
Nach dem Abenteuer Amazonas geht es nun die Ostküste Südamerikas entlang. Der erste Hafen der MS Albatros ist die fünftgrößte brasilianische Stadt Fortaleza. Sie ist ein wichtiger Fischereihafen und gehört zu den weltweitführenden Langustenlieferanten. Darüber hinaus hat die Stadt eine äußerst reiche Kunsthandwerkstradition. Fortaleza ist im Schachbrettmuster angelegt und vermittelt durch die großen Parks, Plätzen und pastellfarbenen oder weißen Gebäuden den Eindruck von Heiligkeit und Weite.

Stadtansicht
Der heutige Ausflug führte vor allem durch das Zentrum der Stadt. So geht es mit den Ausflugsbussen vom Hafen direkt zum Theatro Jose de Alencar aus dem Jahre 1910. Gleich bei Ankunft am Bauwerk ist man von seiner Architektur überrascht. Es steht an einem lebhaften Platz etwas westlich der Kathedrale Metropolitana, welche wir im Anschluss besuchten, und ist ein Beispiel reinen Jugendstils. Die Eisenelemente kamen aus Schottland und wurden hier zusammengebaut. Heute wird es für verschiedenste Kulturveranstaltungen genutzt.

Teatro von

Innenansicht des Teatro von Fortaleza
Weiter ging es im Bus und unser Guide überraschte mit folgenden Satz: „Fast jeder Besucher Fortalezas landet früher oder später im Gefängnis – im ehemaligen natürlich, das aus dem Jahr 1866 stammt.“ Dies ist heute zum kulturellen Treffpunkt der Stadt geworden und wird unter dem Titel Centro de Turismo do Ceara geführt. Es beherbergt neben dem Fremdenverkehrsamt verschiedene Galerien, ein Museum sowie Kunsthandwerksläden, welche zum Einkaufen einladen.

ehemaliges Gefängnis heute ein Kulturzentrum

Innenansicht des Kulturzentrums
Wie zuvor erwähnt, besuchten wir nun die Kathedrale Metropolitana. Sie ist die drittgrößte Kirche Brasiliens und ist aufgrund ihrer beiden 75m hohen Türme schon von weitem sichtbar. Ihr schneeweißes Inneres wird durch ihre bunten Glasfenster mystisch beleuchtet und bietet für bis zu 5.000 Gläubigen Platz. Der gewaltige Sakralbau wurde erst knapp 40 Jahre nach Spatenstich, im Jahr 1978, eingeweiht.

Kathedrale Metropolitana

Kathedrale Metropolitana von Innen
Nachdem wir die kulturelle Seite der Stadt gesehen haben, geht es über die Brücke Espigao das Pedras zu den Strandabschnitten Meireles und Iracema, welcher am Ponte Metalica dem alten Hafen liegt und bei den Fortalezern sehr beliebt ist. Von hier hat man einen tollen Blick auf die Skyline der Stadt.

ich am Strandabschnitt von Meireles und Iracema

Strandabschnitte Meireles und Iracema
Mein Fazit:
Eine schöne und moderne Stadt, welche einige architektonische Überraschungen bereithält. Das Theater als auch die Kathedrale im Zentrum der Stadt sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Aber auch die fantastische Uferpromenade mit den Stränden und einen Blick auf die Skyline von Fortaleza runden den Besuch ab.
Am 7. Januar 2018 hieß es endlich auf in das erste große Abenteuer und sicherlich eines der Highlights auf dieser Tour – in den Amazonas. Der mächtigste Strom der Erde, durchfließt die letzte große Wildnis, einen weiterhin unerforschten Urwald von der Größe Europas. Am Flussufer, wo die Sonne bis auf den Boden strahlt, schirmt ein Pflanzenvorhang den Urwald ab. Im inneren, wo kaum ein Lichtstrahl eindringt, ist der Boden fast kahl. Baumriesen mit Kronen aus buschigem Blättergewirr und winzigen Blüten streben himmelwärts, um ihre Stämme ranken sich Lianen und auf den Ästen wachsen Orchideen dem Licht entgegen.

Von seinem Ursprung in den peruanischen Anden wälzt sich der Amazonas über fast die ganze Breite des südamerikanischen Kontinents durch Brasilien zum Atlantik. Dabei ändert er mehrmals seinen Namen. Amazonien als Region erstreckt sich zudem über die Grenzen hinaus auch in die Nachbarstaaten Brasiliens, hauptsächlich nach Venezuela, Kolumbien, Bolivien und wie schon erwähnt Peru. Die Wildnis hat das riesige Flusssystem der Zivilisation immer im Griff. An seinen Ufern jagen indigenas (Ureinwohner) wie früher mit Blasrohr und Giftpfeil die Tiere des Amazonas u. a. Jaguare und Tapire. Gleichzeitig streifen große Ameisenbären umher.
Die Route
Einfahrt in das Amazonas-Delta –> Santana (Macapa) –> Santarem –> Boca da Valeria –> Parintins –> Manaus –> Parintins –> Santarem –> Almeirin –> Belem –> Ausfahrt aus dem Amazonas-Delta

Amazonasroute
Amazonas Delta
Im Delta haben Ablagerungen ein wahres Labyrinth aus kleineren Inseln gebildet. Nur die Insel Ilha de Marajo mit einer Größe von 40.100 ist groß und stark genug den unermesslichen Wasserfluten standzuhalten. Sie teilt den Fluss in zwei Mündungsarmen. Am nördlichen Flussarm liegt die Stadt Macapá. Am südlichen Mündungsarm befindet sich die Stadt Belem und ist mit 1,5 Mio. Einwohnern eine von zwei großen Städten in Amazonien. Folgt man den beiden Mündungsarmen westwärts, so treffen sie aufeinander und verschmelzen zu einem. Immer weiter ins Landesinnere trifft man auf die zweite große Stadt Amazoniens – Manaus mit 1,75 Mio. Einwohner.
Santana (Macapa)
Die Stadt im Delta des Amazonas hat ihre Entwicklung der Entdeckung von Metall in den 50er-Jahren zu verdanken. Macapa ist die Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Amapa direkt am Äquator und am Mündungsdelta des Amazonas gelegen.

Ankunft in Santana
Hier war nun auch unser erster Halt mit der MS Albatros im Amazonas. Mit den Tenderbooten wurden wir an das Flussufer gebracht, wo die Ausflugsbusse warteten. Dies gestaltete sich schon ein wenig schwierig, da die Anlagestelle nicht wie üblich aussah. Daher musste eine provisorische Anlegestelle hergestellt werden.

Eingang Fort Sao Jose
Nach knapp einer Stunde des Wartens konnten wir mit dem Ausflugsbussen zu unserem ersten Halt, dem Fort Sao Jose fahren. Das gut erhaltene Fort wurde 1764 von den Portugiesen erbaut. Ihre Funktion war, die Mündung des Amazonas zu bewachen und nachdem man in der Region Gold gefunden hatte, gab es auch allen Grund dazu. Vor allem die Franzosen aus dem benachbarten Französisch Guyana machten Gebietsansprüche geltend. Hier bietet sich ein schöner Ausblick auf den Amazonas.

Ausblick auf den Amazonas vom Fort
Anschließend führte der Ausflug zum indianischen Kunsthandwerkszentrum, wo traditionelle Keramik und Schnitzereien hergestellt werden. Da der heutige Tag leider ein Sonntag war, konnten nicht viele Händler angetroffen werden. Daher statteten wir den gegenüberliegenden Restaurants einen Besuch ab und konnten bei der frischen Zubereitung der Steaks zuschauen sowie nebenbei ein lokales Bier probieren. Von dort ging es für uns weiter zum Sacaca Museum. Hier werden die Lebensweisen der alten Indianer dieses Gebietes nachgestellt und die unterschiedliche Pflanzenwelt bestaunt werden.
Auf der Rückfahrt zum Schiff machten wir am Marco Zero halt. Dieser Punkt markiert den Äquator, welcher an dieser Stelle entlangführt. Unser Guide erklärte, dass wenn man mit jeweils einem Bein auf der nördlichen und mit dem anderen Bein auf der südlichen Seite steht, aufgrund der Erdanziehungskraft, nicht gleichschwer ist.

Äquatorlinie in Macapa/ Brasilien

am Äquatordenkmal
Santarem und Aller do Chao
Unser Schiff hat bereits die Hälfte des Wegs nach Manaus hinter sich gebracht und macht nun Station im Ort Santarem, wo sich Fischerboote und Einbäume drängen. Mit 250.000 Einwohner ist sie die drittgrößte brasilianische Stadt im Amazonas. Hier vermischte sich das klare Wasser des Tapajos mit dem lehmgelben des Amazonas. Goldfunde am Tapajo verhalfen dem Ort zu einem beachtlichen Aufstieg.
Mit den Ausflugsbussen ging es als erstes zum Obst- und Gemüsemarkt, wo seltene und exotische Früchte betrachtet und probiert werden konnten. Nach dem kulinarischem Abenteuer führte uns der Weg zur Kathedrale Nossa Senhora da Conceicao, welche im 19. Jh. erbaut wurde und somit das älteste Gebäude der Stadt ist.

Kathedrale Nossa Senhora da Conceicao
Weiter geht es außerhalb der Stadt zur Casa da Farinha, einer Anlage mit Gummibäumen und Paranussbäumen. Hier wird erklärt wie aus Maniok verschiedene Produkte hergestellt werden. Die Maniokwurzel ist das Grundnahrungsmittel der Indianer. Darüber hinaus erhielten wir Informationen über die Kautschukgewinnung und konnten auch hier die eine oder andere uns unbekannte Frucht probieren.
Von dort führt uns der Weg weiter ins 35 km entfernte Alter do Chao, eine bezaubernde kleine Stadt am Rio Tapajos mit schneeweißen Sandstränden. Dieser Ort liegt auf einer Halbinsel am Rande des Urwaldes. Schöne Häuser und einige Hotels steigerten seine Beliebtheit als Bade- und Ferienort. Einige nutzen die freie Zeit dort zum Baden. Ich hingegen zog es vor, das Städtchen zu erkunden.

Strand von Alter do Chao
Bei unserem zweiten Stopp auf der Rückfahrt ging es diesmal mit dem Aamazonasschiff Richtung Maicasee. Bevor wir aber an diesem angelangten, erlebten wir das Schauspiel der Vermischung der Flüsse. Hier trifft der lehmfarbige Amazonas mit dem schwarzen Rio Tapajos zusammen. Über Kilometer hinweg fließen diese beiden Flüsse neben einander her, bevor sie sich vermischen.

Kurz vor dem Maicasee machen wir noch eine selten Beobachtung. Neben den graufarbigen Delfinen konnten wir auch einen nur hier vorkommenden rosafarbigen Delfin erspähen. Im Anschluss gelangten wir zum Maicasee. Hier hatten wir die Möglichkeit mit einfachen Angeln nach Piranhas zu fischen.

Angeln im Amazonas
Leider sind die Tiere heute zu clever gewesen und haben sich die Köder von der Angel gemopst, bevor wir sie an Bord ziehen konnten. Doch unser geübter Guide hatte das Glück, einen zu fangen. Diesen konnten wir nun aus nächster Nähe betrachten. Danach wurde er wieder in die Freiheit entlassen. So machten wir uns nach einen interessanten und schönen Ausflug wieder zurück zur MS Albatros.

Boca da Valeria
Der heutige Stopp erfolgte in Boca da Valeria, einer Ansammlung von Pfalhäuser. Per Tenderboote gelangten wir an Land, wo Caboclos leben, Nachkommen portugiesischer Siedler, die sich mit den Ureinwohnern vermischt hatten. Da keine Ausflüge angeboten wurden, stand das Erkunden des Dorfes auf eigene Faust an.

Ankunft in Boca de Valeria
Wir wurden sehr herzlich von den Dorfbewohnern am kleinen Steg empfangen. Vor allem die jüngsten des Dorfes nahmen die Besucher an die Hand und zeigten ihr Dorf. Dabei vielen die bezaubernden Tiere u.a. Kakadu, Minikaimane, Papageien und Faultiere auf, die man aus nächster Nähe betrachten und wer wollte, sie auch auf den Arm nehmen konnte. Dieser Eindruck war atemberaubend, da man diese exotischen Tieren sonst nie so nahe kommt. Aber auch die Lebensbedingungen der Dorfbewohner zu sehen, hinterließ einen nachdenklichen Eindruck.

Faultier

der Ortskern

ich und ein Kakadu
Parintins

Dreirad in Santarem
Die Stadt Parintins verfügt über einen modernen Schiffsanleger, so dass man mitten am Stadtkern ankommt, in dem Angehörige mehrerer Ethnien leben. Bekannt geworden ist Parintins vor allem durch das alljährlich Ende Juni stattfindende Volksfest Bumba meu Boi. An drei Tagen im Jahr präsentiert sich der sonst eher beschauliche Ort wie verwandelt. In einem fantastischen Wettstreit konkurrieren die Garantidos und die Caprichosos um die gelungenste Aufführung des Tanzspiels in einem monatelang von der ganzen Stadt vorbereiteten Umzug mit farbenfrohen Tänzen und prächtigen Kostümen. Die Farben des Bomba Meu Boi sind blau und rot.
Während der Stadtrundfahrt im Dreirad sah ich viele Häuser in diesen Farben. Aber auch die vielen Staturen von Tieren sowie die Verzierungen der Wände fallen einem sofort ins Auge. Besonders am Freiheitsplatz der Stadt ist dies auffällig. Hier war übrigens auch ein ehemaliger Flughafen, was man sich angesichts der geringen Größe nicht vorstellen kann. Von dort geht es zur roten Backsteinkathedrale Nossa Senhora do Carmo. Auf dem Rückweg zum Schiff führt unser Weg noch zur Arena Bumbodromo, welches 1988 anlässlich des Volksfestest Boi Bumba erbaut wurde.

Arena Bumbodromo

Backsteinkathedrale Nossa Senhora do Carmo
Am Abend hatten wir auch die Gelegenheit die farbenfrohen Tänzer und prächtigen Kostüme in einer mitreißenden Aufführung des karnevalsähnlichen Festspiels zu bewundern. Zudem durfte das brasilianische Nationalgetränk der Caipirinha aus Limonen, Rohrzucker und Zuckerrohrschnaps nicht fehlen.

Ich mit den Boi Bumba Künstler
Wie auf der Tour flussaufwärts nach Manaus, führt uns dieser Weg auch wieder zurück Richtung Atlantik. Hierbei machten wir nochmals Station in Parintins. Im Grunde gibt es nicht viel mehr zu sehen als bei meinem ersten Besuch. Da die Rundfahrt im Dreirad auf der Hinfahrt damals ohne Reiseführer war, entschloss ich mich an der Minibusstour vom Schiff teilzunehmen. Dabei machten wir wieder am Freiheitsplatz sowie der Nossa Senhora do Carmo halt. Im Anschluss führte uns der Weg zum Bumbodromo.

Innenansicht der Arena Bumbodromo

Tribünen der Arena Bumbodromo
Dieses konnten wir heute auch von innen besichtigen. Wie in der gesamten Stadt, ist auch diese zur Hälfte in Blau sowie in Rot gehalten. Insgesamt finden dort 35.000 Zuschauer Platz und wurde allein für diese Veranstaltung erbaut. Den Abschluss der Tour bildete ein Besuch beim Sitz der blauen Boi Bumba-Gesellschaft Caprichoso, wo man die Riesenpuppen und wunderschönen Kostüme des Festivals bewundern konnte.
Manaus
Nun war es endlich soweit und die MS Albatros erreichte die Stadt Manaus mitten im Amazonas. Die moderne Stadt liegt am Rio Negro und ist rund 1700 km vom Atlantik entfernt. Früher war es nur ein Außenposten des portugiesischen Kolonialhandels bis der Ort um 1800 durch den Kautschukboom ins Rampenlicht rückte. Als Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas hat Manaus eine Schlüsselposition an der Kreuzung des Flusses und der Flugrouten.

Teatro Amazonas in Manaus
Um die Stadt und seine Umgebung zu erkunden, stehen volle 3 Tag zur Verfügung. Für den ersten Tag nahm ich mir vor, die Stadt an sich kennenzulernen.

Amazonasbrücke bei Manaus
Auf einer Stadtrundfahrt mit diversen Fotostopps bekam ich die bedeutendsten Gebäude aus der Kautschukzeit Ende des 19. Jh. zusehen. Unter anderem das Zollhaus, welches in Liverpool vorgefertigt und 1906 nach Manaus transportiert wurde und heute als Verwaltungsgebäude des Hafens dient.
Vorbei an Häusern mit historischer Architektur geht es zur Avenida Sete de Setembro. Hier thront seit 1665 die Kathedrale Nossa Senhora Conceicao, welches Papst Johannes Paul II. 1980 besuchte. Folgt man der Straße gelangt man zum Palacio Rio Negro, welches einst Sitz des deutschen Kautschuk-Barons Scholz war. Heute ist es ein Kulturzentrum und zeigt mehr zur Kautschukproduktion. An dieser Straße befindet sich auch das Indianermuseum mit Gegenständen, Schmuck und Waffen der Indianerstämme, welches wir besichtigten.
Das Highlight des Ausfluges war aber der Besuch des Teatro Amazonas, ein Relikt aus der Zeit des Kautschuks, als Geld keine Rolle spielte. Dieses ist das bedeutendste Gebäude Manaus und dient als Oper. Der Prachtbau wurde Stück für Stück aus Europa hierher gebracht und das vor über 120 Jahren als das Amazonasgebiet kaum erforscht war. Die Kuppel und vergoldeten Kacheln stammen aus Elsass-Lothringen, das Interieur ebenfalls aus Frankreich und der Marmor aus Italien. Die Oper wurde 1896 eröffnet. Zum Abschluss spazierten wir über den Markt, wo Fisch- und Fleisch als auch Früchte bis zu Zaubertränken sowie Papageien angeboten wurden.

Teatro Amazonas in Manaus

Eingangsschild Teatro in Manaus

Innenansicht Teatro Amazonas

Proberaum des Teatro
Auch am zweiten Tag standen wieder unvergessliche Momente auf dem Plan. Ich konnte das Schauspiel des „Meeting of Waters“ betrachten. Dies Umschreibt den Zusammenfluss des größten Flusses der Erde, dem Amazonas, mit dem zweitgrößten Nebenfluss der Erde, dem Rio Negro. Die gewaltigen Wassermassen vermischen sich nicht sofort, sondern fließen gut 11 Kilometer im selben Flussbett nebeneinander her, bevor das Wasser wieder eine einheitliche Farbe aufweist. Bis zum Zusammenfluss wird der Amazonas von den Brasilianern Rio Solimoes genannt, erst ab hier heißt er Amazonas. Die langsame Vermischung der Flüsse hat verschiedene Gründe. Der Rio Solimoes ist ein Weißwasserfluss, er hat aufgrund des hohen Gehalts an mineralischen Schwebstoffes ein lehmfarbenes Aussehen und einen basischen pH-Wert.

Zusammenfluss des Amazonas mit dem Rio Negros

Zusammenfluss des Amazonas und des Rio Negros
Der Rio Negro ist ein Schwarzwasserfluss, er erhält seine Farbe durch den hohen Gehalt an Huminsäuren, die vom Regen in seinem Einzugsgebiet aus den Böden gewaschen wurden, und sein pH-Wert ist mit 3,5 relativ sauer. Der Rio Solimoes fließt mit 7,5 km/h, der Rio Negro mit 2,5 km/h deutlich langsamer. Aufgrund der Farbe der beiden Flüsse unterscheiden sich auch deren Temperaturen. Der lehmig-weiße Solimoes reflektiert das Sonnenlicht und ist immer kälter als 22 Grad, während der schwarze Rio Negro das Licht absorbiert und Temperaturen über 28 Grad erreicht.

Kanufahrt auf dem Nebenfluss
Mit dem Amazonasschiff geht es zum Janauari-See und weiter zum Rio Negro vorbei an den auf Stelzen gebauten Hütten zum oben beschrieben und faszinierenden Naturschauspiel. Im Anschluss steigen wir noch einmal in motorisierte Kanus um. Wir fahren zu den Nebenflüssen des Amazonas, um die Tierwelt bei Tageslicht zu beobachten u. a. Papageien und Tukane.
Der letzte Tag in Manaus steht unter dem Ausflugstitel „Abenteuer Mensch und Dschungel“. Bei diesem Ausflug vom Schiff hatte ich die Möglichkeit in Begleitung speziell ausgebildeter Soldaten der brasilianischen Armee die Überlebenstechniken des Menschen im Dschungel hautnah und aus nächster Nähe kennenzulernen. Mit dem Schnellboot ging es auf dem Rio Negro zum Guedes-See.

Speedboot

Beginn Regenwaldwanderung
Dort begann die Dschungelwanderung zum Basiscamp, wo unser Guide einige Information zur Tour gab. Danach hieß es ab in den Regenwald. Dieser nahm es auch allzu wörtlich und öffnete seine Schleusen. Über die kompletten 2 Stunden hat es nun in Strömen gegossen. Aber nichtsdestotrotz konnte unter anderem die wunderschöne Pflanzenwelt sowie exotische Vögel und Tiere bestaunt werden. Währenddessen erzählte der Reiseführer vom Überleben im Dschungel und zeigt wie man eine Schutzhütte baut, was am heutigen Tage nicht ganz unpraktisch war. Anschließend erzeugte er ein einfaches Feuer. Sehr interessant war die Information über die Kletterpflanzen (geringelte Liane), welche Trinkwasser spenden, sobald man sie aufschneidet.

Bau eines Regenschutzes

Falle zur Nahrungsbeschaffung
Darüber hinaus zeigte der Guide, wie man mit Materialien aus dem Dschungel simple Fallen bauen kann, um an Nahrung zu kommen. Meist reichen hierbei einige Hölzer und Palmen bzw. Bananenblätter aus. Nach dieser spannenden Führung ging es wieder zurück zum Basiscamp, wo wir uns trocken legen konnten und zur Stärkung Getränke und Früchte gereicht bekamen.
Belem
Sie ist mit den 1,5 Mio. Einwohner einer der zwei größten Städte im Amazonas. Einst nannte sich Belem Paris der Tropen. Bis zum abrupten Ende des Kautschuk-Booms entstanden eine beachtliche Ansammlung von kolonialer Bauten, welche aus der Zeit der Portugiesen stammten. Vor allem das Fort mit Blick auf die Bucht, diente dazu Franzosen, Holländer und Engländer abzuschrecken.

Stadtansicht von Belem
Mit den Tenderbooten ging es an Land, wo wir mit den Ausflugsbussen rund 40 Minuten bis ins Zentrum von Belem fuhren. Am Hafen befindet sich einer der berühmtesten Märkte Brasiliens, der Ver-o-Peso Markt. Neben Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und Kräutern werden auch Keramik, Kleidung und Talismane angeboten. Aber auch Kuriositäten wie zum Beispiel Rosenkränze, Krokodilzähne, Vogelskelette, Gürteltierschwänze und andere Zaubermittel sind hier zu finden.

Umgebung von Belem

Ver-o-peso markt 3

Ver-o-peso Markt
Wir machten uns weiter südwestlich in den alten Hafen von Belem. Hier steht das Fort do Castelo aus dem 17. Jh. Das Fort bildete einst den Kern der Siedlung an der Guajara Bucht und ist der höchste Punkt der Stadt, von dem man einen malerischen Ausblick hat.

Fort do Castelo von Belem
Nach diesem wunderschönen Blick über die Bucht geht es für uns weiter in den Botanischen Garten des Emilio-Goeldi-Zoos. Neben zahlreichen Pflanzen sind einheimische Süßwasserfische, Amphibien, Säugetiere und Vögel zu bestaunen. Den Abschluss des Ausfluges bildet der Besuch der zu Beginn des 20. Jh. errichteten Basilica de (Nossa Senhora de) Nazare, welche mit Carrara-Marmor verkleidete ist und eine Nachbildung der Kirche Sao Paolo fuori le mura in Rom darstellt
Almeirin
Nach dem Durchlesen der Landgangsinformatione entschied ich mich am heutigen Tag, keinen Ausflug vorzunehmen. Zum einen wurde geschrieben, dass es in diesem Ort nichts zu bestaunen gibt und zum anderen wollte ich mir das Tendern ersparen. Damit legte ich einen entspannten Seetag ein und konnte die Ruhe des Schiffes für mich nutzen.
Mein Fazit
Wer heute den Amazonas als Urlaubsziel auswählt, weiß, was der Tourismus auf ein solch komplexes Ökosystem an Gutem und Zerstörendem bewirkt. Umdenken, sich anpassen, das natürliche und kulturelle Erbe mit Achtung nutzen, bestaunen und sich daran freuen – das ist der Leitsatz. Das allerbeste Andenken ist, etwas von der seltenen Schönheit und der schlichten Lebensart im Urwald als dauerhaften Denkzettel – verankert tief im Herzen – in unsere hektische und privilegierte Heimat zurückzubringen.
Wer ein echtes Abenteuer erleben möchte, ist hier genau richtig. Wer die Möglichkeit hat, sollte unbedingt den Amazonas besuchen. Neben einer beeindruckenden Flora und Fauna besticht dieses Gebiet mit seinen kleinen Dörfern als auch mit den wenigen Millionenstädten. Jeder Ort hat etwas anderes zu bieten. Sei es die Tradition der Bewohner kleinerer Dörfer wie zum Beispiel Boca da Verleria als auch das Festival in Parintins sowie die unzähligen Ausflugsmöglichkeiten in den Dschungel des Amazonas. Das ganze wird natürlich gekrönt mit dem Naturschauspiel zwischen der Vermischung vom Amazonas mit seinen Nebenflüssen.
Es ging immer weiter Richtung Festland dem südamerikanischen Kontinent entgegen. Der letzte Stopp davor fand auf der Iles du Salut (Ile Royale) auch Teufelsinsel genannt statt. Diese liegt 15 km vor der Küste Französisch Guyanas. Bekannt wurde die Insel für die Deportation von Sträflingen und Regimegegner, bis die Strafkolonie nach dem zweiten Weltkrieg aufgehoben wurde. Doch die meisten Gefangenen starben bereits im ersten Jahr an Gelbfieber, Malaria, Skorbut, Unterernährung, wurden wahnsinnig oder verübten Selbstmord.

Ile de Salut (Teufelsinsel)
Inzwischen ist aus dem 28 ha großen berüchtigten Eiland eine friedliche, mit Kokospalmen überzogene Tropeninsel und blühenden Sträuchern geworden und nimmt der Insel so den Gefägnischarakter, obwohl sie die Zentrale der Strafkolonie beherbergt. Hier herrscht fortan der grüne Tourismus: im tiefen Urwald für Abenteuerlustige, an Stränden und in Naturreservaten.
Für Geschichtsinteressierte verspricht ein Ausflug auf die Iles de Salut einen tiefen Einblick in die berüchtigten französischen Strafkolonien vergangener Jahre. Auf der Insel ist eine Führung weder vorgeschrieben noch notwendig und die Wege sowie Bauten sind gut beschriftet.

am Eingangsschild der Teufelsinsel
Direkt vom Anleger erreicht man über steile Stufen die ehemalige Villa des Direktors, welches heute ein Museum ist. Auf dem Plateau ist die restaurierte Kirche mit Wandmalereien von Gefangenen zu besichtigen.
Die frühere Kaserne ist heute in ein Hotel mit einem Restaurant und eine Boutique umgewandelt worden und liegt rund 66 Meter hoch. Alle wichtigen Personen der damaligen Zeit, wie Direktor, Ärzte und deren Familien wohnten hier. Von der überdachten Terrasse inmitten blühender Sträucher hat man einen Blick auf die unzugängliche Ile du Diable. Die Ile de Salut kann auf einem schönen teilweise unbefestigten Pfad mit stetem Blick auf den Atlantischen Ozean leicht zu Fuß umrundet werden.

ehemalige Kaseren, Heute ein Hotel mit Restaurant

Blick auf die unzugängliche Ile du Diable
Von der ehemaligen Kaserne gelangt man weiter westlich zu den vielen Überresten der damaligen Gebäuden. Zuerst passiert man auf der linken Seite das Ärzte- sowie Pfarrhaus. Folgt man dem Weg direkt weiter, sticht das impulsante Krankenhaus mit dem dahinterliegenden Leuchtturm hervor. Nach der Besichtigung der Gebäude kann man noch weiter gerade aus zum Kinderfriedhof gehen.

ehemalige Krankenhaus
Wer sich aber entschließt schon vorhher nach rechts abzubiegen, gelangt zu den Häusern der Aufseher sowie dem sehr beeindruckenden Gefängnis- und Zellentrakt. Wer in dem Gebäude und den Zellen wandelt, bekommt eine lebhafte Vorstellung, was zu der damaligen Zeit hier geschehen sein muss.

Gefängnis- und Zellengebäude

Eingang zum Zellentrakt

Innenansicht einer Zelle
Auf der gesamten Insel fasziniert einen die Flora und Fauna. Man kann verschieden Vögel als auch Säugetiere sehr nahe kommen. Vor allem mit den Kapuziner- und Totenkopfäffchen kann man auf Tuchfühlung gehen.

auf Tuchfühlung mit der Tierwelt

faszinierende Tierwelt
Mein Fazit:
Schon der Blick vom Schiff auf die Insel versprüht eine Vorfreude auf die Erkundung. Die alten Häuser und zerfallene Bauten gewähren einen Einblick in die frühere Zeit. Durch das teilweise Begehen dieser denkwürdigen Orte, macht die Erforschung der Insel noch lebhafter und versetzt einen in die düstere Zeit zurück. Darüber hinaus macht es Spaß die Flora und Fauner der Insel zu erkunden. Die Teufelsinseln sind auf alle Fälle ein Besuch von mehreren Tagen lohnenswert. Vor allem für Familien mit Kindern lädt die Insel zum Erkunden ein.
Am heutigen Tage machte die MS Albatros in Scarborough auf Tobago halt. Tobago bildet mit seiner Schwesterinsel Trinidad den Staat Trinidad und Tobago. Das Eiland der kleinen Antillen ist knapp 41 km lang und 12 km breit. Die rund 62.000 Einwohner stammen überwiegend von Sklaven ab. Tobago war einst einer der größten Zuckerproduzenten. Durch die Befreiung der Sklaven 1834 wurde die Sklavenarbeit nach und nach zur Lohnarbeit. Doch der Zusammenbruch des Zuckermarktes 1889 hatte dramatische folgen, so das Tobago zu einem Bezirk Trinidads wurde. Heute setzt man mehr und mehr auf den Tourismus. Vor allem Schnorchler und Taucher finden in Riffen sowie Wind- und Kite-Surfer an der windverwöhnten Küste ihr Glück. Aber auch Naturliebhaber kommen bei Dschungelerlebnissen und Vogelbeobachtungen auf ihre Kosten.

Strandansicht auf Tobago
Aber die Insel setzt nicht nur auf den Tourismus, sondern seit dem 20. Jh. ist die Produktion hochwertigen Kakaos einer der Hauptindustriezweige. Da ich ein Schokoladen- und Kakaoliebhaber bin, interessiert mich dies natürlich besonders. Darum geht es an der Südküste entlang durch die Dörfer Bacolet, Mount St. George, Pembroke, Bell Graden und Roxborough zur Tobago Cocoa Estate.
Bei einem informativen Rundgang über die Plantage bekam ich die Kakaopflanze in den verschiedenen Stadien ihres Wachstumes zusehen. Weiter ging es zum Ofen, in dem die Bohnen getrocknet werden. Dabei erläuterte der Guide für welche verschiedenen Produkte der Kakao verwendet wird. Natürlich durfte der Kakao in den verschieden Stadien probiert werden.
Im Anschluss an den Ausflug unternahm ich noch einen Spaziergang durch die Stadt Scarborough. Hierbei kommt man direkt aus dem Hafenterminal heraus und hat die Möglichkeit nach links die Strand Esplanade entlang zu gehen. Außer eine paar Geschäften ist hierbei nicht viel zu bestaunen. Wenn man direkt vom Terminal gerade aus geht, kommt man schon in das mehr belebte Stadtzentrum. Hierbei findet man einen Supermarkt, verschiedene Cafés und Restaurants sowie den Scarborough Market.

Strand Esplanade

kleiner Stand in Scarborough
Mein Fazit:
Die Insel Tobago des Staates Trinidad und Tobagos ist eine typische Karibikinsel. Die Hauptstadt hat leider nicht viel zu bieten und ist nur einen kurzen Spaziergang wert. Wer an der Küstenstraße entlang sowie ins Landesinnere fährt, kann die üppige Vegetation und Tierwelt erkunden. Darüber hinaus ist ein Besuch der Kakao Plantage sowie der Argyle Wasserfälle lohnenswert.
Weiter geht es in der Karibik umher. Die heutige Station lautet St. George´s auf Grenada, der kleinen und südlichsten Insel der Kleinen Antillen. Schon beim Betreten der Insel duftet es herrlich nach Gewürzen. Nicht um sonst trägt sie den Namen „Gewürzinsel“. Sie liefert einen bedeutenden Beitrag zur Weltproduktion von Muskatnüssen, Zimt, Gewürznelken, Lorbeerblättern, Safran und Macis. Die Hauptinsel ist rund 344 qkm groß und hat ca. 110.000 Einwohner. Die aus einem Vulkanausbruch entstandene Insel trennt die Karibik vom Atlantik. Zu den größten Nachbarinseln zählen im Norden St. Vincent und die Grenadines sowie im Süden Trinidad und Tobago.

traditionell gekleidete Frauen von Grenada
Eine kleine Insel kann man am besten mit einer Inselrundfahrt erkunden. So geht es mit dem Bus vom Hafen entlang der malerischen Westküste mit unzähligen Landvorsprüngen und Buchten entlang. Von dort aus führen Nebenstraßen in tiefgrüne Täler und zu einigen Wasserfällen. Einer dieser ist der Annandale Wasserfall, welcher ein beliebtes Ausflugsziel der Einheimischen ist. Den Anblick sowie die Atmosphäre in dieser Natur lassen wir ein wenig auf uns wirken, bevor es zum nächsten Stopp geht.

Annandale Wasserfall
Weiter fahren wir an der Westküste entlang, an diversen Gewürzplantagen vorbei, nach Gouyave. In der hier befindlichen Muskatnussfabrik erfahren wir bei einem Rundgang alles Wissenswerte rund um dieses Gewürz. Auch bei unserem nächsten Halt in Victoria dreht sich alles um Gewürze.
Bei einem Besuch der Schokoladenfabrik Diamond lernen wir von der Bohne bis zur Schokoladentafel das Wichtigste über den Kakao. Es war sehr interessant, zu erfahren wie sich das Produkt sowohl vom Aussehen als auch vom Geschmack von der Entstehung bis zum Verkauf verändert. Eine Verkostung der Schokolade durfte natürlich nicht fehlen.
Die Fahrt setzen wir weiter Richtung Norden fort und besuchten dort die Rumbrennerei Rivers Rum. Auch zu diesem Produkt lernten wir einige interessante Fakten und besichtigten die Brennerei. Zum Abschluss durfte eine Kostprobe des Rums nicht fehlen. Das Mittagessen in Helvellyn wurde als karibisches Buffet serviert und nahmen es in einem schönen Gartenrestaurant mit herrlichen Ausblick ein.

Gartenrestaurant
Zum Abschluss des Ausfluges ging es an der Ostküste entlang über den alten Flughafen Pearls nach Grenville. Von dort aus schlängelt sich die kurvenreiche Straße durch das gebirgige Landesinnere. Die Fahrt zieht sich vorbei an großartigen Schluchten immer weiter in den Regenwald hinein. Auf 530 Metern Höhe gelangt man zum azurblauen Kratersee Gran Etang. Im gleichnamigen Naturschutzgebiet gibt es herrliche Wanderwege.

alter Flughafen Pearls

Kratersee Gran Etang
Mein Fazit:
Bei dieser Rundfahrt über die Insel hat man sowohl viel von Land und Leute sowie deren Lebensbedingungen gesehen. Im Gegensatz zu den anderen karibischen Inseln sind fast alle Häuser hier in einem guten Zustand. Vor allem durch ihre farbenfrohe Bemalung stechen die Häuser hervor. Auch die Straßenmarkierungen und –rändern sind in den Nationalfarben gehalten.
Darüber hinaus lernte man die Gewürze von der Ernte bis zur Verarbeitung kennen und erfreute sich an den verscheiden Düften. Es lohnt sich Grenada noch ein wenig genauer kennen zu lernen, um noch tiefer in die einzelnen Gebiete gehen zu können.
Am Neujahrstag machte die MS Albatros auf der Insel Bequia des Landes St. Vincent & Grenadines fest. Mit den Tenderbooten geht es in die Hauptstadt Port Elizabeth. Die Insel Bequia ist 18 qkm groß ist und wo der Großteil der rund 5000 Einwohner der Insel leben. Über lange Zeit war die Insel ein wichtiges Walfangzentrum und berüchtigtes Piratennest.

Hauptstraße

der Wegweiser der Insel
Direkt von der Anlegestelle gelangt man in den kleinen Ort. In den wenigen Straßen fallen vor allem die älteren Häuser im Gingerbread-Stil auf. Neben kleineren Läden gibt es einige Cafés und Restaurants, deren Preise aber sehr teuer sind. So kostet zum Beispiel ein Cappuccino 10 US Dollar.

inseltypischen Häuser

Gemüsemarkt
Nördlich von Port Elizabeth thront die britische Festungsanlage Hamilton Pleasant, den man über verschiedene Wege von Port Elizabeth erreichen kann. Diese stammt aus dem 18. Jh. und liegt auf einer Anhöhe zum Schutz des Hafens und ermöglicht einen schönen Ausblick auf die Bucht. Darüber hinaus lädt der schöne Strand Princess Margaret Beach, welcher südlich der Ansiedlung (als links von der Anlegestelle abbiegen) zu finden ist, ein.
Mein Fazit:
Ein kleiner netter Ort zum Schlendern und abschalten für einen Tag.
Stadt der Lichter – so und nicht anders beschreibt man Lissabon am besten. Vier Tage voller Kultur, Kulinarik und neuer Erlebnisse erwarteten uns in der Hauptstadt Portugals.
Nach unserer Ankunft am mitten in der Stadt gelegen Flughafen ging es für uns ins etwas außerhalb gelegene Corinthia Hotel. Nach unserer Ankunft packte uns sofort die Entdeckungslust. Wir konnten es kaum noch erwarten die historische Stadt zu erkunden und bestellten uns auf Empfehlung der Reiseleitung ein Taxi zum Rossio. Dabei fiel uns auf, dass die Taxipreis vor Ort recht günstig waren.
Rossio
Am Rossio angekommen konnten wir noch Teilnehmer der Parade zum Unabhängigkeitstag antreffen. Hier befand sich ein Weihnachtsmarkt mit traditionellen portugiesischen Weihnachtsbräuchen. Die restliche Zeit nutzten wir, um die Umgebung rund um den Platz zu erkunden. Dabei fiel uns auf, dass immer mehr kleinere Hostels direkt im Stadtzentrum eröffneten. Für mich als Reisekaufmann ist es für den Verkauf am Counter eine wichtige Erkenntnis.
Rossio mit Estátua de D. Pedro IV
Nach einer Weile packte uns der Hunger. Wir wollten eine landestypische Spezialität kosten und machten uns auf die Suche. Wir entschieden uns für „Sardinhas assadas“ und wurden nicht enttäuscht – es war einfach nur köstlich. Dabei handelt es sich um über Holzkohle gegrillte Sardinen, die Meeresfrische mit rauchigem Grillgeschmack verbinden. Zuvor hatten wir leckere kleine Vorspeisen bekommen, zum Beispiel Schinken und eine Thunfischcreme. Wir kamen gar nicht mehr aus dem Schwärmen heraus. Die Stärkung gab uns Kraft für einen weiteren Marsch durch die Stadt.
leckeres Mittagessen
Wir entdeckten eine katholische Kirche, in der Aufgrund einer Andacht eine besondere Stimmung herrschte und die die altehrwürdige Erscheinung der Kirche noch unterstützte. Die Akustik war atemberaubend.
katholische Kirche
Besonders hervorgestochen ist die gute Ausschilderung mit Erklärungen der verschiedenen Sehenswürdigkeiten. Dadurch war es für uns relativ einfach das Gesuchte möglichst schnell zu finden. Einen weiteren kleinen Stop legten wir an einem Schnapsladen ein. Hier gibt es den berühmten Sauerkirschlikör „A Ginjinha„. Nach drei Gläsern, die außerdem mit in Alkohol getränkten Kirschen gefüllt waren, konnte man den Alkohol schon deutlich spüren. Somit gingen wir mit noch besserer Laune und leichteren Füßen in den Kern der Stadt. Dort besichtigten wir zum Abschluss des Tages den Praca dos Restauradores und den Elevador Santa Justa, der mit einer Fahrt für 5,15 € ziemlich teuer ist. Deshalb entschlossen wir uns auch gegen eine Fahrt.
Elevador de Santa Justa und Schnapsladen
An den folgenden Tagen nahmen wir an Tagungsveranstaltung von Best Reisen teil, die Grund für unseren Aufenthalt waren. Dort besuchten wir zudem eine Reisemesse mit Ausstellern verschiedener Reiseveranstalter, Airlines sowie Hotels und anderen Leistungsträgern.
Im Anschluss unternahmen wir den von Studiosus gesponserten Ausflug zu den Weltkulturerbestätten: Turm von Belém und Hieronymuskloster.
Bei unserer Tour besichtigten wir auch das Seefahrerdenkmal. Ein besonderes Highlight war für mich der Moment, als die AIDAmar unter der Brücke Ponte de 25 de Abril hindurchfuhr – ein unglaubliches Bild für mich als Kreuzfahrtfan. In der Kirche des Hieronymusklosters fand während unseres Besuches eine Bischofsweihe statt. Das war für uns beide sehr beeindruckend. Anschließend liefen wir durch die Kreuzgänge zwischen denen sich die Marmorstatue eines Löwen befindet. Der Legende nach sollte man die Tatze des Löwen berühren und sich dabei etwas wünschen.
Impressionen Belém
Heute kosteten wir auch die berühmten Pasteis de Belém. Das mit Pudding gefüllte Gebäck lässt uns noch heute das Wasser im Mund zusammenlaufen – so lecker! Die Pasteis kann man mit frischgebackener Eierschecke im Blätterteig vergleichen. Ein absolutes Muss für alle Lissabon-Besucher.
Pasteis
Unseren letzten Tag nutzten wir für den Einkauf von Souveniren. Meine Frau genoss es, dass man in der Stadt gut und günstig shoppen konnte, sodass auch einige schöne Teile mit uns nach Berlin zogen. Außerdem schauten wir uns zum Abschluss noch die berühmten Straßenbahnen Lissabons an und erhaschten einen wundervollen Blick auf das Castel de São Jorge. Bevor wir dann gegen 15:30 abgeholt wurden gönnten wir uns noch einen Sauerkirschlikör als Absacker.
Impressionen der Stadt Lissabon
Selbst nach meinem zweiten Besuch in Lissabon würden wir jederzeit wieder herkommen. Meiner Meinung nach ist diese Stadt die schönste Hauptstadt Europas und sollte auf der Liste aller Reiseliebhaber stehen!
Geocache: GC49CFF; Santa Justa Elevator – Centro Histórico de Lisboa; Koordinaten: 38,712250 -9,138783 (Traditional-Cache)
Margitta und Jörg Arndt
Die Insel Madeira ist der erste und gleichzeitig auch der letzte europäische Hafen für eine längere Zeit auf der großen Südamerikaumrundung. Rund die Hälfte der 255.000 Einwohner der Insel leben in der Hauptstadt Funchal, wo unsere MS Albatros anlegt. Ihren Namen verdankt die Stadt den vielen Fencheln, den die Portugiesen bei der Entdeckung vorfanden. An Hängen und Wiesen gedeiht eine üppige Flora, Bouginvilleen überdecken Mauern, Mimosen durchtränken die Luft mit einem würzigen Duft und die Blütenblätter der Jacarandbäume bedecken die Straßen. Daher trägt die Insel auch den Namen „Blumeninsel“.
Wo kann man das nicht besser sehen als in einem Botanischen Garten. Dies war auch die erste Station des heutigen Ausfluges. Der Botanische Garten von Funchal ist ca. 80.000 qkm groß und beheimatet 2.200 Pflanzenarten wie Palmen, Orchideen, Bromelien, Sukkulenten, Nutzpflanzen sowie Strelitzien, welches das Wahrzeichen Madeiras ist.

Botanischer Garten von Funchal
Von dort ging es direkt in die Altstadt von Funchal. Bei einem Rundgang bestechen vor allem die vielen bemalten Türen mit fantasievollen Bildern auf der Rua Santa Maria, die einen Huch des Künstlerviertels vermittelt. Besonders die 1930 erbaute Markthalle Mercado dos Lavradores (Markt der Arbeiter) ist ein attraktives Bauwerk von Funchal in welchem eine Fülle an Leckereien angeboten wird.

Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte
Im Anschluss ging es mit der Seilbahn in das hübsche Dorf Monte, welche ca. 700 Meter hoch gelegen ist. Dieses liegt oberhalb von Funchal und war im 19. Jh. der Kurort europäischer Adliger, die an Tuberkulose litten. Hier stand ein Besuch der Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte an. In dieser befinden sich die sterblichen Überreste Karls I., des letzten Kaisers von Österreich-Ungarn, der 1922 hier starb. In Monte starten auch die Insel typischen Korbschlittenfahrten nach Funchal. Hierbei laufen zwei Lenker nebenher und manövrieren den Schlitten mit Seilen den Hügel hinab.

der inseltypische Korbschlitten
Wieder in Funchal angekommen, besteht noch für Fußballinteressierte direkt an der Uferpromenade das Museum des berühmtesten Sohnes der Insel – Christiano Ronaldo. Neben dem Museum steht auch eine lebensgetreu große Statue des Fußballspielers, mit der man sich ablichten lassen kann. Die Anlegestellen der Kreuzfahrtschiffe sind nur rund 500 Meter entfernt.

Christiano Ronaldo Museum
Mein Fazit:
Die Insel besticht durch ihre Vegetation als auch durch das portugiesische Ambiente. Der botanische Garten von Funchal ist durchaus ein Besuch wert und ermöglicht darüber hinaus einen wunderbaren Blick auf die Bucht von Funchal mit den Kreuzfahrtschiffen. Auch ein Spaziergang durch die alten Gassen der Hauptstadt bringen immer wieder schöne Facetten zum Vorschein. Lohnenswert sind darüber hinaus die Fahrt mit der Seilbahn nach Monte sowie die Korbschlittenfahrt wieder in die Stadt.
Madeira mit der Hauptstadt Funchal ist auf jeden Fall ein Besuch für mehrere Tage zu empfehlen.