Welterbe-Blog

166 Tage auf dem Kreuzfahrtschiff

Mitte Oktober startet unser neuer Gastautor Herr Becker seinen Urlaub auf zwei verschiedenen Kreuzfahrten. Im nachfolgenden Video wird er sich kurz vorstellen und einige Informationen über seine Tour preisgeben. Natürlich haben wir auch gefragt, worauf er sich am meisten freut und was er sich von der Reise erhofft. Viel Spaß beim Anschauen!

Folgende Touren werden gefahren:
1. 66 Tage   um Afrika
2. 100 Tage um Südamerika

166 Tage Kreuzfahrt.jpg

In den kommenden Monaten werden zahlreiche von Herrn Becker verfasste Beiträge über seine Reise folgen. Seien Sie gespannt!

Das Welterbe-Team

Als ich in ein Märchen kam…

In der ganzen Welt nennt man Buchara die Märchenstadt. „Das edle Buchara, herrliche Stätte“ – unter diesem Name war diese wunderbare Stadt im muslimischen mittelalterlichen Osten bekannt. Welche Attribute erscheinen in der Fantasie, wenn man sich in diesem sonnigen Land mit unendlichen Wüsten und blühenden Gärten, lauten Basaren, alten Moscheen und Medresen findet? Magisch, märchenhaft, alt, exotisch und, sicherlich echt orientalisch, da Buchara eine der ältesten Städte im Osten ist. Es reicht, durch das Labyrinth der engen Gassen zu gehen und einen kurzen Blick auf die Lehmwände der kleinen Häuser zu werfen. Die süße Luft des mittelalterlichen Basars, imprägniert mit blumigen Aromen von Nelken, Ingwer und Zimt, einatmen, um die magische Atmosphäre des Ostens zu spüren und sich in Buchara für immer zu verlieben…

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Impressionen Buchara

Unser Reiseleiter

20160511_115019_.jpgRuhshed Haydarov wurde am 10. Juni 1976 in Tadschikistan geboren. Er studierte deutsche Filologie und machte im Anschluss an den Bachelor den Master. In Bamberg vertiefte er in einem besonderen Programm die deutsche Sprache. Zunächst arbeitete er an einer Hochschule als Deutschlehrer, wählte dann aber den Beruf des Reiseführers. Das macht er auch heute noch mit großer Freude und mittlerweile mit eigener Reisefirma.

Den Ruf der Stadt Buchara machen eine Fülle von Attraktionen, darunter das Lab-e Haus, Poi-Kalyan, Samaniden-Mausoleum, Palace Sitorai Mohi-Khosa aus. So gehören zu den architektonischen Sehenswürdigkeiten im Grunde unzählige Ensembles, Mausoleen, Medresen (islamische Schulen) und Moscheen, die tausendjähriges Alter überschreiten.

Aufgrund des Alters und der Schönheit erweckt sie besonderes Interesse und Freude bei Reisenden aus der ganzen Welt, die sich dann in einer Märchenstadt wiederfinden, genau wie ich!
Auch die Bewohner Bucharas zieht es in ihre Stadt – gastfreundliche und nette Menschen sowie die in der Stadt herrschende orientalische Atmosphäre lockt verschiedenste Menschen aus dem In- und Ausland an.

IMG_8062_.jpgKinder in Buchara

Nach unserer Busfahrt in Richtung Stadt, kamen wir in unserem Hotel an und begaben uns sofort auf die Suche nach neuen Abenteuern. Zunächst schlenderten wir durch die Stadt und bewunderten mittelalterliche Moscheen und Medresen, fotografierten atemberaubende Landschaften und machten an zahlreichen Souvenirständen halt. Postkarten, Bücher, Tonfiguren, Armbänder sowie bunt bestickte Taschen – all das konnte man hier erwerben.
Während der Führung erzählte uns der Guide vom letzten Emir und seinen Verwandten. Diese hatten großen Einfluss auf die architektonische Gestaltung der Stadt, darunter auch zahlreiche Baudenkmäler. Vergeblich versuchten wir uns später an ihre Namen sowie die Geschichten und Legenden zu erinnern.

Unterkunft

Im Hof einer alten Medrese bot ein Straßenhändler eine Tonlampe an, ähnlich wie die von Aladdin. Fasziniert von der Atmosphäre des Ostens, gab ich unverzüglich mein letztes Geld für dieses wunderbare Andenken. Anschließend rieb jeder der Gruppe an der Lampe, aber wir konnten keine magischen Fähigkeiten beobachten. Trotzdem verursachte dieser Moment bei uns allen positive Emotionen. Ein weiteres Andenken ist eine bunte Tonfigur eines usbekischen Scheitelkäppchens, die ich in der Nähe des Lab-e Haus erworben hatte.
Lab-e Haus, mit Gebäuden aus dem 17. Jahrhundert und einem der ältesten Basare, gilt als interessantester und ruhigster Platz in der gesamten Stadt. Hier wachsen jahrhundertealte Maulbeerbäume, unter denen man immer ein schattiges Plätzchen findet. Hier trifft man sowohl Bewohner, als auch Urlauber in den lokalen Teehäusern oder Touristen, die sich die Medrese anschauen. Zudem entdeckten wir zahlreiche Straßenhändler sowie einen Derwisch. Ein Bild wie aus einem orientalischen Märchen.

Lab-e Haus

Bei einem Spaziergang über den Platz fanden wir die Statue von Hodja Nasreddin, die ihn auf seinem berühmten Esel darstellt. Wir fühlten uns in unsere Kindheit zurückversetzt, als wir die Bronzeskulptur des östlichen halblegendären „weisen Narren“ betrachteten.
Wir nahmen an einer Führung durch die Medrese teil, in deren Hof ein herrschaftlicher hundertjähriger Baum steht. Am Fuße des Gebäudes wurden einige Szenen aus dem Film  „Ali Baba und die 40 Räuber“ – der Held des Ostens, der die bösen Räuber besiegte und die Liebe der schönen Mardijna für sich gewann.

Impressionen Taschkent (Lage der Gebäude im Laufe der Jahrhunderte durch verschiedene Einflüsse verändert)

Nach langem Bummeln durch das verwinkelte Labyrinth der Stadtgassen entdeckten wir die berühmte Festung Ark in Buxoro. Dabei handelt es sich um eine Art Museumsstadt mit einer Zitadelle und dem „aufgeschüttetem Platz“ – Registan, auf dem während der Antike Feste und Hinrichtungen stattgefunden haben. Das Baudenkmal, dessen Bau Historiker auf das 10.- 11. Jahrhundert n.Chr. datieren, ist in Form des Sternbildes Großer Bär gebaut. Andere behaupten, die Festung sei bereits im 4. Jahrhundert vor Christus entstanden. Ark ist eine sehr besondere Sehenswürdigkeit der Stadt und überzeugt mit einer unvergleichlichen Architektur. Leider war der Aufenthalt auf eine kurze Dauer begrenzt, da noch weitere Führungen auf dem Plan standen.

Festung Ark

Der nächste Programmpunkt war der Komplex Poi Kalyan, nahe der Festung Ark. Hier befindet sich die berühmte Kalyan Moschee mit dem gleichnamigen Minarett sowie die Medrese Mir-i Arab.
Das Kaylan Minarett ist das höchste Gebäude in Bucharas Altstadt. Damals wurden die Muslime von den Muezzinen zu Festlichkeiten und den Freitagsgebeten in die Moschee berufen, die am Fuße des Minaretts liegt. Dieser, eigentlich gewöhnliche Ziegelturm beeindruckt durch seine Größe und die Originalität der Muster, die das Minarett schmücken. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Gebäude saniert. Dies gestaltete sich aufgrund der Farbgebung äußerst schwierig, den Farbstoff mit dieser Haltbarkeit zu entwickeln. Den Restauratoren gilt große Anerkennung!

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Poi Kalyan

Meiner Meinung nach ist die Gestaltung aller Moscheen und Medresen der Altstadt Bucharas originell und einzigartig. Optisch gefiel mir besonders die Medrese Nodir Devonbegi, in der sich heute ein Handwerkszentrum befindet. Das ist durchaus ein weit verbreitetes Phänomen, da zahlreiche Medresen bis heute für handwerkliche Zwecke genutzt werden. Hier entstehen aus Holz, Metall, Ton, Seide und anderen Materialien handgemachte Meisterwerke, die für eine ordentliche Summe an die Touristen verkauft werden. Das denkwürdigste usbekische Souvenir aus solch einer Werkstatt war eine Art  Koranhalter – bestehend aus vier aneinander befestigten Holzstücken. Ich erinnere mich, wie ein Lehrling des Meisters uns etwa 10 Minuten zeigte und erklärte, in welcher Reihenfolge wir die Holzplatten setzen müssen, um einen solchen Halter zu bekommen. Somit kaufte jeder von uns einen Koranhalter und machte ein Erinnerungsfoto mit den Studenten. Erwähnenswert ist es, dass wir das gleiche Handwerk kurze Zeit später fanden, nur billiger. Die Preise für die gleiche Sache können unanständig hoch und beim nächsten Straßenhändler verdächtig niedrig sein. Anfangs war es für uns ziemlich ungewohnt mit verschiedenen Mitteln zu handeln, aber bis zum Ende der Reise hatten wir das so gut gelernt, dass wir den genannten Preis teilweise um die Hälfte reduzieren konnten.

Impressionen meiner Reise

Die Einheimischen haben uns mit ihrer freundlichen und fröhlichen Art insgesamt beeindruckt. Mit ihnen führten wir zahlreiche inspirierende Gespräche. Ich war angenehm überrascht direkt vor mir Kinder mit lauter und schallender Stimme „Hallo“; „How are you“ und „bye“  schreien zu hören und zugleich zu kichern. Auch die kleinen Kinder, die an das Aufeinandertreffen und die Kommunikation mit Touristen aus dem Ausland gewöhnt sind, erlernen schon im jungen Alter Freundlichkeit und Gastfreundschaft auszustrahlen. Wir versuchten in englisch und russisch die Kommunikation zu beleben.

Impressionen

Am Abend gingen wir zu einem lokalen Teehaus in der Nähe unseres Hotels. Bei einer Tasse grünem Tee mit Jasmin ließen wir die Erlebnisse der letzten Tage Revue passieren und sprachen über unsere weiteren Pläne. Für den nächsten Morgen war ein Ausflug in die usbekische Stadt Chiva geplant.

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Impressionen Chiva

Wir waren uns sicher, dass Buchara für immer in unseren Herzen und im Gedächtnis bleibt. Eine Stadt der auferstehenden Legenden und Märchen. In jeder Ecke geschehen Wunder, über deren Echtheit es keine Zweifel gibt.

Gerlinde Regenhardt

Hochzeitstag auf der AIDAluna*

 

20170701_121529_Denkmal im Hafen von Akureyri

Der Tag begann für uns um Mitternacht mit einem Kuss und einer Umarmung auf dem Deck. Heute war bereits unser 12. Hochzeitstag und es sollte wie immer ein besonderer Tag werden. Wir genossen den wunderschönen Ausblick vom Deck, entschlossen uns aber schlafen zu gehen, um für den Rest des Tages fit zu sein. Für unseren besonderen Tag war ein Bootsausflug mit Walbeobachtung geplant.
In voller Vorfreude konnte ich kaum einschlafen und auch die Tatsache, dass es nicht dunkel wurde, erschwerte es mir. Als ich um 6.30 dann vom Klopfen an der Tür geweckt wurde, war ich verdutzt und schickte Jörg vor. In meinem Halbschlaf war es mir nicht möglich die Augen zu öffnen. Im nächsten Augenblick stand mein Mann dann mit einem riesigen Blumenstrauß voller roter Rosen vor mir. Was für eine wundervolle Überraschung! Besser konnte der Tag für mich nicht beginnen. Glücklich machten wir uns nach einiger Zeit auf den Weg zum Frühstück in Vorfreude auf unseren Ausflug.

20170701_062924_

Nach 800 m  kamen wir bereits bei unserem Ausflugsboot an. Auf der oberen Plattform gab es jedoch eine große Drängelei, da jeder einen möglichst guten Platz ergattern wollte. Wir entschieden uns für das geschlossene, beheizte Passagierdeck. Hier gab es ein kleines Bistro und einen Sonarmonitor, auf dem wir die Walbewegung nachvollziehen konnten. Aufgrund des geringen Seegangs verkündete der Kapitän, dass auch das Bug freigegeben ist. Dieses war nur vom Passagierdeck aus zugänglich. Das Angebot ließen wir uns nicht entgehen und hofften somit sofort eine 1A Fotoposition zu ergattern.
Kurze Zeit später zeigten die Wale direkt vor unserer Nase ihr ganzes Programm. Es war einfach ein unvergessliches Erlebnis diese wundervollen Tiere hautnah erleben zu dürfen. Vom Guide erhielten wir zahlreiche Informationen über Verhalten und Unterscheidungsmerkmale der weltweit größten Säugetiere (Buckelwale, gibt aber mehrere Arten).

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Kinder unter 12 Jahren mussten während der gesamten Tour Schwimmwesten tragen, während unter Sitzen auch für die Erwachsenen  Westen bereit lagen. Bei schlechtem Wetter kann man sich an Bord kostenlos Mäntel in verschiedenen Größen ausleihen. Der Ausflug hat mir besonders gefallen, da sich sowohl der Kapitän, als auch der Guide größte Mühe gaben. Sogar das Sonargerät wurde uns genaustens erklärt.  Unsere Fahrt endete in Akureyri, wo wir anschließend noch eine Stadtbesichtigung unternahmen.
Die Walbeobachtung wird auch als Walspeed-Watching angeboten. Hier bekommen die Passagiere spezielle Schutzkleidung.

Unterwegs in Schutzkleidung

Im Ort angekommen besichtigten wir zunächst die Akureyrarkirkja. Sie befindet sich auf einer Erhebung und erscheint den Betrachtern dadurch nur noch imposanter. Oben angekommen bot sich ein atemberaubender Blick über den Hafen.
Auf dem Weg zum Hafen befand sich glücklicherweise auch ein GeoCache, den wir dann auch entdeckten. Anschließend gingen wir in einen kleinen Souvenirshop innerhalb des Hafengeländes, um ein typisch isländisches Geschenk zu besorgen. Da ja auch die alten Wikinger hier ansässig waren, besorgten wir ein original Trinkhorn aus echtem Horn.

Impressionen Akureyri

Damit endete unser Landausflug und wir begaben uns zurück aufs Schiff, da wir bereits um 17 Uhr den Hafen verließen. Wir nutzten die Zeit bis zum Abendessen, um uns auszuruhen und frisch zu machen.
Schon folgte die nächste Überraschung! Mein Mann hatte um 18:30 einen Tisch im Gourmet-Restaurant Rossini bestellt. Als wir dort ankamen, hatten wir einen Tisch für zwei Personen direkt am Fenster mit Panoramablick. Der Tisch war mit einem wunderschönen Blumenbouquet geschmückt, natürlich von Jörg vorbereitet!
Das war ein wundervoller Tag, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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Abendessen im Gourmet-Restaurant

Symbol_Geocaching Geocache: GC1QN6A; Sulur; Koordinaten: 65,684517 18,084783 (Traditional-Cache)

Hier kommen Sie zum vorherigen Beitrag.

Margitta Arndt

Ísafjörður

Heute besuchten wir den größten Ort der Westfjorde: Ísafjörður, Islands abgelegenste Stadt. Sie liegt zwischen zwei enormen Berghängen. Somit war bereits bei der Einschiffung in den Hafen ein spektakulärer Anblick garantiert.

20170630_092624_Einfahrt in den Hafen

Die Berghänge Eyrarfjall und Kirkjubólsfjall schließen die Stadt ein, die als Zentrum für Wirtschaft und Verwaltung der gesamten Westfjorde gilt. In den vergangenen Jahren hat sich die Stadt beständig vergrößert, da Sandbänke aufgefüllt wurden, um Neuland zu gewinnen.
Im ehemaligen Krankenhaus befindet sich heute ein Kulturzentrum mit einigen Ausstellungsräumen und einer Bibliothek. Unter den ausgestellten Werken befand sich auch eine Darstellung des Gebäudes im Winter.

Kulturzentrum im Sommer / Winter

Bei einer Entdeckungstour fanden wir das Maritime Museum, das Informationen über die Stadt sowie Fischindustrie und Fischerei bereithält. Das Museum ist äußerst informativ, sodass man sich gut in vorangegangene Zeiten versetzen kann. Gesondert erhält man Informationen über den Fischfang in der Region. Besonders hat uns die anschauliche Darstellungsweise gefallen. Zahlreiche Utensilien und Werkzeuge aus der Vergangenheit waren ausgestellt und teilweise auch auf Deutsch erklärt. Aufgrund der Lichtverhältnisse und der eigentümlichen Bauart herrschte im gesamten Museum eine besondere Atmosphäre.

Maritimes Museum und Fischerdenkmal

Bunte Wohnhäuser und die Fischerboote verleihen dem Ort einen charmanten Anblick. Alte und neue Häuser verschiedenster Baustile sowie die Cafés, Läden und Galerien schaffen eine einzigartige Atmosphäre. Aus diesem Grund fühlten wir uns hier auch sehr wohl.

Wohnhäuser und Schlepper

Beim Mittagessen erfreuten wir uns an der schönen Aussicht auf den Hafen. Der Panoramablick auf die beiden Berghänge war äußerst beeindruckend, sodass wir einige Zeit im Restaurant verweilten.

20170630_112641_Panoramaansicht Ísafjörður

Abschließend besorgten wir noch einige Souvenirs für Freunde und Verwandte, die in kleinen Geschäften im gesamten Ort erhältlich waren.

Hier kommen Sie zu unserem letzten Beitrag.

Jörg und Margitta Arndt

Auf dem Weg nach Island / Reykjavík

Unser gebuchter Ausflug auf Island „REY02“ begann um 10:30. Heute besichtigten wir Geysire, den Wasserfall Gullfoss und den Nationalpark Thingvellir, der zum Weltkulturerbe gehört. Auf unserer Tour machten wir auch einen Stop für ein leckeres Mittagessen zur Stärkung für unsere Erkundungsfahrt.

Hallgrimskirche; Perlan; unten: Panorama von Reykjavík

Als erstes besichtigten wir die Geysire. Insgesamt gibt es in Island 26 aktive Geysire. Wir besuchten den Litli-Geysir und konnten sogar eine Eruption beobachten. Das war ein faszinierendes Naturschauspiel, das uns besonders beeindruckt hat. Jedem Reiseliebhaber würde ich ein solches Erlebnis empfehlen: ein unvergesslicher Anblick.

Geysire Strokkur und Litli

Der Nationalpark „Thingvellir“ befindet sich im Südwesten von Island. Er liegt in der Grabenbruchzone zwischen eurasischer und amerikanischer Erdplatte. Die Platten driften bereits seit Ende der Eiszeit auseinander. Dadurch verbreitert sich das Tal jährlich um 1-2 cm. Im Nationalpark befindet sich die Silfranspalte im See, die mit einer Sichtweite von bis zu 100 m hervorragend zum Tauchen geeignet ist. Der See besitzt eine Wassertiefe von 114 , und ist von vier aktiven Vulkanen umgeben. Doch nicht nur geologisch, sondern auch historisch ist das Tal des Thing ein bedeutender Ort. Das Tal gilt seit 930 als Versammlungsort, an dem die Männer Islands über Gesetze, Änderungen und Neuerungen berieten und abstimmten. Solche Veranstaltungen fanden an der Schlucht Almannagjá statt, da die Steilwände der Schlucht die Sprache verstärkten , jedoch kein Echo verursachten. Im Jahr 1944 wurde hier die vollständige Unabhängigkeit und somit die Republik Island ausgerufen.

AIDAluna_Island_Reykjavik_Geschichte_vom_Loegberg

Nationalpark Thingvellir

Im Süden Islands befindet sich ein Wasserfall des Flusses Hvítá namens Gullfoss. Die Wasserfälle sowie der Nationalpark Thingvellir und die Geysire gehören zum „Goldenen Ring“ und sind somit die bekanntesten Sehenswürdigkeiten in ganz Island. Der Gullfoss besteht aus zwei Stufen mit jeweils 21 m und 11 m Höhe. Das Wasser stürzt in eine Schlucht, die insgesamt 70 m Tiefe besitzt. Im Jahr wird diese Schlucht um ca. 25 cm vergrößert. Das geschieht durch die Wasser der Gletscherläufe und der Hvítá. In den Jahren 1930 und 1948 füllte sich die Schlucht aufgrund von Gletscherläufen so stark, dass die niedrige Stufe des Wasserfalls zeitweise verschwand.
Der Wasserfall sollte mehrmals zur Herstellung von Elektrizität verwendet werden. Jedoch setzte sich das Volk dagegen ein und aufgrund einer zu spät gezahlten Pacht, wurde das Projekt nicht durchgesetzt. Auch ein weiteres Projekt Ende der 70-er wurde abgelehnt. Seit 1979 steht der Gullfoss unter Naturschutz.

Gullfoss

Besonders faszinierte uns die einzigartige Natur der weltweit größten Vulkaninsel. Unsere persönlichen Highlights waren der Besuch des Grabenbruchs im Nationalpark Thingvellir und der Strokkur Geysir. Steht man einmal vor diesen fantastischen Naturgewalten, bemerkt man erst, wie klein der Mensch dagegen erscheint.
Deshalb empfinden wir es als besonders wichtig, diese außergewöhnlichen Landschaften durch die Schaffung von Nationalparks für nachfolgende Generationen zu erhalten.
AIDAluna_Island_Reykjavik_Nationalpark_Pingvellir_Panorama

Hier kommen Sie zum vorigen Beitrag.

Margitta und Jörg Arndt

 

Weltkulturerbe SKARA BRAE & historisches Kirkwall

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Unser heutiger Tag startete bereits um 7:30 Uhr, da wir uns auf unseren Ausflug nach Kirkwall, Orkney vorbereiten mussten. Kurz nach dem Anlegen waren wir trotz langer Schlange schnell von Bord.

Schottland_Kirkwall_Stadtplan_20170627_131817Stadtkarte Kirkwall

Wir besuchten die jungsteinzeitliche Siedlung und Weltkulturerbestätte „SKARA BRAE“ sowie das Herrenhaus „SKAILL HOUSE„. Anschließend fuhren wir zu den „Standing Stones of Stenness“ vorbei am „Ring of Brodgar„. Danach ging es zum Hafen, wo wir den Shuttle ins Zentrum von Kirkwall nutzten. Dort besichtigten wir die Kathedrale St. Magnus sowie den Friedhof, auf dem Opfer des 1. Weltkrieges begraben liegen. Wir schlenderten die Palace Road entlang und entdeckten einige Shops, in denen wir für unsere Familie und Freunde Souvenirs besorgten. Unser nächstes Ziel erreichten wir erneut durch den Shuttlebus: The Earl´s Palace.

links: Wohnhaus im Zentrum; rechts oben: Kathedrale St. Magnus; rechts Mitte: Balfour Castle; rechts unten: Earl´s Palace

Vor der Nordküste Schottlands liegen diese 67, zum größten Teil unbewohnten Orkney-Inseln. Eindrucksvoll dominieren die Monumente auf Mainland, der Hauptinsel der Inselgruppe die kulturellen Leistungen der nordeuropäischen Völker um 3.000 v.Chr. Die Gruppe der jungsteinzeitlichen Monumente besteht aus dem großen Kammergrab Mae Howe, zwei zeremoniellen Steinkreisen Stenness und dem Ring of Brodgar sowie der Steinzeitsiedlung Skara Brae. Ebenfalls aus vorgeschichtlicher Zeit stammen die Steinkreise von Stenness. Bei letzterem stehen in einem Kreis von ca. 100 m Durchmesser bis zu viereinhalb Meter hohe Steine. 27 der ursprünglich 60 Steine sind bis heute erhalten geblieben. Archäologen vermuten, dass dieser Steinkreis als Sonnentempel genutzt wurde.

Standing Stones of Stenness

Eindrucksvoll ist auch die Steinzeitsiedlung Skara Brae, die erst vor knapp 150 Jahren durch einen Sturm wieder freigelegt wurde. Diese Siedlung gilt als die am besten erhaltene der Jungsteinzeit Europas.

Weltkulturerbe Skara Brae

Skaill House

Die St. Magnus-Kathedrale befindet sich in Kirkwall und beherbergt die sterblichen Reste des St. Magnus. Die Kathedrale wurde im Jahr 1137 von Graf Rognvald-Kali gestiftet und gehörte bis zur Reformation zu Trondheim. Im Jahr 1486 übergab man den Bewohnern von Kirkwall die Kathedrale. In den 1850-er Jahren fanden die Renovierungen statt sowie in den Jahren 1900 und 1925. Während der Renovierungsarbeiten wurden Fenster und der Vierungsturm ergänzt. Die Kathedrale wurde in den 70-er Jahren stabilisiert, da sie in Richtung Westen absackte. Das Querschiff, die Ostseite des Schiffes und der Chor gehören zu den ältesten Beständen der Kathedrale. Sie erscheint im romanisch-normannischen und im frühen gotischen Stil.

Kathedrale St. Magnus mit Friedhof

Unser letztes Ziel war die Burgruine Earl´s Palace, die als geschützte archäologische Stätte gilt. Der Palace wurde Ende des 16. Jahrhundert als Stammsitz für Robert Stewart, den 1. Earl of Orkney, errichtet. Nach dem Tod übernahm sein Sohn des Sitz, dem auch der Bishop´s Palace gehörte. In der Zeit zwischen 1601 und 1607 ließ er sich einen weiteren Earl´s Palace errichten, da ihm seine bisherigen Besitztümer nicht genügten. Er war beim Volk aufgrund seiner tyrannischen Art sehr unbeliebt und wurde im Jahr 1615 wegen Hochverrats angeklagt und geköpft. Nachdem die Orkneyinseln der schottischen Krone zufielen, wurde Earl´s Palace nicht mehr genutzt und zerfiel. Heute sieht man nur noch eine Ruine, statt der eigentlich geplanten Bauten. Sie ist ein Beispiel der schottischen Renaissancebauwerke des 17. Jahrhunderts.
Während archäologischer Untersuchungen entdeckte man eine Schicht unterhalb der Oberschicht, die die Nutzung zur Zeit des Mittelalters belegt. Außerdem wurden Reste einer aus dem 19. Jahrhundert stammenden Gartenanlage entdeckt.

Earl´s Palace

Am nächsten Tag ließen wir es langsam angehen. Nachdem wir ausgeschlafen hatten, nahmen wir uns Zeit für ein leckeres Frühstück. Da unser Ausflug am Vortag ziemlich anstrengend war, verbrachten wir Zeit auf unserem Balkon, lasen in der Hängematte oder machten ein kleines Nickerchen. Dabei genossen wir den Sonnenschein, der uns ins Gesicht strahlte. Den Rest des Tages nutzten wir zur Erkundung des Schiffes. Am Abend holten wir unsere Bilder ab und schlenderten durch die Geschäfte. Um 19:00 begann die Vorstellung von Henning Schmidtke, die äußerst amüsant war. Anschließend gab es Abendbrot und wir ließen den Abend in der Anytime Bar ausklingen.

Hier kommen Sie zum ersten Beitrag unserer Reise.

Margitta und Jörg Arndt

Highlights am Polarkreis mit AIDAluna*

AIDAluna

Vom 25. Juni bis 12. Juli 2017 waren wir gemeinsam unterwegs mit der AIDAluna®. In den folgenden Blogbeiträgen werden wir über die Kreuzfahrt und unsere Erlebnisse auf dem Schiff berichten. Tauchen Sie ein in die einzigartigen Orte entlang des Polarkreises, darunter Kirkwall, Reykjavík, Ísafjördur, Akureyri, Longyearbyen (Spitzbergen), Honningsvåg (Nordkap), Hammerfest, Tromsø, Leknes (Lofoten) und Bergen.
Kurz nach elf startete unsere Reise von Berlin nach Kiel. Die Fahrt dauerte dreieinhalb Stunden, sodass wir gegen 14 Uhr am Flughafen Kiel (Parkplatz für Passagiere die mit PKW anreisen) ankamen. Bei unserer Ankunft stand der Shuttle zum Schiff bereits an Ort und Stelle. Besonders der gut gelaunte und entspannte Busfahrer ermöglichte es den Mitreisenden sich mental auf die Reise einzustellen und nach der stressigen Autofahrt runterzukommen. Aufgrund der Kieler Woche gab es im Innenstadtbereich zahlreiche Absperrungen und eine Polizeikontrolle war unumgänglich.

Kieler Förde

Am Kreuzfahrt Terminal angekommen fanden Kofferabgabe und Check-in problemlos statt. Obwohl sich vor uns bereits eine riesige Schlange befand, kamen wir schnell voran, sodass wir uns gegen 16 Uhr an Bord des Schiffes befanden.
Anschließend konnten wir unsere Kabine  beziehen und uns in unserem „Zuhause“ für die nächsten 17 Tage einrichten. Gegen 17 Uhr fand dann die Seenotübung statt, das Pflichtprogramm vor Beginn jeder Kreuzfahrt.

Während des Sektempfangs an der Poolbar genossen wir einen herrlichen Sonnenuntergang bei guter Stimmung. Zum Abschluss des Tages fanden wir uns für einen Absacker in der LunaBar ein. Obwohl die Bar nicht stark besucht war, mussten wir leider ziemlich lange auf unser Getränk warten, trotz der drei Barkeeper, die im Dienst waren.

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Sonnenuntergangsstimmung AIDAluna®

Während unserer Reise bewohnten wir eine Balkonkabine, die es uns ermöglichte zahlreiche Sonnenuntergänge bei Meeresrauschen zu beobachten.

Am nächsten Tag erwachten wir ausgeruht zum Klang des Meeresrauschens und entschlossen uns gegen 10.30 in einem der Restaurants ein entspanntes Frühstück einzunehmen. Gegen Mittag fanden wir uns an der Poolbar ein. Ein DJ sorgte mit Musik für gute Stimmung und auch kulinarisch wurde einiges geboten. Wir kosteten von der leckeren Erdbeerbowle und dem frischen Grillfisch.
Die Information für die Veranstaltungen erhält man aus den täglich erscheinenden Programmen, die sich jeweils am Vorabend an der Kabinentür befanden oder über AIDA iTV auf der Kabine bzw. von den Bildschirmen, die sich auf dem gesamten Schiff befinden.

INTERNET AN BORD
Mittlerweile ist es für die meisten Menschen wichtig, über das Smartphone oder Tablet erreichbar zu sein und auch im Urlaub soziale Netzwerke zu nutzen, umso mehr, nachdem die Roaming-Gebühren in europäischen Zielgebieten entfallen. Da auf hoher See weder die EU-Roaming-Verordnung, noch die speziellen Reisepakete der Mobilfunkanbieter gelten, informierten wir uns an der Rezeption bei den kompetenten Mitarbeitern über die Benutzung des WLANs. Aufgrund der Beratung entschieden wir uns für den gesamten Aufenthalt ein Internetpaket für 30,- € zu buchen, dieses beinhaltet ein Datenvolumen von 500 MB. Das Angebot galt für alle Personen in der Kabine.
Nutzer sollten darauf achten, dass in den Einstellungen im Menü Mobile Netzwerke der richtige Netzbetreiber erscheint, deshalb deaktivieren Sie vor einer Schiffsreise und vor einem Aufenthalt in Hafennähe die automatische Netzwahl. Sollten Sie ein Internetpaket über den „Maritimen Service“ (Schiffsnetzwerk) nutzen wollen, entstehen Ihnen derzeit Kosten von 29,99 € für 10 MB Datenvolumen (variiert je nach Anbieter).

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Internet an Bord von AIDA Schiffen, Stand: April 2017 (Änderungen vorbehalten)

Nach dem Mittagessen legten wir eine kleine Pause im Zimmer ein, um abends für die Show fit zu sein.
Anschließend fanden wir uns zum Abendessen im Marktrestaurant ein und begaben uns kurze Zeit später ins Theatrium zur Show „AIDA Stars“.

Der Abschluss des Tages fand in der LunaBar statt, in der wir diesmal schneller bedient wurden, als am Tag zuvor. Am Abend fielen wir zufrieden ins Bett und freuten uns auf unseren ersten Landgang am nächsten Tag.

Margitta und Jörg Arndt

*AIDA®, AIDA CRUISES®, AIDAluna® sind eingetragene Marken von AIDA Cruises
– German Branch of Costa Crociere S.p.A
.

Bloggerreise zum Weltkulturerbe Wartburg in Eisenach

Nach Eintreffen auf der Wartburg wurden wir herzlich vom Management des Romantik Hotels auf der Wartburg begrüßt. Der Transfer vom Hotelparkplatz wird direkt vom Hotel organisiert und die Koffer werden bis auf das Zimmer gebracht.
Nach problemlosem Einchecken erfolgte ein Zusammentreffen und Kennenlernen von kreativen Bloggern, welches durch die Arcona Hotelkette organisiert wurde. In der Vorstellungsrunde wurden wir mit kulinarischen Köstlichkeiten von der Küchenchefin Frau Reinhardt verwöhnt.

 

Im Anschluss daran fand eine Besichtigung des Hotels statt. Das Hotel bietet 37 komfortabel eingerichtete Zimmer, aufgrund des Alters des Gebäudes besitzt jedes Zimmer einen anderen Grundriss. Das gibt jedem Zimmer einen individuellen Charme. Besonders beeindruckten uns die 2 neu eingerichteten klimatisierten Suiten im Dachgeschoss. Aber auch unser Zimmer (Romantik-Zimmer) mit einem traumhaften Ausblick auf den Thüringer Wald, Richtung Rennsteig, beeindruckte uns sehr. Das Zimmer ist für 3 Personen ausgelegt und verfügt über ein großzügiges Bad mit Badewanne.

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Blick in Richtung Thüriger Wald

 

unser Zimmer; rechts: Suite im Dachgeschoss

Weiter besichtigten wir den Wappensaal, das Jägerzimmer (wird auch vom Eisenacher Standesamt für Eheschließungen genutzt) und das Restaurant „Landgrafenstube“. Aufgrund des vom Hotel organisierten Transfers vom Hotelparkplatz sind das Restaurant und der Wappensaal auch für Menschen mit besonderen Bedürfnissen (z.B. Rollstuhlfahrer) erreichbar. Unter Berücksichtigung des denkmalgeschützten Gebäudes und der damit eingeschränken Bewegungsmöglichkeiten für Rollstuhlfahrer (z.B. auf den Toiletten) empfehle ich hier jedoch die Unterbringung im „Hotel Thüringer Hof“ in der Eisenacher Altstadt. Aber dazu später…

 

oben links und rechts: Wappensaal im Hotel; links, in der Mitte und unten: Jägerzimmer

Nachdem wir eine kleine Pause eingelegt hatten, fand eine Führung über die Weltkulturerbestätte „Wartburg“ statt. Als erstes besichtigten wir den Turm der Anlage, welcher leider aufgrund des sehr engen Treppenaufganges aus Sicherheitsgründen normalerweise nicht für die Besucher geöffnet werden darf (für uns wurde eine Ausnahme gemacht). In seinem Inneren befindet sich ein Druckausgleichsbehälter zur Wasserversorgung von Burg und Hotel. Die Wartburgwasserleitung ist eine im Jahr 1886 erbaute Rohrleitung von über 25 km Länge. Sie beginnt in Ruhla, endet im Turm der Wartburg und überwindet dabei 200 Höhenmeter. Früher wurde in einer Zisterne (befindet sich im Innenhof) Regenwasser aufgefangen und der Rest musste mühsam mit Hilfe von Eseln auf die Burg geschafft werden. Oben auf dem Turm angekommen überwältigte uns ein fantastischer Ausblick auf die gesamte Burganlage, Hotel, Stadt Eisenach und den nordwestlichen Teil des Thüringer Waldes.

 

Wartburg-Turm mit Druckausgleichsbehälter zur Wasserversorgung

 

Ausblick auf das Thüringer Land

Nach dem anstrengenden Auf- und Abstieg besuchten wir das Burg-Café, wo wir die sehr leckere, spezielle Wartburg-Jubiläumstorte auf traditionell thüringischen Bürgel-Tellern serviert bekamen.

20170621_160213_leckere Jubiläumstorte

Nach dieser köstlichen Pause ging es weiter über die Wartburg. Wir schauten uns den repräsentativen, großen Festsaal aus dem 12. Jahrhundert, die Lutherstube und die Bibliothek an (Ausstellung „Luther und die Deutschen“). Die als Kavaliergefängnis benutzte Bohlenstube (heute Lutherstube), mit kleinem Nebengelass, diente dem vom Papst und Kaiser verfolgten Martin Luther von Mai 1521 bis März 1522 als Wohn- und Arbeitsstätte. Sie wurde zum authentischen Ort des Beginns der lutherischen Bibelübersetzung. Mit besonderer Beliebtheit werden die angeblichen Spuren des legendären Tintenflecks an der Wand neben dem Kachelofen gesucht.

 

oben: Lutherstube; unten: Bibliothek, Festsaal, Hinweis zur Ausstellung

Am Abend wurden wir vom Hotel zu einem „Luthermenü“ eingeladen, das bei einem herrlichen Sonnenuntergang in der Landgrafenstube stattfand. Bei einem 4-Gänge-Menü mit Zutaten aus der Region und einem Martin-Luther-Rotwein (Cabernet-Mitos) ließen wir den Abend ausklingen.

 

Abendessen mit Luthermenü und Sonnenuntergang

22.06.2017

Nach einem leckeren Frühstück im Innenhof des Hotels fand ein Ausflug zum Baumkronenpfand im Nationalpark Hainich statt. Dieser gehört zum WeltnaturerbeBuchenwälder in den Karpaten und alte Buchenwälder in Deutschland“. Das 7.500 Hektar große und somit größte zusammenhängende Laubwaldgebiet Deutschlands, mit seinem Baumkronenpfad von 530 m Länge, hat für Groß und Klein vieles zu bieten. Hier werden Erlebniswanderungen angeboten, es  gibt eine Umweltbildungsstation,
eine Wurzelhöhle und auf vielen Hinweistafeln wird alles ausführlich erklärt. Der Baumkronenpfad ist für jedermann leicht zu erreichen, der Einstieg erfolgt über Treppen oder einen Personenaufzug, zum Aussichtsturm Hainich-Blick hin ist der Pfad leicht ansteigend. Neben zahlreichen Infostationen sieht man in die Baumkronen der Rotbuchen, Eschen, Ahorne, Linden und Elsbeeren.

 

Impressionen Nationalpark Hainich

Wir begannen unsere Wanderung am Infozentrum Thiemsburg, ein Park-Ranger begleitete uns auf unserer Tour vorbei am Erdfall Thiemsburg zum Baumkronenpfad. Das Wetter war top – Sonnenschein und 26°C. Vom Aussichtsturm Hainich-Blick konnten wir kilometerweit ins schöne Thüringer Land schauen.
Kurz vor unserem Abstieg gab es noch eine Überraschung: das Team vom Hotel hatte an einem schattigen Plätzchen ein tolles Picknick vorbereitet. Unser Park-Ranger, der uns die ganze Zeit begeistert und hervorragend und mit viel Sachkenntnis den Lehrpfad erklärt hatte, konnte uns bei dem Picknick noch persönliche Fragen beantworten. Das rundete den wunderschönen Ausflug noch ab. An dieser Stelle – Vielen Dank an unseren Guide und die Leitung des Nationalparks Hainich und vor allem Vielen Dank an das Team vom Romantik Hotel auf der Wartburg.

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Picknick auf dem Baumkronenpfad

Danach begann der Abstieg und die Rückfahrt zum Hotel mit anschießender Verabschiedung und individueller Rückreise.

Wir beide sind danach noch nach Eisenach gefahren. Eine Stadt mit vielen Fachwerkhäusern und einem schönen Marktplatz. Wir parkten am Lutherplatz und sahen uns das Lutherhaus an. Anschließend zogen wir an der Georgenkirche vorbei, in der Martin Luther in der Zeit der Reformation predigte und die zu den ältesten protestantischen Gotteshäusern überhaupt gehört. Weiter zog es uns am Stadtschloss vorbei in die Fußgängerzone der Karlstraße bis zum Karlsplatz (historischer Stadtkern). Hier kann man die Nikolaikirche, das Nikolaitor und das Lutherdenkmal besichtigen. Das zuvor erwähnte Steigenberger Hotel Thüringer Hof finden Sie in bester Lage direkt am Karlsplatz.  Vom hoteleigenen Biergarten auf dem Karlsplatz hat man eine gute Aussicht auf das Hotel. Von den Zimmern in Richtung Karlsplatz kann man das Lutherdenkmal, die Nikolaikirche und das Nikolaitor sehen.

 

links: Lutherhaus, Georgenkirche, Nikolaikirche mit Nikolaitor; rechts: Lutherdenkmal

Besonders beeindruckend fanden wir die mit dunklem Holz getäfelte Lobby mit dem doppelseitigen Treppenaufgang und dem großen Spiegel, in dem sich der große Kronleuchter widerspiegelte. So etwas sieht man sonst nur in Filmen, die auf älteren Kreuzfahrtschiffen spielen. An der Seite hat man Zugang zur Bar und zum Restaurant „Leander“. Laut Aussage der Rezeption geht die Geschichte des Hauses bis ins 17. Jahrhundert zurück.

 

Steigenberger Hotel Thüringer Hof; Eisenacher Stadtschloss

Nachdem wir die Highlights der Wartburg, des Romantik Hotels auf der Wartburg und von Eisenach gesehen haben, traten wir zufrieden unsere Heimreise an.

Margitta und Jörg Arndt

Wer Andalusien nicht gesehen hat, hat nichts gesehen!

Heute stellen wir Andalusien mit seinen sechs Welterbestätten vor. Ähnlich wie auf dem Peloponnes kann man auch hier Urlaub und Kultur miteinander kombinieren.

Andalusien überzeugt mit außergewöhnlicher Natur, wunderschönen Sandstränden und vor allem mit kulturellen Besonderheiten. Mittlerweile kennt fast jeder diesen vielfältigen Abschnitt Spaniens.

Heute werden wir einige Impressionen, die Sie während einer Mietwagenrundfahrt selber erkunden oder aber auch bei einer Busrundreise entdecken  können.

Ich persönlich entschied mich damals für eine Mietwagenrundreise, die für mich immer vom gleichen Hotel startete. 14 Tage blieben mir um einen Großteil dieses faszinierenden Gebietes zu erkunden und heute möchte ich Sie auf meine Reise mitnehmen.
Also lassen Sie sich von der Vielfalt Andalusiens bezaubern und erleben Sie ein einzigartiges Abenteuer.

kleiner Tipp: Tarifa, südlichste Stadt auf europäischem Festland (14 km bis Marokko)

Moschee-Kathedrale und Altstadt von Córdoba

Die Mauren errichteten um 711 auf Tempelresten eine Moschee, die heute als „Mezquita“ bekannt ist. Diese wurde bis ins 10. Jahrhundert erweitert, bis sie ihre bekannte Gestaltung erhielt. 860 Säulen zählt man im Säulenwald. Nach der Rückeroberung wurde die Moschee in eine Kirche umgebaut, jedoch wurde der Stil beibehalten. Weitere monumentale Bauwerke Córdobas sind die Brücke Puente Romano und die Juderia mit ihren zahlreichen verwinkelten Gassen und der letzten Synagoge. Die Gassen laden die Besucher zu einem kleinen Spaziergang und einer Reise in die Vergangenheit ein. Für meinen Besuch in Córdoba entschied ich mich jedoch für eine Bustour, da dort bereits die Eintrittspreise und eine Führung enthalten waren. Die Führung durch die Mezquita war äußerst informativ, teilweise fühlte ich mich aber etwas gehetzt, da man überwiegend in der Gruppe bleiben musste und somit kaum Zeit für Fotos blieb. Grundsätzlich hatte man in Córdoba aber ausreichend Zeit, um sich die Stadt und die Sehenswürdigkeiten anzusehen.

DSC_0055Mezquita

DSC_0009Puente Romano

Altstadt von Granada, Alhambra und Generalife-Palast

Den meisten ist die Rote Burg (Kala al-Hambra) bekannt, deren Bau im 13. Jahrhundert begann. Sie erstreckt sich auf einem Höhenzug gegenüber dem Stadtviertel Albaicin. Eine Besonderheit dieses Gebäudes sind die Königspaläste der Nasriden, die im Stil der Mauren gestaltet sind. Ästhetik und Ausgewogenheit stehen im Mittelpunkt der Gestaltung. In den Gärten der Generalife entdeckte ich Wasserspiele und Pflanzenarrangements. Besonders war der Weg zu den Palästen, der von Zypressen gesäumt war. Die Eintrittskarten kosten 14 €, sollten aber schon einige Zeit vorher bestellt werden, da täglich nur eine bestimmte Besucheranzahl zugelassen ist. Für die Generalife-Paläste muss man weitere 7 € bezahlen, aber das sollte man auf keinen Fall verpassen. Bei den Palästen erhält man eine bestimmte Startzeit mit einem Zeitfenster, das eingehalten werden muss. Über den Audioguide erhielt ich zahlreiche Informationen, die mir zuvor unbekannt waren. Somit erfuhr ich Details über die Herstellung, Gestaltungsmerkmale, die Geschichte, aber auch über die Gebäude dieser weitläufigen Anlage.

DSC_0264Alhambra in Granada

DSC_0266Generalife-Palast

DSC_0311_.jpgGeneralife-Palast

Kathedrale, Alcázar und Archivo de Indias in Sevilla (Hauptstadt Andalusiens)

Von der bei der Rückeroberung zerstörten Moschee ist heute nur noch das 97 m hohe MinarettLa Giralda“ erhalten. An der Stelle befindet sich nun die weltweit größte gotische Kathedrale. Im Inneren befinden sich der Sarkophag des Christoph Kolumbus, Werke von Murillo sowie Velasquez und Zurbaran. Ebenfalls arabischen Ursprungs ist die Palastfestung Alcázar, die im Stil königlicher Residenz und später im Mudejar-Stil erweitert wurde. In der ehemaligen Casa de la Lonja (heute: Archivo General de Indias) lagern heute wichtige Dokumente.

DSC00158Plaza de España

DSC00161Santa María de la Sede

DSC00165königlicher Alcázar

DSC00168Innenhof Alcázarpalast

Cádiz

Cádiz ist meiner Meinung nach ein ganz besonderer Tipp und sollte auf keiner Andalusien-Reise fehlen. Die Stadt besitzt Ausgrabungsstätten und ein Amphitheater. Zahlreiche Gassen laden die Besucher zu einem Spaziergang und einem kleinen Einkaufsbummel ein. Die Zeit in dieser Stadt habe ich besonders genossen, da in den kleinen Gassen weniger Betrieb war. Übrigens wird Cádiz als vermutlich älteste Stadt Europas (3000 Jahre) bezeichnet.

DSC_0158Kathedrale

Vorderansicht der Kathedrale

DSC_0176Cádiz

Gibraltar

Gibraltar hat mir besonders gut gefallen. Nach der Fahrt mit der Seilbahn, von der aus man einen atemberaubenden Blick auf das Meer und die Umgebung hatte, entdeckte ich auf dem Berg die berühmten Affen. Aufgrund der Zugehörigkeit zu England findet man hier zahlreiche englische Geschäfte und Erkennungsmerkmale, wie zum Beispiel eine Telefonzelle. Nicht den Reisepass vergessen.

DSC_0455Gibraltar

Telefonzelle und Briefkasten in Gibraltar

Aussicht vom Berg und Bergbewohner

weitere Weltkulturerbestätten

Úbeda und Baeza: Maurensiedlungen aus dem 9. Jahrhundert mit Festung Alcázar mit zahlreichen Umbauten aus dem 15. Jahrhundert. Nach Abtragung der Festungsmauer entstanden italienische Renaissancebauten. In Úbeda sollte man die Plaza Vázquez de Molina und die Kirche El Salvador besichtigen. In Baeza befindet sich eine Kathedrale von 1570.
Dolmen de Menga: Das Galeriegrab gehört zu den bedeutenden Megalithbauten Europas und zur neolithischen Architektur. Im Inneren befindet sich ein unterteilter Raum mit drei Stützpfeilern. Die Anlage besteht aus zusammengefügten Blöcken. Da keine Knochenreste oder Grabbeigaben gefunden wurden, könnte es sich auch um Kult- oder Versammlungsstätten handeln.

Weltnaturerbe

Nationalpark Doñana: Die Landschaft zeichnet sich durch Marschland mit Lagunen sowie Sumpf- und Trockengebiete, Heide- und Savannenlandschaft und Korkeichwälder aus. Vögel finden hier Nistplätze und in den Lagunen leben Wildschweine und Rotwild. Zahlreiche seltene oder vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten sind hier zu finden.

 

DSC_0611Hotel

Den gesamten Aufenthalt verbrachte ich im gleichen Hotel: im RIU Chiclana, an der Costa de la Luz. Das Hotel ist besonders für Familien mit Kindern geeignet. Auch ich habe mich dort ser wohl gefühlt. Die Zimmer hatten ausreichend Platz und auch das Angebot im Restaurant des Hotels hat mich überzeugt. Das Personal war stets freundlich und zudem auch deutschsprachig. Der feine Sandstrand ist nur wenige Gehminuten entfernt und über einen kleinen Dünengürtel erreichbar. Das könnte für Personen mit körperlichen Einschränkungen ein Hindernis darstellen.
Dennoch würde ich Personen, die auf ihrer Rundreise möglichst viel sehen wollen, empfehlen die Hotels in den verschiedenen Orten zu buchen. Es gestaltet sich durchaus entspannter, wenn man nicht immer wieder zum Anfangspunkt zurückkehren muss.

Außenpool

Innenpool und Weg zum Strand

Sollten Sie noch Fragen haben, melden Sie sich bei uns. Für Beratung und Buchung stehen wir Ihnen zur Verfügung.

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Jörg Arndt

 

Luthers Hochzeit in Wittenberg

Am Wochenende fuhr ich erneut nach Wittenberg, um die Feierlichkeiten zu Luthers Hochzeit zu besuchen. Den erneuten Besuch nutzte ich auch für eine zweite Besichtigung der Schlosskirche, der Stadtkirche, des Augusteums und des Lutherhauses.

 

Impressionen Schlosskirche und Lutherhaus

 

oben: Reformationsaltar (Stadtkirche) unten links: Taufe; unten Mitte: Kreuzigung;        unten rechts: Auferstehung

Im Gegensatz zu den anderen Jahren musste man diesmal keinen Eintritt bezahlen, wie ich von Freunden erfuhr. Dennoch war die Veranstaltung nicht überfüllt, sodass man sich überwiegend frei bewegen und alles aus der Nähe betrachten konnte.
Auch das Wetter spielte diesmal mit und wir konnten Wittenberg noch einmal bei strahlendem Sonnenschein erkunden.

DSC_3355mittelalterliches Karussel

Auf dem Fest befanden sich zahlreiche Stände mit mittelalterlichem Essen. Sehr lecker waren die mit Schinken und Käse angebackenen Brötchen, die man an zahlreichen Backständen erhielt. Besonders gefallen haben mir die verschiedenen Kostüme und der Kinderfestumzug. Die Kinder hatten viel Spaß dabei und haben das gesamte Publikum mitgerissen. Auch für die Kinder wurde einiges geboten, darunter altertümliche Karussels sowie verschiedene Shows, die die Thematik „Luthers Hochzeit“ aufgriffen.

 

Am 13. Juni verlobte sich Luther mit Katharina von Bora und heiratete sie im am 27. Juni 1525 in Wittenberg. Nach der Hochzeit verlangte Luther die Auflösung der Klöster und wurde in seinem Handeln von seiner Ehefrau unterstützt. Des Weiteren sorgte sie durch die Aufnahme von Studenten für das Einkommen. Diese Studenten waren dafür zuständig Aussprüche Luthers festzuhalten.
Insgesamt hatten die beiden sechs Kinder, drei Mädchen und drei Jungen.

 

Plastik Katharina von Bora und Luthereiche

Ich empfehle dieses Fest, da es für jung und alt geeignet ist und werde auch im nächsten Jahr wieder dabei sein. Vielleicht sieht man sich beim nächsten mal dort.

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Jörg Arndt