Weltkulturerbe SKARA BRAE & historisches Kirkwall

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Unser heutiger Tag startete bereits um 7:30 Uhr, da wir uns auf unseren Ausflug nach Kirkwall, Orkney vorbereiten mussten. Kurz nach dem Anlegen waren wir trotz langer Schlange schnell von Bord.

Schottland_Kirkwall_Stadtplan_20170627_131817Stadtkarte Kirkwall

Wir besuchten die jungsteinzeitliche Siedlung und Weltkulturerbestätte „SKARA BRAE“ sowie das Herrenhaus „SKAILL HOUSE„. Anschließend fuhren wir zu den „Standing Stones of Stenness“ vorbei am „Ring of Brodgar„. Danach ging es zum Hafen, wo wir den Shuttle ins Zentrum von Kirkwall nutzten. Dort besichtigten wir die Kathedrale St. Magnus sowie den Friedhof, auf dem Opfer des 1. Weltkrieges begraben liegen. Wir schlenderten die Palace Road entlang und entdeckten einige Shops, in denen wir für unsere Familie und Freunde Souvenirs besorgten. Unser nächstes Ziel erreichten wir erneut durch den Shuttlebus: The Earl´s Palace.

links: Wohnhaus im Zentrum; rechts oben: Kathedrale St. Magnus; rechts Mitte: Balfour Castle; rechts unten: Earl´s Palace

Vor der Nordküste Schottlands liegen diese 67, zum größten Teil unbewohnten Orkney-Inseln. Eindrucksvoll dominieren die Monumente auf Mainland, der Hauptinsel der Inselgruppe die kulturellen Leistungen der nordeuropäischen Völker um 3.000 v.Chr. Die Gruppe der jungsteinzeitlichen Monumente besteht aus dem großen Kammergrab Mae Howe, zwei zeremoniellen Steinkreisen Stenness und dem Ring of Brodgar sowie der Steinzeitsiedlung Skara Brae. Ebenfalls aus vorgeschichtlicher Zeit stammen die Steinkreise von Stenness. Bei letzterem stehen in einem Kreis von ca. 100 m Durchmesser bis zu viereinhalb Meter hohe Steine. 27 der ursprünglich 60 Steine sind bis heute erhalten geblieben. Archäologen vermuten, dass dieser Steinkreis als Sonnentempel genutzt wurde.

Standing Stones of Stenness

Eindrucksvoll ist auch die Steinzeitsiedlung Skara Brae, die erst vor knapp 150 Jahren durch einen Sturm wieder freigelegt wurde. Diese Siedlung gilt als die am besten erhaltene der Jungsteinzeit Europas.

Weltkulturerbe Skara Brae

Skaill House

Die St. Magnus-Kathedrale befindet sich in Kirkwall und beherbergt die sterblichen Reste des St. Magnus. Die Kathedrale wurde im Jahr 1137 von Graf Rognvald-Kali gestiftet und gehörte bis zur Reformation zu Trondheim. Im Jahr 1486 übergab man den Bewohnern von Kirkwall die Kathedrale. In den 1850-er Jahren fanden die Renovierungen statt sowie in den Jahren 1900 und 1925. Während der Renovierungsarbeiten wurden Fenster und der Vierungsturm ergänzt. Die Kathedrale wurde in den 70-er Jahren stabilisiert, da sie in Richtung Westen absackte. Das Querschiff, die Ostseite des Schiffes und der Chor gehören zu den ältesten Beständen der Kathedrale. Sie erscheint im romanisch-normannischen und im frühen gotischen Stil.

Kathedrale St. Magnus mit Friedhof

Unser letztes Ziel war die Burgruine Earl´s Palace, die als geschützte archäologische Stätte gilt. Der Palace wurde Ende des 16. Jahrhundert als Stammsitz für Robert Stewart, den 1. Earl of Orkney, errichtet. Nach dem Tod übernahm sein Sohn des Sitz, dem auch der Bishop´s Palace gehörte. In der Zeit zwischen 1601 und 1607 ließ er sich einen weiteren Earl´s Palace errichten, da ihm seine bisherigen Besitztümer nicht genügten. Er war beim Volk aufgrund seiner tyrannischen Art sehr unbeliebt und wurde im Jahr 1615 wegen Hochverrats angeklagt und geköpft. Nachdem die Orkneyinseln der schottischen Krone zufielen, wurde Earl´s Palace nicht mehr genutzt und zerfiel. Heute sieht man nur noch eine Ruine, statt der eigentlich geplanten Bauten. Sie ist ein Beispiel der schottischen Renaissancebauwerke des 17. Jahrhunderts.
Während archäologischer Untersuchungen entdeckte man eine Schicht unterhalb der Oberschicht, die die Nutzung zur Zeit des Mittelalters belegt. Außerdem wurden Reste einer aus dem 19. Jahrhundert stammenden Gartenanlage entdeckt.

Earl´s Palace

Am nächsten Tag ließen wir es langsam angehen. Nachdem wir ausgeschlafen hatten, nahmen wir uns Zeit für ein leckeres Frühstück. Da unser Ausflug am Vortag ziemlich anstrengend war, verbrachten wir Zeit auf unserem Balkon, lasen in der Hängematte oder machten ein kleines Nickerchen. Dabei genossen wir den Sonnenschein, der uns ins Gesicht strahlte. Den Rest des Tages nutzten wir zur Erkundung des Schiffes. Am Abend holten wir unsere Bilder ab und schlenderten durch die Geschäfte. Um 19:00 begann die Vorstellung von Henning Schmidtke, die äußerst amüsant war. Anschließend gab es Abendbrot und wir ließen den Abend in der Anytime Bar ausklingen.

Hier kommen Sie zum ersten Beitrag unserer Reise.

Margitta und Jörg Arndt

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