südwesten ist noch das Palacio Ortiz zu finden, in dem die Galeria de Arte de Trinidad lokale Kunst zeigt. Beim weiteren Streifzug durch die Gassen zeugen die mit rostbraunen Ziegeln gedeckten und mit Mamor verkleideten Villen von der spanischen Kolonialzeit. Nach diesem Spaziergang ging es dann wieder mit dem Bus in das einstündig entfernte Cienfuegos, wo wir wieder die MS Albatros enterten.

aristokratischen Häuser aus dem 18. Jh

aristokratischen Häuser aus dem 18. Jh

Bar La Canchancha

Eingang in die Bar

Spezialität der Region

Kopfsteinpflaster, Hauptstraßenbelag der Stadt

Blick in die Häuser der Stadt
Mein Fazit:
Wer Cienfuegos und Trinidad besucht, taucht immer mehr die Kolonial- und Sozialismuszeit ein. Das ganze Stadtbild hält Überbleibsel dieser Zeiten bereit. Ein Spaziergang durch die Orte und dessen Straßen bringen einen noch näher an das kubanische Leben heran. Unbedingt bei einer Kubareise besuchen!
Das letzte große Highlight auf der gesamten Reise ist natürlich der Inselstaat Kuba mit seiner Hauptstadt Havanna. Sie ist mit seinen 2 Mio. Einwohner die größte Metropole der Karibik sowie wichtiger Handels- und Militärhafen. Das kulturelle Erbe ist so bunt und vielfältig wie seine Menschen und seine oft turbulente und stets faszinierende Vergangenheit. Aus spanischer Kolonialherrschaft, Sklaverei, Bürgerkriegen, Invasionen, Revolution und Wirtschaftsembargo ging das Land mit starkem, eigenständigem Charakter hervor. Havanna macht sich energisch daran, ihre historischen Viertel zu renovieren und Santiago de Cuba sowie Trinidad (welche ich noch auf der Reise besuchen werde) blicken würdevoll auf ihre Entstehung im 16. Jh. zurück. Die MS Albatros gibt uns nun für 2 Tage Zeit, die Hauptstadt Havanna zu erkunden.
Tag 1
Der Ausflug führte uns zuerst in die von der UNESCO 1982 zum Weltkulturerbe ernannte Altstadt. Unseren Rundgang starten wir an der Plaza de San Francisco de Asis mit Mamorbrunnen und der Kathedrale von Havanna. Von der Kathedrale sind es nur wenige Meter zum Plaza Vieja, auf der im Verlauf der Geschichte Stierkämpfe, religiöse Prozessionen, zahlreiche Feierlichkeiten und sogar öffentliche Hinrichtungen stattfanden. Die umliegenden Gebäude sind Zeugen kolonialer Geschichte, deren Architektur auf das 17. bis 19. Jh. zurückreicht.

Kathedrale von Havanna

Plaza Vieja

Kolonialstil am Plaza Vieja
Im weiteren Verlauf des Spazierganges besichtigten wir die barocken und neoklassizistischen Gebäude, welche zu den ältesten spanischen Kolonialsiedlungen gehört. Durch die Gassen der Altstadt führt uns der Weg zur Bodequita del Medio. Sie ist wohl die bekannteste Bar von Kuba, da dort der Schriftsteller Ernest Hemingway immer seinen Mojito trank.
Von dort spazierten wir zur Plaza de Armas, welcher einst für militärische Zeremonien diente. Der älteste Platz Havannas ist sozusagen die Wiege der Stadt. Hier zelebrierte 1519 Bischof Juan José Díaz de Espada y Landa die Gründungsmesse für San Cristóbal de La Habana. 1584 erhielt der mehrfach umgestaltete Platz seinen heutigen Namen. In seinem Zentrum befindet sich ein kleiner Park und die von vier Königspalmen umrahmte Marmorstatue von Carlos Manuel de Céspedes.

Plaza de Armas mit Marmorstatue von Carlos Manuel de Céspedes

ehemaliges Rathaus der Stadt

Gebüude aus der Kolonialzeit

Kathedrale San Cristóbal
Dort befindet sich auch das Palacio de los Capitanes Generales, der 176 Jahre lang Sitz der spanischen Gouverneure war und heute das Stadtmuseum von Havanna beherbergt. Hier sind Möbel aus der Kolonialzeit sowie kubanische Flaggen und persönliche Gegenstände der kubanischen Helden aus dem Unabhängigkeitskrieg gegen die Spanier zu bestaunen. Besonders sehenswert ist darüber hinaus an dem Platz die Festung Castillo de la Real Fuerza. Das zwischen 1558 und 1577 errichtete Kastell ist der älteste noch existierende Militärbau Havannas. Die Burg sollte die Stadt vor Piratenangriffen schützen, war jedoch wegen ihrer strategisch ungünstigen Lage tief in der Bucht wenig geeignet.
Das ganzen Ambiente und die Atmosphäre in der Stadt, vor allem aber der historische Teil lassen einen wie in einer anderen Zeit vorkommen. Dies liegt nicht nur an dem Kopfsteinpflaster und Kolonialbauten, sondern auch an den Überbleibseln der Fiedel-Herrschaft.
Am Abend stand noch der Besuch der weltberühmten Tropicana-Show an. Hierzu gelangten wir nach 20 Minuten Fahrzeit mit dem Bus ins Zentrum der kubanischen Hauptstadt. Diese gut zweistündige Show fand nicht in einem Saal statt, sondern unter freiem Himmel. Die kubanische Tanz-Show genießt weltweit einen einzigartigen Ruf. Im Gegensatz zum europäischen Kabarett liegt der Schwerpunkt der bunten Show auf einer Vielzahl von Tänzern. Die Gründung des Tropicana geht bereits auf das Jahr 1937 zurück und beeindruckt mit künstlerisch und technisch hervorragendem Programm.
Tag 2
Für Tag zwei steht eine einzigartige Rundfahrt durch Havanna mit dem Oldtimer auf dem Programm. Wie gestern besichtigen wir einen Teil der Altstadt mit dem motorisierten Gefährt und sehen weiterhin die Uferstraße Malecon. Diese Küstenpromenade wurde im 20. Jh. erbaut und verbindet auf 8 km Habana Vieja entlang des Golfes von Mexiko mit dem Vedado Viertel.
In Vedado auf deren wichtigster Straße konzentriert sich das Nachtleben der Hauptstadt. Das elegante Hotel Nacional erlebte seine Blütezeit in den 1930er Jahren und Habana Libre ließ Fidel Castro 1959 räumen, um hier sein erstes Hauptquartier zu errichten. Von dort geht es dann vorbei am Parque Central sowie dem Capitol von Havanna. Diese wurde in Anlehnung des Capitols in Washington 1929 gebaut und diente bis 1959 als Sitz der Legislative. Erst seit kurzem ist es wieder für Besucher zugänglich.
Zum Abschluss geht es zum Plaza de la Revolution, der 1 Mio. Menschen Platz bietet. Hier ragt am Südende des Platzes das Memorial Jose Marti 142 m in die Höhe. Ein Portrait von Che Gevara mit seinem Slogan „Hasta la Victoria Siempre“ (Immer bis zum Sieg) ziert die Außenwand des Innenministeriums. Darüber hinaus sind hier das Informationsministerium mit dem Konterfai von Camilo Cienfuegos uns seinem Zitat Vas bien Fidel (Fidel, du machst es richtig) zu sehen sowie die Nationalbibliothek und das Wirtschaftsministerium.

Capitol von Havanna

Eingang und Kuppel des Capitol von Havanna

Platz der Revolution

Obelisk zur Ehren von José Marti

Wirtschaftsministerium

ich vor dem Innenministerium mit dem Konterfei von Ernesto Che Guevara
Mein Fazit:
Havanna ist einfach ein Erlebnis. Die älteren historischen und kolonialen Gebäude, welche teilweise restauriert bzw. noch im ursprünglichen Zustand sind, verleihen der Stadt einen besonderen Scharm. Gepaart mit dem Flair und den kleinen Bars fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt. Daher einfach nur lohnenswert! Dies sollte man darüber hinaus so schnell wie möglich in Angriff nehmen, da dieses alte Stadtbild immer mehr verschwindet. Eventuell nutzt man einfach die 500. Jahrfeier der Stadt im Jahr 2019 dazu.
Der Panamakanal ist durchquert und wir befinden uns wieder im Atlantik. Hier ist unser erster Stopp in Puerto Limon in Costa Rica. Es gilt als das friedlichste Land Mittelamerikas. Dies ist nicht zuletzt mit der seit 1949 bestehenden Demokratie zu erklären, sondern auch mit einem vorbildlich funktionierenden Gesundheits- und Schulsystem. Es ist eines der wenigen Ländern auf der Welt, welche die Armee abgeschafft hat. Es legt besonders großen Wert auf die Erhaltung der Natur. So gehören einige Nationalparks zum UNESCO-Welterbe.
Mein Weg führt heute gut zwei Stunden in das Landesinnere zu jahrhundertalten Hacienda Tayutic, die bis heute im Besitz der Familie Ortuno ist. Sie liegt nahe dem 3.325 Meter hohen Vulkan Turrialba. Von dort hat man einen tollen Ausblick auf das Turrialba-Tal, den Reventazon-Fluss, die umliegenden Felder und den üppigen Regenwald. Auf der Hacienda tauchen wir in das ländliche Leben Costa Ricas des 19. Jh. ein.

Anblick der Hacienda

Holzkirche auf der Hacienda

Altar der Holzkirche

Innenansicht der Holzkirche
Bei der Besichtigung der viktorianischen Hacienda erblicken wir auch die Zuckerrohr-Plantage und Erfahren mehr über den Verarbeitungsprozess zu braunen Zucker. Beim Einblick in die Verarbeitung der Kaffeebohne lernen wir den Unterschied zwischen reinem und präpariertem Kaffee kennen. Natürlich steht auch eine Verkostung an.

Unterschiedliche Stufen der Kaffeebohne

1. Verarbeitungsschritt der Kaffeebohne: Schälen

2. Verarbeitungsschritt der Kaffeebohne: Trocknen

3. Verarbeitungsschritt der Kaffeebohne: Rösten

4. Verarbeitungsschritt der Kaffeebohne: Mahlen
Darüber hinaus besichtigen wir die Macadamia Plantage und die 1880 von deutschen Pilgern erbaute Holzkappelle. Die Eindrücke verarbeiten wir bei einem leckeren Mittagessen sowie Spaziergang auf der Hacienda, bevor wir wieder zum Schiff zurückkehren.

Verarbeitungsschritt „Schälen“ der Macadamia-Nuss

Verarbeitungsschritt „Waschen“ der Macadamia-Nuss

überwältigende Aussicht

Blumen und ihre Farben

frabenfrohe Blumen
Mein Fazit:
Dies war nicht mein erster Besuch in der Stadt Puerto Limon von Costa Rica. Auch bei meinem zweiten Besuch bin ich überwältigt von der schönen und vor allem farbenfrohen Natur. Neben einer Fahrt in das Landesinnere lohnen sich auch der Besuch der Tortuguero-Kanäle sowie eine Zugfahrt mit der historischen Eisenbahn durch den Regenwald. Insgesamt gibt es eine üppige Flora und Fauna zu bestaunen, was nicht nur Naturfreunde interessant ist.