Namibia und Etosha Nationalpark

In den ersten 3 Wochen standen vor allem die Inseln des Atlantiks auf dem Programm, so dass man auf das Festland des afrikanischen Kontinents gespannt war. Am Abend des 4. Novembers 2017 war es dann soweit und die MS Albatros erreichte Walvis Bay in Namibia. Alle Passagiere mussten mit ihrem Reisepass bei den örtlichen Behörden, welche auf das Schiff kamen, vorstellig werden, um die Einreiseformalitäten zu erledigen. Durch die gute organisatorischen Vorbereitungen der Schiffscrew benötigte man nicht lang. Da am nächsten Tag die 4 tägige Überlandtour vom Schiff anstand, entschied ich mich den heutigen Abend entspannt an zugehen, um fit für die nächsten Tage zu sein. Bei einem Treffen der Teilnehmer einige Tage zuvor, wurden die Tour besprochen und eventuelle Fragen geklärt.

Tag 1

Kurz nach 7 Uhr trafen sich alle 30 Ausflugsteilnehmer und wir machten uns auf die Tour quer durch den Norden Namibias, deren Höhepunkt der Besuch des Etosha Nationalparks war. Am Hafenausgang stand der Reisebus, welcher mit Klimaanlage und komfortablen Sitzen mit schöner Beinfreiheit ausgestattet war, bereit. Von hieraus ging es in das 30 km entfernte Swakopmund. Viele Dinge in diesem Ort erinnern an die deutsche Kolonialzeit. Sei es die deutschen Straßennahmen, die Geschäfte oder das Hotel zum Kaiser. Hier hatten wir ein wenig Zeit den Ort zu erkunden.

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Stadtansicht Swakopmund

Entlang der Küstenstraße ging es weiter in den Norden. Die Landschaft war geprägt von viel Sand und Meer. Dies änderte sich mit einbiegen ins Landesinnere. Hier war weit und breit nur Wüste und Dünen zu sehen. Aus dem Asphalt an der Küste wurden nun Schotterpisten und man wurde im Bus über mehrere Stunden ordentlich durchgeschüttelt. Gegen Mittag erreichten wir endlich eine kleine Ortschaft, in der wir unser Lunchpaket verspeisten. Nach dieser Verschnaufpause und einigen Zwischenstopps erreichte unsere Gruppe am Nachmittag das Damaraland. Hier besichtigten wir bei warmen 42 Grad Twyfelfontein, welches eine der größten Ansammlungen von Felsbildern beheimatet. Diese prähistorischen Zeichnungen und Gravierungen stellen Szenen aus dem Leben steinzeitlicher Jäger und Sammler dar. Im Jahr 2007 wurde es als erste Stätte Namibias zum Welterbe der UNESCO erklärt. Von hieraus ging es zur ersten Lodge, bei denen die Bungalows sehr spartanisch eingerichtet waren.

 

Tag 2

Am nächsten Morgen ging es genauso früh weiter wie am Vortag, da viele Kilometer über Schotterpisten zurückgelegt werden mussten. Mit einigen Zwischenstopps erreichten wir zum Mittag den Eingang zum Etosha Nationalpark. Das Wildschutzgebiet ist mit 22.270 qkm Ausdehnung eines der größten und bedeutendsten Afrikas. Es umfasst verschiedene Vegetationszonen vom dichten Busch bis zur weiten Salzsteppe. Im Herzen des Parks liegt die Etosha-Pfanne, eine flache Senke, die sich in regenreichen Zeiten mit Wasser füllt.

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Eingang des Etosha Nationalparks

Mit unserem Bus unternahmen wir gleich die erste Pirschfahrt. Es dauerte nicht lange bis die ersten Springböcke und Zebras vor die Linse kamen. Wir beobachteten diese und andersrum blickten sie zu uns. Erstes Highlight waren dann einige Elefanten, welche wir erspähen konnten. Nach diesen ersten Eindrücken nahmen wir unser Mittagessen in einer Lodge im Nationalpark ein. Von da aus ging es weiter mit dem Bus durch den Etosha Nationalpark. Neben den oben genannten Tiere, welche immer wieder über den Weg liefen, größten Teils in großen Herden, konnten wir auch Giraffe, Gnus sowie Kudus aus der Nähe sehen. Der Höhepunkt des zweiten Tages war aber ein Löwe. Diese Tiere in freier Wildbahn zu beobachten ist schon sehr faszinierend. Mit diesen Erlebnissen machten wir uns am späten Nachmittag auf zu der direkt am Nationalpark angrenzenden Mokuti Lodge. Hier wurde man mit einem Erfrischungsgetränk willkommen geheißen und bezog die sehr komfortablen Zimmer. Abgerundet wurde der Aufenthalt in der schönen Anlage, welche einen Pool hatte und durch hervorragende kulinarische Köstlichkeiten zum Abendbrot und Frühstück bestach. So konnte man auch einmal außergewöhnliche Fleischsorten wie Kudu oder Springbock verzehren.

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Tag 3

Am dritten Tag nahmen wir ein sehr zeitiges Frühstück ein, damit wir beim Sonnenaufgang auf die letzte Pirschfahrt gehen konnten. Nach dem Auschecken stiegen wir diesmal in Safarijeeps um, welche jeweils 10 Personen Platz boten. Geführt wurde diese Tour durch örtliche Rangers, welche wenigen Erklärungen in englischer Sprache gaben. Gleich beim Eingang lief uns ein besonderes Tier über den Weg. Es erinnerte mit seinen Augen an das bekannte Bambi. Die Fahrt war immer wieder gesäumt von Zebras, Springböcken, Giraffen sowie Gnus und Sträußen. Durch die offenen Jeeps kam man den Tiere gefühlt noch näher. Mit genauer Beobachtung war heute auch das erste Nashorn zu erspähen. In der Mokuti Lodge zurückgekehrt gab es hier das Mittagessen und nach ein wenig Freizeit machten wir uns auf, weiter in Richtung Osten zu unserer letzten Unterkunft. Diese lag im Ort Tsumeb, wo wir noch das lokale Museum besuchten, um dann in der Kupferquelle unsere Zimmer zu beziehen. Auch hier hatte man die Gelegenheit den großzügigen Pool zu nutzen um einige Bahnen zu ziehen. Dies war bei den Temperaturen von durchschnittlich 35 Grad sehr erfrischend. Die Zimmer standen denen der Mokuti Lodge in nichts nach.

 

Tag 4

Der letzte und vierte Tag der Tour führt uns knapp 400 km bis nach Windhuk. Damit wir pünktlich unseren Flieger nach Kapstadt erreichen, starteten wir heute um 7:30 Uhr. Auf der 6 stündigen Fahrt über gut asphaltierte Wege machten wir einen Zwischenstopp in Okahandja, wo wir den Holzschnitzer Markt besuchten. Leider viel schon nach wenigen Minuten die Klimaanlage des Busses aus. Trotz dieser Unannehmlichkeit erreichten wir rechtzeitig den Flughafen von Windhuk. Der Check-In sowie das Boarding verliefen wie am Schnürchen und es gab keine großen Wartezeiten. Nach dem 2 Stündigen Flug mit Air Namibia, von der ich sehr positiv überrascht wurde (es gab 3 Getränke und eine komplette Mahlzeit bestehend aus Vorspeise, Hauptspeise und Nachtisch welche im Preis inbegriffen waren), erreichte unsere Gruppe Kapstadt und wir konnten mit vielen Eindrücken von Namibia auf der MS Albatros wieder einschiffen.

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Holzschnitzer Markt in Okahandja

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Flug mit Air Namibia nach Kapstadt

Mein Eindruck:

Auf dieser Überlandtour hat man ein wenig Namibia kennenlernen können. Neben der beeindruckenden Tierwelt auch die weite und unterschiedliche Landschaft sowie das Leben der Menschen im Landesinneren. Um noch tiefer ein Land kennenlernen zu können, benötigt man natürlich noch mehr Tage, aber um einen Anreiz hierfür zu bekommen, ist so eine Tour nicht verkehrt.

Bei der Tierbeobachtung spielen natürlich unterschiedliche Faktoren eine Rolle, wie viele und welche Tier man sehen kann. Als Ausstattung sollte man eine gute Kamera sowie ein Fernglas mitnehmen, um die versteckten Tiere zu beobachten. Da es teilweise ein Malariagebiet je nach Jahreszeit ist, sollte man dementsprechend vorbeugen. Für die Malariaprophylaxe gibt es unterschiedliche Aussagen von Ärzten und Apothekern. Hier muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er das Medikament vorbeugend nimmt, es erst bei einem Stich verwendet oder komplett darauf verzichtet. Dennoch ist es nicht verkehrt ein Mückenspray zu verwenden. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass es einen hohen DEET Anteil hat.

Die Bezahlung in Namibia erfolgt mit der lokalen Währung, dem Namibia Dollar bzw. kann auch mit dem Südafrikanischen Rand erfolgen, welche im Verhältnis 1 zu 1 steht. Zu beachten ist, dass man das Rückgeld in Namibia Dollar bekommt.

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