Welterbe-Blog

Welterbe pur in Nara und Arashijama

Die Kansai Region hat eine Menge an interessanten Städten wie zum Beispiel Nara zu bieten. Mit der Regionallinie geht es in die 40 Kilometer nördlich von Kyoto gelegenen Ort, welcher auch als Wiege Japans bezeichnet wird. Nara war bis zum Ende des 8. Jahrhunderts die erste kaiserliche Hauptstadt. Die Stadt besticht durch seine Mischung aus Dorfflair, Park und seinen unzähligen Sehenswürdigkeiten, wovon einige zu den UNESCO Weltkulturerben gehören. Vom Bahnhof geht es moderat hoch und vorbei an dem Kofukuji Tempel der 710 erbaut wurde. Er sollte als Gegenspieler zum Todaiji Tempel stehen wurde aber im Laufe der Jahrhunderte mehr und mehr zerstört. Heute steht nur noch die fünfstöckige Pagode aus dem Jahre 1426. Von hieraus geht es weiter in den angrenzenden Nara Park, der die Stadtmitte bildet. Auf dem über 8 qkm großen Gelände befinden sich zahlreiche Tempel und Museen die die japanische Geschichte beleuchten. Neben diesen Sehenswürdigkeiten ist der Park auch für seine 1200 zahmen Rehe und Hirsche bekannt und wird auch Hirschpark genannt. An Ständen können Besucher Futter für die Tiere kaufen und sie aus ihren Händen essen lassen. Dabei sollte man aber achtgeben, da die Tiere auch unbeobachteten Moment nutzen. Mit diesem tollen tierischen Erlebnis geht es weiter durch den Park zum Todaiji Tempel.

Beeindruckend wirkt hier die große Haupthalle mit ihren Ausmaßen von 57 m länge, 50 m breite sowie 49 m höhe und ist damit das größte Holzgebäude der Welt.  Für dessen Bau im Jahre 728 wurden 26 000 Bäume genutzt. In mitten der Haupthalle befindet sich eine große bronze Buddha-Statue (die Nara Daibutsu) mit einer Höhe von 16,2 m und einem Gewicht von 25 Tonnen. Auffallend sind die unterschiedlichen Farbverläufe des Buddhas, was auf die Brände und Rekonstruktion zurückzuführen sind. Das älteste Bestandteil ist 1250 Jahre alt. Weiterhin befinden sich in der Halle kleinere Buddhas mit einer Höhe bis zu 3 Metern, wirken aber je nach Blickwinkel gleichgroß mit dem großen Buddha. Neben einer Miniaturnachbildung des Todaiji Tempels, welches von Straftätern angefertigt werden musste, befindet sich auch eine Säule mit einer Öffnung. Wer sich durch die Säule schlängelt, der soll dem Glauben nach ein gutes Jahr haben und der Erleuchtung ein Stück näher kommen.

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Neben der Haupthalle befinden sich auf dem Gelände zwei weitere kleinere Hallen, welche Buddha Skulpturen beheimatet und für Festivals genutzt werden. Von dort hat man einen schönen Blick über Nara.

 

Am nächstem Tag ging es in den westlichen Teil des Großraumes Kyotos. Vom Hauptbahnhof geht es mit der JR Linie nach Arashijama. Die Gegend wurde schon sehr früh um 800 n. Ch.  durch seine schöne Natur und Landschaft bewundert und ist heute einen Anziehungsort für Touristen als auch Einheimische. Daher sollte man ziemlich zeitig dort ankommen um die großen Besucheranstürme zu entkommen. Vor allem sollten das Wochenende als auch Feiertage vermieden werden.

Vom Bahnhof aus machen wir uns durch die engen Gassen auf den Weg zum Bambuswald. Dort angekommen wird man von Beginn an in seinen Bann gezogen. Die über zehn Meter hohen Bambusbäume lassen einen ziemlich klein vorkommen. Der Weg führt mitten durch den Wald und die Bambussereihen sich dicht an einander. Wenn das Wetter an dem Tag mitspielt ergeben sich tolle Farbspiele und Fotomotive für den Besucher. Nachdem wir den sprichwörtlichen Märchenwald durchschritten haben, gelangen wir zum Tenryu Tempel.

Er ist einer der fünf großen Zentempel von Kyoto und erlangte seine Bedeutung im 14. Jahrhundert. Durch seine Gartenarchitektur schmiegt er sich hervorragend in die Landschaft ein und gilt als Meisterwerk des Karesansui Stils. Wie viele Sehenswürdigkeiten in Kyoto gehört auch dieser Tempel zum UNESCO Weltkulturerbe. Der 1339 Tempel gibt einen schönen Blick auf den Berg Arashijama, welchen wir als nächste in Angriff nehmen werden.

Über die Togetsukyo Brücke gelangen wir an den Fuße des besagten Berges. Diese ist bei vielen viel mehr unter dem Namen Affenberg bekannt. Seit 1954 sind hier 150 Makaken Affen heimisch welche von der Forschungsabteilung der Universität von Kyoto gefüttert und beobachtet werden. Aufgrund der Gewöhnung an Menschen, sollte man sich die Hinweisschilder zu Beginn durchlesen. Da heißt es, das sie nicht gefüttert und berühret sowie der Augenkontakt vermieden werden sollte.Der Aufstieg zum Berg dauert je nach körperlicher Verfassung und Wahl des Weges um die 20 bis 30 Minuten. Oben angekommen, hat man einen tollen Blick über die Stadt Kyoto. Nachdem man den Ausblick genossen hat steht auf dem Berg ein Gehege, von welchem man aus die Affen füttern kann. Das Futter kann man dort für ca. 100 Yen erwerben. Hier könnte man sich einige Stunden aufhalten und die Atmosphäre genießen. Vor allem für Kinder ist diese Attraktion eine tolle Gelegenheit die Affen näher zu kommen.

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Wieder am Fuße des Affenberges angekommen geht es über die Hauptstadße vorbei an dieversen Läden und Restaurants zurück zum Bahnhof.

Die alte Kaiserstadt Kyoto

Nachdem ich im Frühjahr Peking sowie Nordkorea bereist habe, ging es für mich im Sommer nun in das Land der aufgehenden Sonne. Bei dieser Rundreise durch Japan lernen wie das historische sowie die Moderne des Landes kennen. Ende Juli machte ich mich als Teil einer Reisegruppe auf eine interessante dreiwöchige Tour. Wir starteten mit einen Direktflug von Frankfurt am Main nach Osaka. Der Nachtflug mit der Lufthansa war sehr entspannt und der Landeanflug auf den Flughafen von Osaka spannend, da dieser auf einer Halbinsel liegt.

Kurz nach Ankunft hatten wir auch schon unser Gepäck und ein fantastisches Wetter. Die 40 Grad sowie die sehr hohe Luftfeuchtigkeit (es war gerade einmal 8 Uhr in der Früh) gab einen Vorgeschmack was die nächsten Wochen wartet. Mit dem Bus fuhren wir durch die Kansai-Region in die Stadt Kyoto. Neben Kyoto als kulturelles Zentrum zählen Osaka als Handelszentrum sowie Kobe als moderne Großstadt zu dieser Region. Sie nimmt eine Fläche von rund 27000 qkm ein und zählt ca. 6 Mio. Einwohner.

Nach dem wir unsere Hotelzimmer bezogen haben, machte sich die Gruppe auf um erste Eindrücke dieser traditionellen Stadt zu bekommen. Für den heutigen Tag stand vor allem das Zentrum als auch der östliche Teil im Mittelpunkt mit welchem wir begannen. Mit dem hervorragend ausgebauten Metronetz der Region geht es zum Kiyomizu-dera-Tempel. Dieser ist auf einem Berg errichtet und gibt einen schönen Blick über die Stadt. Das 1633 errichtet Gebäude besticht vor allem durch die Bauweise ohne einen einzigen Nagel sowie der Veranda, welche auf mehreren Pfählen erbaut wurde.

Von dort geht es weiter zum weiter nördlich gelegenen Chion-in-Tempel. Beeindruckend an diesem Ort ist vor allem die Tempelglocke, welche in ihrer Größe unerreicht ist. Es werden 17 Mönche benötigt um diese Glocke in Bewegung zu setzen. Diese ersten Eindrücke der Tempel machen natürlich hungrig. Dementsprechend nutzten wir ein Lokal was weiter im Zentrum lag, da es von dort zu der Nijo Burg ging. Das Schlossareal umfasst 275 000 qm und hat 23 Gebäude und Tore. Sehenswert ist hier vor allem der Ninomarupalast mit seinen 33 Räumen in einer Größe von 800 Tatami Matten. Aus historischer Sicht ist die Verkündung des Endes der 250 Jahre währenden Militärherrschaft der Tokugawa interessant.

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Am Nachmittag unternahmen wir einen Rundgang über den Nishiki Ichiba Markt. Auf dem mehr als 400 Jahre bestehenden Markt bieten Händler Fisch, Gemüse,  Tofu, Süßigkeiten und vieles mehr an. Hier lässt sich das lokale Geschehen hautnah erleben. Den Abschluss des Tages bildet ein Besuch im Gion Viertel. An diesem Ort trifft man das traditionelle Kyoto mit seinen Holzhäusern und den typischen lamellenartigen Gittern. Hier entstanden zum Ende der Edo Zeit die ersten Geisha Häuser, welche bis heute bestand haben. Mit diesem geschichtlichen Hintergrund, den Geishas sowie den Restaurants und dem Gion Corner, einem Bühnen- und Veranstaltungshaus, verleiht es dem Viertel ein besonderes Ambiente. Denn Abend lassen wir im besagten Gion Corner ausklingen. In einer knappen Stunde werden die großen japanischen Kunstformen  in kurzen Varianten angeschnitten. Zu diesen Kunstformen zählen zum Beispiel das Puppenspiel, die Teezeromonie, Blumenstecken, japanische Harfe und vieles mehr.

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Den zweiten Tag begannen wir wiederum im Zentrum von Kyoto, wo der Kaiserpalast steht. Er war  von 794 – 1868 der Sitz des japanischen Kaisers bis dieser den Sitz nach Edo, dem heutigen Tokio verlegte.  Der Palast ist umgeben von einer großen Steinmauer und befindet sich im Kyoto Gyoen Park. Erreicht werden kann der Palst über einer der sechs Tor. Für die Öffentlichkeit ist das nur jeweils eine Woche im Frühjahr und eine im Herbst möglich. Ausländische Gäste können den Palst nach vorheriger Anmeldung auch ganzjährig besuchen.

Neben der Geschichte ist Japan auch für seine schöne Kultur bekannt. Wie am Vortag bei den Geishas bewundert werden konnte, tragen viele Japaner zu Veranstaltungen einen Kimono. Dieses Kleidungsstück sollte nun im Mittelpunkt stehen. Hierzu geht es weiter in den nordwestlichen Teil Kyotos in das Nishijin Textilcenter. Zur vollen Stunden finden in dem Center Kimonoshows statt. Die jungen Damen präsentieren verschiedenste Kimonos mit wunderschönen Farben und Motiven. Neben den vorgeführten Kimonos können auch weitere traditionelle und moderne Andenken an Japan erworben werden. Der Besuch lohnt sich auch für Leute die nicht so viel mit Mode zu tun haben, sich aber an den tollen Kleidungsstücken erfreuen können.

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Im Anschluss steht das Highlight jedem Kyoto Besuches an.  Mit dem öffentlichen Busverkehr geht es zum Kinkakuji Tempel, der auch besser bekannt ist unter dem Goldenen Pavillon. Der 1394 erbaute Pavillon besteht aus drei Baustilen:

  • Dem palastartigen Shinden-zukuri im Erdgeschoss
  • Darüber den Cho-on-do, die den Samurai Häusern gleicht
  • Abschließend der Karayo-Stil aus dem Zen Tempel, welcher ursprünglich nur vergoldet war.

Vor dem Pavillon befindet sich ein See in dem sich der Tempel bei Windstille spiegelt. 1950 wurde das Gebäude mutwillig niedergebrannt und anschließend wieder aufgebaut, so dass auch das Zwischengeschoß vergoldet wurde. Die Hintergründe zu dem Brand können in dem Roman „Der Tempelbrand“ von Yukio Mishima nachgelesen werden.

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Kinkakuji Tempel

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Nahansicht des Kinkakuji Tempel

Die Highlights von Peking (Teil 2)

Am letzten Tag der Reise geht es in den Nordwesten der Stadt Peking. Hier besichtige ich heute den Sommerpalast. Dieser wurde 1751 begonnen zu errichten und nach 13 Jahren abgeschlossen. Der Kaiser Qianlong der Qing Dynastie ließ diesen Park zum Anlass des 60. Geburtstags seiner Mutter bauen. Die Kosten hierfür betrugen 4,8 Mio. Silber Tael. Die Sommerzeit sowie der Alltag in Peking ist immer sehr trocken und heiß wie auch stressig. Daher nutzen die Einheimischen den Park mit seinen Pavillons gerne als Rückzugs- und Ruheraum. In seiner jetzigen Form besteht er seit 1924, da er im Krieg zweimal nahezu komplett zerstört worden war. Peking glänzt mit vielen UNESCO Weltkulturerben, wozu auch der Sommerpalast seit 1998 zählt.

Der Sommerpalast erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von 290 Hektar, wovon ¾ der Fläche auf den Kummingsee fallen. Bei einer schönen und erholsamen Bootstour über den See, lässt sich die Anlage von verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Wie mir mein Reiseleiter erzählt, friert der See im Winter komplett zu, so dass dieser dann gerne zum Schlittschuhe fahren genutzt wird. Nach dem wir wieder festen Boden unter den Füssen hatten, ging es quer durch die Parklandschaft. Hierbei fielen Stände mit Zetteln auf. Dazu wurde mir erklärt, dass dies eine Art Singlebörse der Eltern für Ihre Kinder ist. Aufgrund der jahrelangen Ein-Kind-Politik wird es immer schwerer, dass die Kinder Partnerschaften finden und es dementsprechend weniger Hochzeiten gab.

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Singlebörse der Eltern für Ihre Kinder

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Mamorschiff im Sommerpalast

Weitere Sehenswürdigkeiten im Sommerpalast sind unter anderem das Mamorschiff am Ufer des Kumingsees. Dabei Irritiert das Wort Mamor ein wenig. Hier besteht nur der Sockel aus Mamor und der Rest der Konstruktion besteht überwiegenden Teilen aus Holz. Nicht weit entfernt davon, befindet sich die 17 Bogen Brücke. Sie ist 170 Meter lang und verbindet das Ostufer mit der Südinsel, auf der sich der Drachentempel befindet. Aber auch die vielen anderen Hallen und Pavillons sind einen Besuch wert. Um sich alles anzuschauen sollte man sich einen ganzen Tag Zeit nehmen. Für mich hieß es nach ein paar Stunden wieder Abschied zu nehmen. Denn das Mittagessen, Peking Ente, nahmen wir in einem Lokal im Zentrum ein. Von dort ging es zum Flughafen, wo mein Rückflug via Amsterdam nach Berlin um kurz vor Mitternacht startete.

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Die chinesische Mauer

 

Für den heutigen Tag stand das wohl bekannteste Bauwerk von China auf dem Programm. Es ging zur Chinesischen Mauer. Hierzu führte mich der Weg rund 60 km nordwestlich von Peking zum Ort Badaling. Dieser Abschnitt der chinesischen Mauer ist der wohl repräsentativste und prachtvollste Teil der Mauer. Der von der Ming Dynastie errichtet Abschnitt wurde als erstes der Mauer der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Teilabschnitt der chinesischen Mauer bei Badaling kommt einer strategischen Bedeutsamkeit zu, da  sich hier die erste Verteidigungslinie zwischen Peking und der Mongolei befand. Auf einer Länge von knapp 8 km (Gesamtlänge der chinesischen Mauer: rund 21.000 km) befinden sich 30 Wachtürme (12 nördliche und 18 südliche). Die Höhe beträgt 7,8 m und ist 5,7 m breit.

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Nachdem ich ausführlich den Mauerabschnitt erkundet habe, ging es wieder ins Zentrum von Peking. Hier besichtigte ich die Altstadt mit seinen sogenannten Hutongs. Dabei handelt es sich um Wohngebiete in traditionell chinesischer Bauweise. Markenzeichen sind die engen Gassen und die erdgeschossige Bauweise. Dabei haben viele Wohnungen keine Sanitäreinrichtung, so dass sich mehrere Wohnungen einen Komplex hierfür teilen. Auf einer Rikscha Tour durch diese Wohnform war sehr interessant. Das Mittagessen an diesem Tag nahmen wir bei einer Familie in diesem Wohnviertel ein. Dabei konnte man die authentische Küche als auch den Alltag erleben. Mit diesen erlebnisreichen Eindrücken machte ich mich auf den Rückweg ins Hotel. Den Nachmittag nutzte ich um auf eigene Faust die Region um meiner Unterkunft zu entdecken.

 

Die Highlights von Peking (Teil 1)

Mitten in dem morgendlichen Berufsverkehr geht es durch die Menschenmassen des Bahnhofs zum Ausgang, wo mich mein Reiseleiter begrüßte. Das erste Ziel des Tages war der Tian’anmen-Platz auch bekannt unter dem Namen Platz des himmlischen Friedens. Mit rund 37 Hektar ist es einer der größten Plätze der Welt. Bekanntheit erlangte er aufgrund des Tian’anmen Massakers vom 04. Juni 1989, in dem die chinesische Demokratiebewegung nach monatelangen Protesten blutige niedergeschlagen wurde.

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Tian’anmen-Platz in Peking

Der Platz ist an seinen Seiten durch prächtige Bauwerke umrandet. An der südlichen Seite wurde nach dem Tod von Mao Zedong 1976 ein Mausoleum errichtet, in dem sich der Leichnam von ihm befindet. Auf der westlichen Seite befindet sich die große Halle des Volkes. In dieser im neoklassizistischen Stile gebauten Gebäude werden die riesigen Nationalversammlungen abgehalten sowie Staatsgäste empfangen. An der östlichen Seite befindet sich das chinesische Nationalmuseum. Die Nordseite wird mit dem Tor des himmlischen Friedens verziert. Von dort gelangt man direkt in die Verbotene Stadt, welches der nächste Halt ist.

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Sie wird auch kaiserliche Palaststadt genannt und befindet sich, wie auch der Tian’anmen Platz, im Zentrum von Peking. Bis in das Jahr 1911 lebten und regierten hier die die chinesischen Kaiser der Ming und Qing Dynastien. Dementsprechend war die Verbotene Stadt auch nicht öffentlich zugänglich. Erst die Revolution 1911 brachte Änderungen mit sich. Der Grundriss wird im rechten Winkel gehalten was dem Prinzip von Ying und Yang entspricht. Auf dem Gelände sind prächtige Paläste der Herrscher zu finden. Die Dächer der Hauptpaläste sind teilvergoldet und mit glasierten Ziegeln aus Gelb gedeckt. Die Farbe Gelb war die Symbolfarbe der chinesischen Kaisers. Um dieses Meisterwerk der Nachwelt zu erhalten, wurde es 1987 in das Weltkulturerbe aufgenommen.

Vom Zentrum Pekings führte der Weg weiter in den Südosten der Stadt. Hier befindet sich der beeindruckende Himmelstempel. Dieser Tempel, welcher 2,8 qm Fläche umfasst, wurde im Jahre 1420 n. Chr. vom Kaiser Zhuli der Ming Dynastie errichtet. Der Himmelstempel ist einer von sechs Altären auf dem Gelände, ist aber aufgrund seiner Geschichte der bekannteste. Dieser Tempel ist dreifach gestuft sowie in einer runden Form gehalten. Im Inneren des Gebäudes stellen größere und kleinere Säulen die Jahreszeiten und Monate dar. Er diente den damaligen königlichen Priester dafür, um für eine gute Ernte und schönes Wetter zu beten. Der Tempel ist in einen königlichen Garten sowie schönen Pinien eingerahmt. Das gesamte Gelände mit seinem Tempel, Garten und der Bebauung soll die Beziehung zwischen dem Land und dem Himmel wiederspiegeln. Auch dieses Bauwerk wurde in die UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen, welches im Jahr 1998 stattfand.

Abschied aus Nordkorea

Heute stehen die letzten Stunden meines Besuches in Nordkorea an. Die Rückreise trete ich nicht mit dem Flugzeug sondern mit dem Zug an. Das Ziel heißt Peking. So bringen mich meine Reiseleiter zum Hauptbahnhof von Pjöngjang. Nach der netten Verabschiedung und der Überreichung von Gastgeschenken setzte der Zug sich kurz nach 10 Uhr in Bewegung. Auf der vier Stündigen Fahrt zum Grenzort lasse ich die Aussicht auf mich wirken und mache noch die ein oder anderen Fotos. Zum Nachmittag erreichen wir nun die Grenze. Hier hat jeder nordkoreanische Beamte seine eigene Aufgabe:

  1. Der erste sammelt alle Reisepässe ein,
  2. der nächste tastet einen ab,
  3. ein weiterer durchschaut dein ganzes Gepäck,
  4. der nächste überprüft dein Handy (welche Fotos und Kontakte du darauf hast),
  5. ein weiterer ist für dein Fotoapparat zuständige und löscht ggf. Fotos die ihm nicht passen.

Nach der fünf Stunden!!!  Grenzkontrolle auf nordkoreanischer Seite konnten wir nun unsere Reise fortsetzen. Über eine 200 Meter lange Brücke geht es in den chinesischen Ort Dandong, welcher einen mit Hochhäusern begrüßt. Das Bild mit den Hochhäusern auf chinesischer Seite und nur 200 Meter entfernt dem dörflichen Stadt auf nordkoreanischer Seite ist sehr abstrus. Die Kontrollen auf chinesischer Seite dauerten nicht ganz so lange. Nach dem passieren mehrere Millionenstädte erreichte ich morgens um 9 Uhr den Hauptbahnhof von Peking.

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Das Kumgangsan Gebirge

Geweckt wird man hier nicht mit Vogelgezwitscher, sondern mit Propagandadurchsagen von den Straßen. Für mich geht es heute mit den Reiseleitern weiter in den Südosten der Demokratischen Republik, wo wir eine Wanderung durch das Kumgangsan Gebirge vornehmen. Wer einmal in das Land reist, sollte sich unbedingt das Gebirge anschauen. Erwähnenswert ist der Ort in der Hinsicht, dass es die einzige Möglichkeit ist von Südkorea direkt nach Nordkorea zu Reisen. Die Einreise erfolgt per Schiff und unterliegt einer strengen Einreiseprozedur. Möglich machte diese eine Vereinbarung zwischen dem damaligen Hyundai-Chef Ju-Yung Chung und dem Staatschef Kim Jong Il. Das Kumgangsan Gebirge gilt als das landschaftlich schönste auf der koreanischen Halbinsel. Insgesamt säumen über 12 000 Bergspitzen das Gebirge.

Die höchste Erhebung ist der Piro Berg mit 1639 Meter. Auf unserer Wanderung erblicke ich bei schönsten Sonnenschein und blauen Himmel zahlreiche historische Tempel. Nach der Rückkehr stärkten wir uns mit den Lunchpaketen und machten uns auf den Rückweg nach Pjöngjang. Aufgrund der großen Entfernung legten wir in eine Übernachtungspause im Masik Pass Ski Resort ein. Wie mein Reiseleiter sagte ist es ein 7 Sterne Hotel. Die Ausstattung war vom feinsten und bis jetzt die beste Übernachtung die ich bis jetzt hatte. So ein riesiges und luxeriöses Hotel hat man selten für sich alleine.

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Bevor wir uns am vorletzten Tag weiter Richtung Pjöngjang auf machten, unternahmen wir noch eine kleine Wanderung auf den teilweise mit schneebedeckten Hänge des Skiressort. Ausgepowert erreichten wir den Startpunkt der Piste und hatten einen traumhaften Blick über die Bergspitzen des Gebirges. Wieder am Hotel angekommen setzten wir nun unsere Fahrt nach Pjöngjang fort. Bevor wir wieder in der Hauptstadt ankommen machten wir östlich noch einen Halt bei dem Tongmyong Grab. Wie der lokale Guide erläutert erinnert dieses Grab an König Tongmyong, dem Gründer der Koguryo-Dynastie die 277 vor Christus bis 668 nach Christi Geburt das Land regierte. Das Gelände umfasst 220 Hektar auf dem Reiter- und Tierskulpturen, drei Tempel mit Buddhastatuen sowie ein viereinhalb Meter hoher Grabhügel steht. Die Grabstätte steht sogar auf der UNESCO Welterbeliste.

Die Jugend Nordkoreas

Auf dem heutigen Tagesprogramm steht der östliche Teil Nordkoreas mit der Stadt Wonsan, welche rund 200 km von der Hauptstadt entfernt ist. Die Stadt ist bei Einheimischen ein beliebter Badeort und das nahe gelegene Camp wird in der Sommerzeit von Schulklassen besucht. Dieses Internationale Sommercamp Songdowon ist auch der erste Stopp. Hier können auf einer Größe von 500 Hektar bis zu 1200 Kinder und Jugendliche übernachten. Auf einem Rundgang über das Gelände besichtigte ich die Schwimm- und Sporthalle, den Fußballplatz, Zoo, das Freibad mit Wasserrutschen, das Freilufttheater, die Blumengärten und die diversen Spielplätzen. Die Anlage macht einen exzellenten Eindruck, als ob es gerade errichtet wurde. Bei der Innenbesichtigung der Freizeiträume viel mir die sehr militarisiert Einrichtung auf. Zum Bespiel finden sich hier Kinderspielzeuge in Form von Gewehren und Pistolen die nahezu echt aussehen. Im Gesamtbild soll es den Kindern und Jugendlichen an nichts fehlen. Doch wer genauer hinschaut, dem fällt der Einfluss von Militär und Krieg auf.

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Bei der Fahrt durch die Straßen von Wonsan stachen mir besonders die herunterkommenden wirkenden Häuser ins Auge. Der Kontrast zwischen diesen Häusern und dem Sommercamp sowie dem jetzt zu besuchenden Kinderheim lassen einen ins Nachdenken kommen. Das Kinderheim ist wie das Sommercamp in einen einwandfreien und herausgeputzten Zustand. Den Kindern dort scheint es an nichts zu fehlen. Sogar ein Schwimmbad ist vorhanden. Bei der Besichtigung wurde mir der Alltag und die Versorgung erklärt. Den Kindern wird genau vorgeschrieben was und wieviel sie essen dürfen. Es gibt also keinen Nachschlag. Darüber hinaus werden die kleinsten schon sehr früh mit dem militarisierten Spielzeug erzogen. Sie spielen nicht mit Autos und Babypuppen sondern mit Panzern, Raketen und Soldaten. Hierbei fragte ich mich schon, ob es tatsächlich in der Realität abläuft oder dies hier alles inszeniert wurde.

Den Abschluss des Tages bildet ein Spaziergang am Hafen von Wonsan, wovon früher Schiffe zwischen Nordkorea und Japan verkehrten. Nebenan fischten Einheimische Muscheln aus dem Wasser. Mein Reiseleiter wollte mich zu einem Snack einladen, doch dies habe ich freundlich abgelehnt, da das Wasser nicht sehr sauber aussah. Nach den interessanten Einblicken kehrten wir in das Hotel von Wonsan ein, wo auch das Abendbrot eingenommen wurde. Dieses bestand vor allem aus Fisch und Meeresfrüchten. Das Skurrile hierbei ist der aufgeschnittene Fisch auf dem Tisch, welchen wir scheibchenweise roh verzehrten. Berührte man den Fisch an den Kiemen, bewegte er sich sogar noch ein wenig. Und plötzlich viel das Licht im Hotel aus. Auch eine Weile später gab es dies nicht und der Weg ins Hotelzimmer musste mit der Taschenlampe gesucht werden. Eine unterbrechungsfreie Strom- und Wasserversorgung sollte man außerhalb von Pjöngjang nicht erwarten.

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Die Schönheit des Ostens Nordkoreas

Wir gehen heute auf eine Reise in den Nordosten des Landes, wo sich das Myohyangsen Gebirge befindet. Ein sehenswerter Stopp erfolgt an der Freundschaftsausstellung. Dabei handelt es sich um zwei pagodenartige angelegte Prachtanlagen die vor einen Berg gebaut sind. Erst wurde eine für Kim Il Sung gebaut doch nach seinem Tod merkte man das eine zweite auch für Kim Jong Il notwendig war. Die heiligen Hallen versprühen durch seinen langen mamorverkleideten Gang zu Beginn einen hoch religiösen Charakter. Damit kein einziges Korn oder auch Schmutz hinterlassen wird, sind Schuhüberzieher anzuziehen. Sobald man einen Raum betritt werden die Sensoren aktiviert und das Licht erklimmt. Dies ist auch notwendig, da es kein einziges Fenster gibt. Auf einer Fläche von über 30 000 qm werden absurdeste Gegenstände ausgestellt die Staatsmänner, Diplomaten, halboffizielle Besucher oder sonstige Delegationen aus über 150 Ländern den nordkoreanischen Führern überreicht haben. Viele dieser Gegenstände befinden sich hinter einer Gleisscheibe, damit diese nicht kaputt gehen oder verschmutzen.

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Blick auf das Myohyangsen Gebirge

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nach dem Rundgang der Freundschaftssausstellung

Will man die ganze Ausstellung sehen, so benötigt man mehrere Wochen. Daher wird man von seinem Reiseleiter vor allem durch die wichtigsten Räume sowie aus den gewidmeten Ländern geführt aus welchem man stammt. Besonders interessante Gaben sind von Stalin (schusssichere Staatslimousine), Castro, Mao Tse-Tung (Zugabteil), Honecker und Gaddafi. Zum Schluss des Rundganges kommt man an einer Wachsstatue von Kim Il Sung im Business-Anzug vorbei, vor der man sich verneigen sollte. Bei einer kurzen Pause kann man den Ausblick auf das schöne Myohyang Tal genießen. Von dort geht es zu einer kleinen Wanderung die vorbei an einem Mönchsfriedhof, einem kleinen buddhistischen Tempel sowie Klöstern und schönen Gärten vorbeiführt. Bei diesem Spaziergang versuchte mein Reiseleiter ein wenig meine Einstellung zu erfragen bezüglich Politik, das Ansehen in der westlichen Welt sowie meine Gedanken zu den Satelliten, welche sie ab und an abfeuern. Hierbei habe ich versucht mich ganz diplomatisch zu äußern und auf das schöne Wetter sowie hervorragende Essen überzuleiten. Man weis nie was einen als Einzelreisender noch erwarte bzw. wie die Wort aufgefasst werden.

Nachdem wir den Vormittag dort verbracht haben, machten wir uns auf den Weg zurück nach Pjöngjang. Hierbei stoppten wir an einem Hotel im sprichwörtlichen nirgendwo, bei dem wir das Mittagessen eingenommen haben. Wieder in der Hauptstadt angekommen, führte der Weg über das Taedong Tor zum atemberaubenden Kim Il Sung Platz. Die 75 000 qm sind mit Granitplatten bedeckt und dienen vor allem für Paraden, Aufmärsche und verschiedenen Huldigungsfesten. An den drei Seiten des Platzes befinden sich einige wichtige Gebäude der Stadt. Besonders erwähnenswert ist das große Studienhaus des Volkes.

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Kim Il Sung Platz

Dieses ist in traditionell-moderner Architektur gehalten und darüber befinden sich 34 Dächer in koreanischem Stil. Darin befindet sich eine Bibliothek, welche auf 100 000 qm mehr als 3 Millionen Bücher aufbewahrt. Vom Balkon des Hauses aus hat man einen tollen Blick auf den Platz sowie den genau in der Luftlinie liegenden Turm der Juche-Idee. An den beiden anderen Seiten des Kim Il Sung Platzes befinden sich zum einen die koreanische Kunstgalerie und das Außenhandelsministerium. Abgerundet wird der Besuch einer Buchhandlung. Diese steht grundsätzlich für jeden offen, doch war es verwunderlich, dass sie geschlossen war und nach ein paar Telefonaten plötzlich öffnete. Sie führt diverse Schriften der großen Kims, welche in viele Sprachen übersetzt wurden. Nach ein wenig stöbern bin ich auf eine Literatur aufmerksam geworden und entschied mich diese zu kaufen. Als wir den Laden verließen, wollte mein Reiseleiter die gekaufte Literatur noch einmal sehen. Einige Telefonate später bekam ich es dann wieder. Diese Prozedur wiederholte sich dann noch zwei mal. Mit dieser Kuriosität geht der Tag mit weiteren tollen Einblicken zu Ende.

Nordkoreas Vergangenheit

Mit dem heutigen Tage geht es gen Westen in die 55 Kilometer von der Haupstadt entfernte Stadt Nampo. Auf den Weg in die Stadt passiert man einige Kontrollpunkte und fährt an dieversen Fabrikstandtorten vorbei. Daher ist die Stadt auch als Industriestandort mit seinem Hafen sehr bekannt. Das sehenswerteste in Nampo ist der große Staudamm an der Mündung des Taedong. Dieser Staudamm erstreckt sich auf einer Länge von 15 Kilometer und verfügt über 3 Schlesen für Schiffe bis zu 50 000 Bruttoregistertonnen. Er dient zur Abgrenzung des Meer- vom Flusswasser. Auch hier gibt es einen Ort an dem, an den Bau des Dammes erinnert wird. Dieser befindet sich auf gut der Hälfte des Weges direkt neben dem Staudamm und befindet sich auf der Insel Pi.

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Staudamm von Nampo

Ein großes Monument zur Fertigstellung des Staudammes erinnert an die Erschaffung, vor welchem wir uns verbeugen mussten. In einem Gebäude auf der Insel gibt es Informationsmaterial sowie einen Informationsfilm. In diesem erfährt man das der Staudamm mit relativ simplen Mittel zu jeder Jahreszeit von Arbeitern und Soldaten erschaffen wurde. Die Bauzeit betrug 5 Jahre und ging von 1981 – 1986. Er dient zur Trinkwasserversorgung der Region sowie für die industrielle Nutzung des Süsswassers. Weiterhin dient der Staudamm zur Verhinderung von Flutkatastrophen in der Hauptstadt Pjöngjang.

 

Nachdem wir unser Mittagessen in der Stadt Nampo eingenommen hatten, besuchten wir auf den Rückweg nach Pjöngjang eine landwirtschaftliche Kooperative. Hier wurde vom lokalen Guide der Anbau von Gemüse sowie die Umgebung erläutert. Wenn man sich die Böden und die Pflanzen angeschaut hatte, sah es doch schon sehr trocken aus. Dennoch gab es kleine Erzeugnisse wie zum Beispiel Gurken, Tomaten, welche man aber von der Größe nicht mit unseren Vergleichen kann. Mit diesen Eindrücken führte uns der Weg über die rumplige Autobahn an den Rand der Hauptstadt, wo es zum Geburtshaus von Kim Il Sung ging. Dort erblickte der Große Führer am 15.04.1912 das Licht der Welt. Hierbei handelt es sich um ein niedriges, strohbedecktes Haus aus Holzwänden mit einem kleinen Hof. Die Räumlichkeiten können nur von außen besichtigt werden und zeigen die Wohnumstände der damals  revolutionären Familie. Unter anderem sieht man Andenkenfotos, ein Spinnrad, Küchenutensilien und Schlafmatten. Vor allem von ausländischen Besuchern wird ein angemessenes Verhalten an diesem andächtigen Ort erwartet. Dies beinhaltet natürlich auch die Verbeugung. Vom angrenzenden Mangyong Hügel hat man einen schönen Blick auf Pjöngjang.

 

Dort sah das Besuchprogramms für heute weiter den Turm der Juche-Idee vor. Dieser steht am östlichen Ufer des Taedong-Flusses und wurde 1982 feierlich enthüllt. Dabei handelt es sich um einen 170 Meter hohen Turm, welcher aus einem Sockel, einem sich nach oben abstufenden Turmkörper sowie einer stilisierten roten Flamme besteht. Drumherum befinden sich verschiedene Personengruppen, die verschiedene Themen Symbolisieren wie zum Beispiel Industrie, Kunst. Um den Turm herum sind 230 Granitplatten in den Boden eingelassen die Freundschaftbekundungen aus aller Welt beinhalten. Weiter geht es zu einem kurzen Abstecher in die Blumenhalle der Stadt, in der verschieden Pflanzen wie zum Beispiel die Kimilsungia und Kimjongilia ausgestellt werden. Wie an den Namen zu erkenn ist, wurden sie nach großen Persönlichkeiten des Landes benannt. Selbstverständlich ist hier natürlich die Verbeugung um seinen Respekt zu zeigen.

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Turm der Juche-Idee

 

Zum Abschluss des Sightseeings geht es zum Monument zur Gründung der Partei der Arbeit Koreas. Hier begrüßte uns der lokale Guide und beschreibt den Prozess der Gründung der koreanischen Arbeiterpartei durch Kim Il Sung. Das Denkmal wurde am 10. 10.1975 zum 30. Jahrestag der Arbeiterpartei enthüllt. Es bildet das Partei Emblem nach. Es besteht aus einem ringförmigen Sockel aus dem drei Hände herausragen die drei Werkzeuge  halten, welche die drei zentralen Elemente der Partei darstellen. Dabei handelt es sich um den Hammer der für die Arbeiterklasse, den Pinsel für die Intellektuellen und der Sichel für die Bauern stehen. Jeder der Säulen ist 50 Meter hoch und sind gemeinsam von einem Steinring umschlossen, der die Einheit des nordkoreanischen Volkes  darstellen soll.  Der Durchmesser beträgt 50 Meter und ist mit koreanischen Schriftzeichen versehen die Übersetzt folgendes heißen: „Lang lebe die Partei der Arbeit Koreas, die das koreanische Volk zu allen Siegen führt!“ Dieses Monument soll weltweit das einzige Monument zu Ehren einer politischen Partei sein. Entworfen haben soll es Kim Jong Il.

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Monument zur Gründung der Partei der Arbeit Koreas

Den Abend ließen meine Reiseleiter und ich im Zirkus von Pjöngjang ausklingen, wo wir uns eine Zirkusvorstellung anschauten. Am Anfang konnte man den Eindruck habe, dass die Vorgeführten Tiere gar nicht real seien. Doch bei näherem Hinsehen konnte man doch erkennen, dass es sich hierbei um echte Tiere handelte. Das Gebäude hat eine Gesamtfläche von 70.000 qm und fasst 3500 Zuschauer. Auch hier hat das Datum der Eröffnung einen historischen Hintergrund. Der 1. Mai 1989 erinnert an den Tag der Arbeit.